{"id":318858,"date":"2020-03-10T14:00:00","date_gmt":"2020-03-10T14:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/idlib-1-million-menschen-zur-flucht-gezwungen-die-staaten-muessen-sich-zum-diplomatischen-prozess-gegen-die-bombardierung-bevoelkerter-gebiete-verpflichten-foto\/"},"modified":"2020-03-10T17:13:06","modified_gmt":"2020-03-10T16:13:06","slug":"idlib-1-million-menschen-zur-flucht-gezwungen-die-staaten-muessen-sich-zum-diplomatischen-prozess-gegen-die-bombardierung-bevoelkerter-gebiete-verpflichten-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/idlib-1-million-menschen-zur-flucht-gezwungen-die-staaten-muessen-sich-zum-diplomatischen-prozess-gegen-die-bombardierung-bevoelkerter-gebiete-verpflichten-foto\/","title":{"rendered":"Idlib: 1 Million Menschen zur Flucht gezwungen \/ Die Staaten m\u00fcssen sich zum diplomatischen Prozess gegen die Bombardierung bev\u00f6lkerter Gebiete verpflichten (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full aligncenter\" title=\"Familie, die zu Beginn der Syrienkrise in den Libanon fliehen musste \/ Die Staaten m\u00fcssen sich zum diplomatischen Prozess gegen die Bombardierung bev\u00f6lkerter Gebiete verpflichten. Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/16206 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/e717d170-35f1-4480-85cf-e82c0b304ac7\/Syrien%20Jahrestag%20Titelbild%201110x624.jpg\" \/><\/p>\n<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; Da fast eine Million Menschen &#8211; haupts\u00e4chlich Frauen und Kinder &#8211; gezwungen wurden, vor den K\u00e4mpfen und Bombenangriffen in Idlib im Nordwesten Syriens zu fliehen, fordert die internationale Hilfsorganisation Handicap International einen sofortigen Waffenstillstand und ein Ende der Bombardierung von Gebieten, die von Zivilist\/-innen bewohnt sind.<!--more--> Alle Staaten m\u00fcssen sich voll und ganz dem internationalen diplomatischen Prozess verpflichten, der darauf abzielt, die Zivilbev\u00f6lkerung besser vor Explosivwaffeneins\u00e4tzen zu sch\u00fctzen. Unz\u00e4hlige Berichte machen auf die schrecklichen Auswirkungen dieser wahllosen Angriffe auf die Zivilbev\u00f6lkerung und die zivile Infrastruktur aufmerksam. Dies ist die gr\u00f6\u00dfte Vertreibung von Menschen und eine der gr\u00f6\u00dften humanit\u00e4ren Krisen seit Beginn des Konflikts in Syrien im Jahr 2011. Eine der schlimmsten humanit\u00e4ren Krisen im neunj\u00e4hrigen syrischen Konflikt \u00dcber 900.000 Menschen sind seit Dezember durch die eskalierende Gewalt in Idlib vertrieben worden. Die Familien sind in \u00fcberf\u00fcllten Lagern an der Grenze zur T\u00fcrkei gestrandet, brauchen Unterkunft, Schutz, Nahrung, Wasser, Hygiene und Gesundheitsversorgung und m\u00fcssen sich dem kalten Winter stellen. Viele von ihnen sind traumatisiert, da sie in den letzten Jahren mehrfach vor milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen fl\u00fcchten mussten. Dies ist die gr\u00f6\u00dfte Vertreibung von Menschen in den neun Jahren des Konflikts. Die massiven Bombardierungen in den besiedelten Gebieten haben schreckliche humanit\u00e4re Folgen: auseinandergerissene Familien, lebensver\u00e4ndernde Verletzungen, psychische Traumata, Zwangsumsiedlungen, Zerst\u00f6rung der wesentlichen Infrastruktur (Krankenh\u00e4user, H\u00e4fen, Br\u00fccken usw.) und eine sich st\u00e4ndig versch\u00e4rfende Armut. Idlib: tragisches Beispiel f\u00fcr den Einsatz von Explosivwaffen in besiedelten Gebieten Drei Millionen Menschen sind durch K\u00e4mpfe und Bombenangriffe gefangen. Fast eine Million sind bereits geflohen. Nach Homs im Jahr 2012, Aleppo im Jahr 2016, La Goutha im Jahr 2017, Deraa im Jahr 2018 usw. kommt es immer wieder zum gleichen Szenario mit massiven und wiederholten Bombenangriffen in besiedelten Gebieten, die tragische humanit\u00e4re Folgen haben. Der intensive Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten wiederholt sich in Syrien seit Dezember 2011. Die zivile Infrastruktur wurde in Mitleidenschaft gezogen, darunter Lager f\u00fcr Binnenvertriebene, Schulen, Gesundheitszentren und Krankenh\u00e4user. Es wurde dar\u00fcber hinaus sogar von vors\u00e4tzlichen Angriffen auf Entwicklungshelfer, medizinisches Personal und ihre Einrichtungen berichtet. Viele Hilfsorganisationen haben ihre Arbeit eingestellt. &#8222;Die aktuellen Angriffe zielen meist absichtlich auf Zivilist\/-innen oder zivile Infrastrukturen und stellen deshalb eindeutige Verletzungen des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts dar. Doch auch wenn nicht absichtlich auf die Zivilbev\u00f6lkerung gezielt wird, hat die syrische Krise Jahre um Jahre gezeigt, in welch verheerendem Ausma\u00df der Einsatz von Explosivwaffen in st\u00e4dtischen Gebieten Folgen f\u00fcr sie hat. Im Oktober letzten Jahres begann in Wien ein diplomatischer Prozess, der zu einer politischen Erkl\u00e4rung f\u00fchrt, die momentan verhandelt wird und noch in diesem Jahr in Dublin verabschiedet werden soll. Die teilnehmenden Staaten haben die historische Chance, beim Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung vor einer der Hauptursachen f\u00fcr die humanit\u00e4ren Katastrophen in modernen Konflikten wirklich etwas zu bewirken: dem Einsatz von Explosivwaffen in besiedelten Gebieten ein Ende bereiten&#8220;, sagt Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung bei Handicap International Deutschland. 80% der Syrer unter der Armutsgrenze Action on Armed Violence (AOAV) berichtet, dass zwischen 2011 und 2019 in Syrien \u00fcber 85.000 Menschen durch Explosivwaffen get\u00f6tet oder verletzt wurden, 85% davon waren Zivilisten. Bei ihrer Arbeit in Jordanien und im Libanon werden die HI-Teams Zeuge des Leidens und des Traumas der syrischen Bev\u00f6lkerung. Eine Heimkehr ist aufgrund der starken Verseuchung mit Kriegsresten sowie der zerschlagenen sozialen und wirtschaftlichen Gef\u00fcge unm\u00f6glich. Da Syriens grundlegende Infrastruktur und Wirtschaft zerst\u00f6rt sind, leben derzeit 80% der Syrer unter der Armutsgrenze. In Syrien sind nach Angaben der UNMAS 11,5 Millionen Menschen den Gefahren durch diese Kriegsreste ausgesetzt. Diplomatischer Prozess gegen Bomben auf Wohngebiete Handicap International und die Mitglieder des International Network on Explosive Weapons (INEW) arbeiten mit Regierungen zusammen, um sie zu \u00fcberzeugen, eine starke politische Erkl\u00e4rung zur Beendigung des Einsatzes von Explosivwaffen in besiedelten Gebieten und zur Gew\u00e4hrleistung der Unterst\u00fctzung der Opfer dieser Waffen zu verabschieden. HI ruft au\u00dferdem international B\u00fcrger\/-innen auf, um ihre Parlamentarier\/-innen in sieben L\u00e4ndern (Belgien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Schweiz und Vereinigtes K\u00f6nigreich) zu mobilisieren und sicherzustellen, dass sich die Regierungen f\u00fcr das genannte Ziel einsetzen. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind eingeladen, ihre Bundestagsabgeordneten auf einer speziellen Internet-Plattform aufzufordern, die Erkl\u00e4rung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in besiedelten Gebieten zu unterst\u00fctzen. \u00dcber Handicap International Handicap International ist eine unabh\u00e4ngige gemeinn\u00fctzige Organisation. Sie unterst\u00fctzt weltweit Menschen mit Behinderung und andere besonders schutzbed\u00fcrftige Menschen, um deren Lebensbedingungen zu verbessern. HI hilft bei Armut und sozialer Ausgrenzung, bei Konflikten und Katastrophen. Die Grundpfeiler ihrer Arbeit sind Menschlichkeit und Inklusion. Auf v\u00f6lkerrechtlicher Ebene k\u00e4mpft die Organisation gegen die Missachtung der Menschenrechte, den Gebrauch von Landminen und Streubomben sowie Bombenangriffe auf die Zivilbev\u00f6lkerung. Handicap International hat die internationale Koalition gegen Streubomben CMC mitgegr\u00fcndet, geh\u00f6rt bis heute zu ihren aktivsten Mitgliedsorganisationen und repr\u00e4sentiert die Kampagne in Deutschland. HI ist au\u00dferdem eines der sechs Gr\u00fcndungsmitglieder der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL), die 1997 den Friedensnobelpreis erhalten hat. Handicap International Deutschland ist Mitglied der internationalen Organisation Humanity &amp; Inclusion (ehem. Handicap International), die die Umsetzung der Programmarbeit verantwortet. Hochaufl\u00f6sendes Bildmaterial finden Sie hier: https:\/\/handicap-international.de\/de\/pressefotos-download Pressekontakt: Larissa Reith Referentin \u00d6ffentlichkeitsarbeit presse@deutschland.hi.org 089 54 76 06 29 http:\/\/www.handicap-international.de Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/16206\/4542814 OTS: Handicap International Original-Content von: Handicap International, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/16206\/4542814\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; Da fast eine Million Menschen &#8211; haupts\u00e4chlich Frauen und Kinder &#8211; gezwungen wurden, vor den K\u00e4mpfen und<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":318880,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-318858","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lubeck-lupe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/318858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=318858"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/318858\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":318882,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/318858\/revisions\/318882"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/318880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=318858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=318858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=318858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}