{"id":320716,"date":"2020-03-17T11:45:18","date_gmt":"2020-03-17T11:45:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/eckwertebeschluss-ngos-warnen-vor-kuerzungen-im-entwicklungsetat-corona-krise-zeigt-wie-wichtig-es-ist-in-starke-gesundheitssysteme-zu-investieren\/"},"modified":"2020-03-17T11:45:18","modified_gmt":"2020-03-17T11:45:18","slug":"eckwertebeschluss-ngos-warnen-vor-kuerzungen-im-entwicklungsetat-corona-krise-zeigt-wie-wichtig-es-ist-in-starke-gesundheitssysteme-zu-investieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/eckwertebeschluss-ngos-warnen-vor-kuerzungen-im-entwicklungsetat-corona-krise-zeigt-wie-wichtig-es-ist-in-starke-gesundheitssysteme-zu-investieren\/","title":{"rendered":"Eckwertebeschluss: NGOs warnen vor K\u00fcrzungen im Entwicklungsetat \/ &#8222;Corona-Krise zeigt, wie wichtig es ist, in starke Gesundheitssysteme zu investieren&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Morgen ver\u00f6ffentlicht das Bundesfinanzministerium von Olaf Scholz den Eckwertebeschluss der Bundesregierung. In einem gemeinsamen Appell warnen sechs deutsche Entwicklungsorganisationen Scholz davor, die Mittel zur Bek\u00e4mpfung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten zu k\u00fcrzen. Die UN-Nachhaltigkeitsziele k\u00f6nnten so nicht erreicht werden.<!--more--> Eine K\u00fcrzung st\u00fcnde auch in starkem Widerspruch zum Koalitionsvertrag.  Die Entwicklungsorganisationen Deutsche Stiftung Weltbev\u00f6lkerung (DSW), Global Citizen, ONE, OXFAM Deutschland, Plan International Deutschland und Save the Children Deutschland appellieren gemeinsam an die Bundesregierung:  &#8222;Jedes Jahr bei der Vorstellung des Eckwertebeschlusses kann sich Olaf Scholz scheinbar pl\u00f6tzlich nicht mehr an den Koalitionsvertrag erinnern. Wir nehmen das nicht hin. Wir fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung des Koalitionsvertrags. Konkret hei\u00dft das: Mehr Investitionen f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung extremer Armut und die St\u00e4rkung von Gesundheitssystemen. Nur so k\u00f6nnen wir die Menschen auf der Welt erreichen, die Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen. Mit seinem wirtschaftlichen und politischen Gewicht ist der globale Einfluss Deutschlands erheblich, um die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung muss endlich ihrem Versprechen nachkommen, 0,7 Prozent seiner Wirtschaftskraft f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit zur Verf\u00fcgung stellen. Ein Beispiel ist die Nutzung der Mittel aus der geplanten Finanztransaktionssteuer. Schreitet Deutschland hier voran, werden andere L\u00e4nder folgen.&#8220;  Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, ein Absinken der sogenannten ODA-Quote zu verhindern. Die ODA-Quote misst den Anteil der Wirtschaftsleistung, die in die Entwicklungszusammenarbeit investiert wird. Die Gro\u00dfe Koalition wollte zudem darauf hinarbeiten, das international vereinbarte Ziel zu erreichen, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden. 2018 betrug die deutsche ODA-Quote 0,61 Prozent &#8211; Tendenz sinkend. Ohne die Einrechnung der Kosten f\u00fcr Gefl\u00fcchtete im Inland betrug sie sogar lediglich 0,51 Prozent. Au\u00dferdem hatten Union und SPD beschlossen, Mehreinnahmen im Verh\u00e4ltnis von 1:1 in Entwicklung einerseits und Verteidigung andererseits zu investieren. Auch hier werden die NGOs genau hinschauen.  Zur aktuellen Corona-Krise \u00e4u\u00dfert sich das B\u00fcndnis wie folgt:  &#8222;Wie damals bei der Ebola-Epidemie macht heute das Coronavirus deutlich, wie wichtig es ist, in starke Gesundheitssysteme zu investieren. L\u00e4nder wie Deutschland sind robust genug, um ihre B\u00fcrger*innen grundlegend zu versorgen und so die Folgen der Epidemie abzumildern. Anders sieht es in Staaten aus, die am st\u00e4rksten von Armut betroffen sind. Breitet sich das Coronavirus gro\u00dffl\u00e4chig zum Beispiel in den L\u00e4ndern Subsahara-Afrikas aus, wird f\u00fcr viele Menschen jede Hilfe zu sp\u00e4t kommen. Auch die Wirtschaft vieler Staaten k\u00f6nnte kollabieren. Darum ist es wichtig, die richtige Vorsorge jetzt zu treffen. Organisationen wie die Impfallianz Gavi helfen gerade Entwicklungsl\u00e4ndern dabei, ihre Gesundheitssysteme robuster zu machen, um besser gegen vermeidbare Krankheiten gewappnet zu sein. Sie m\u00fcssen daher finanziell voll ausgestattet werden.&#8220;  +++  ONE ist eine internationale Bewegung, die sich f\u00fcr das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in W\u00fcrde und voller Chancen f\u00fchren kann. Wir sind \u00fcberparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterst\u00fctzt ONE B\u00fcrger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf http:\/\/www.one.org\/ .  Die Deutsche Stiftung Weltbev\u00f6lkerung (DSW) ist eine international t\u00e4tige Entwicklungsorganisation. Unser Ziel ist es, zu einer zukunftsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerungsentwicklung beizutragen. Wir engagieren uns f\u00fcr die Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung. Insbesondere unterst\u00fctzen wir junge Menschen in Ostafrika dabei, selbstbestimmte Entscheidungen \u00fcber ihre Sexualit\u00e4t und Verh\u00fctung zu treffen. Gleichzeitig bringen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Mehr Informationen auf http:\/\/www.dsw.org .  Global Citizen ist eine Kampagnenorganisation mit dem Ziel, extreme Armut bis zum Jahr 2030 weltweit zu beenden. Unterst\u00fctzt werden wir dabei von Millionen Global Citizens rund um den Globus, die sich auf unseren Plattformen \u00fcber entwicklungspolitische Themen informieren und dadurch inspiriert werden, an unseren Aktionen teilzunehmen. Seit Global Citizen im Jahr 2011 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 25 Millionen Mal aktiv geworden. Diese Aktionen haben zu Zusagen von Regierungen, Institutionen und Unternehmen in H\u00f6he von \u00fcber 48 Milliarden US-Dollar gef\u00fchrt, die bis heute das Leben von 880 Millionen Menschen verbessert haben. Um die Umsetzung der Global Goals der Vereinten Nationen voranzutreiben, haben wir unsere bisher gr\u00f6\u00dfte Kampagne namens &#8222;Global Goal Live: The Possible Dream&#8220; ins Leben gerufen, die am 26. September 2020 mit einem 10-st\u00fcndigen Medienevent und Festivals auf f\u00fcnf Kontinenten ihren H\u00f6hepunkt finden wird. http:\/\/www.globalcitizen.org\/de  Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu \u00fcberwinden. Daf\u00fcr arbeiten im Oxfam-Verbund 20 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.600 lokalen Partnern in mehr als 90 L\u00e4ndern. Mehr unter https:\/\/post.oxfam.de\/owa\/re dir.aspx?C=SBVcyUh1TUFypopk8YSZtXR19uNWK5Z2L8ZKyLad568RfEQeJsfXCA..&amp;URL=http%3A% 2F%2Fwww.oxfam.de  Plan International ist eine unabh\u00e4ngige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und humanit\u00e4ren Hilfe. M\u00e4dchen und Jungen sollen weltweit die gleichen Rechte und Chancen haben und ihre Zukunft aktiv gestalten. Um das zu erreichen, setzen wir in unseren Partnerl\u00e4ndern effizient und transparent Projekte zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung um und reagieren schnell auf Notlagen und Katastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. In mehr als 75 L\u00e4ndern arbeiten wir Hand in Hand mit Kindern, Jugendlichen, Unterst\u00fctzenden und Partnern jeden Geschlechts, um unser globales Ziel zu erreichen: 100 Millionen M\u00e4dchen sollen lernen, leiten, entscheiden und ihr volles Potenzial entfalten. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen best\u00e4rken uns in unserem Engagement.  Save the Children ist als gr\u00f6\u00dfte unabh\u00e4ngige Kinderrechtsorganisation der Welt in mehr als 120 L\u00e4ndern t\u00e4tig. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie \u00dcberleben und Gesundheit &#8211; auch in Katastrophensituationen. Save the Children setzt sich ein f\u00fcr eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen k\u00f6nnen. Mehr Informationen auf http:\/\/www.savethechildren.de.  Pressekontakt:   ONE: Scherwin Saedi: 030 319 891 578, 0152 037 71 429, scherwin.saedi@one.org DSW: Anke Witte: 0551 94373-32, presse@dsw.org Global Citizen: Friederike Meister: +49 171 73644 70, friederike.meister@globalc itizen.org Oxfam: Nicolai Link: +49 30 45 30 69 712 | +49 177 73 75 288, nlink@oxfam.de Plan International: Alexandra Tschacher: 040\/607716-278, presse@plan.de Save the Children: Susanne Sawadogo: +49 (30) 27 59 59 79 120, susanne.sawadogo@ savethechildren.de  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/106106\/4549564 OTS:               Save the Children Deutschland e.V.  Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/106106\/4549564\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Morgen ver\u00f6ffentlicht das Bundesfinanzministerium von Olaf Scholz den Eckwertebeschluss der Bundesregierung. 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