{"id":321594,"date":"2020-03-23T14:56:51","date_gmt":"2020-03-23T14:56:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/die-welt-nach-corona-wird-digitaler-werden-in-der-krise-werden-unternehmen-aus-kuechen-wohn-und-arbeitszimmern-handlungsfaehig-gehalten-foto\/"},"modified":"2020-03-23T19:48:36","modified_gmt":"2020-03-23T18:48:36","slug":"die-welt-nach-corona-wird-digitaler-werden-in-der-krise-werden-unternehmen-aus-kuechen-wohn-und-arbeitszimmern-handlungsfaehig-gehalten-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/die-welt-nach-corona-wird-digitaler-werden-in-der-krise-werden-unternehmen-aus-kuechen-wohn-und-arbeitszimmern-handlungsfaehig-gehalten-foto\/","title":{"rendered":"Die Welt nach Corona wird digitaler werden \/ In der Krise werden Unternehmen aus K\u00fcchen, Wohn- und Arbeitszimmern handlungsf\u00e4hig gehalten (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender OHB SE Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/69441 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/815234b5-055e-499b-a323-f843a3006776\/Marco_Fuchs.jpg\" \/><\/p>\n<p>Bremen (ots) &#8211; Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat unser Leben, unser Arbeiten auf den Kopf gestellt. Was das f\u00fcr uns in Deutschland bedeuten w\u00fcrde, konnten wir bei OHB schon mit etwas Vorlauf studieren. Denn unser Tochterunternehmen OHB Italia hat seinen Sitz in Mailand &#8211; und damit sozusagen im Auge des Corona-Orkans.<!--more--> Ich bin sehr froh, dass die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bislang durch ihr vorbildliches Verhalten ohne Krankheitsf\u00e4lle durch diese schwierige Zeit gekommen sind. Die meisten von ihnen sind entweder im Home-Office, haben Urlaubs- oder Gleitzeittage genommen oder fahren immer nur kurz in die Firma, um per Stick Daten auszutauschen oder zu aktualisieren. Ihren Job machen sie verl\u00e4sslich und weiter mit hoher Qualit\u00e4t, obwohl sie t\u00e4glich die schrecklichen Bilder von in Milit\u00e4rkonvois abtransportieren Corona-Opfern sehen. Daf\u00fcr geb\u00fchrt ihnen unser gr\u00f6\u00dfter Dank und Respekt! &#8222;Jede Krise&#8220;, schrieb der \u00f6sterreichische Schriftsteller Stefan Zweig nach der Katastrophe des 1. Weltkriegs, &#8222;ist ein Geschenk des Schicksals an den schaffenden Menschen.&#8220; Ich bin sehr stolz, wenn ich sehe, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Gesellschaft insgesamt, auf diese v\u00f6llig neuartige Herausforderung reagiert. Ich staune, wie selbstverst\u00e4ndlich ganze Organisationen pl\u00f6tzlich aus K\u00fcchen, Wohn- und privaten Arbeitszimmern handlungsf\u00e4hig gehalten werden. Ich freue mich zu erleben, dass gro\u00dfe Herausforderungen offenbar auch eher das Gute in den Menschen wachruft, dass sie zu gro\u00dfer Hilfsbereitschaft neigen. Selbst Fake News haben es schwer in den letzten Wochen. Nach meiner Einsch\u00e4tzung gibt es bei aller angebrachten Ernsthaftigkeit und Sorge \u00fcber die derzeitige Situation auch Anlass zu Optimismus. Ich m\u00f6chte Ihnen dazu einige der wichtigsten Punkte nennen, die mich dazu veranlassen: 1. Die Politik, besser gesagt der Staat, hat eine ungeahnte Entscheidungskompetenz an den Tag gelegt. Man mag die eine oder andere Ma\u00dfnahme &#8211; zumal im f\u00f6deral organisierten Deutschland &#8211; als zu z\u00f6gerlich oder zu wenig robust kritisieren. Insgesamt habe ich jedoch den Eindruck, dass die Verantwortlichen sehr nachvollziehbar und gut reagiert haben. Die Transparenz, mit der die vielen schwierigen Entscheidungen, die uns alle betreffen und die vor allem auch unser hohes Gut der pers\u00f6nlichen Freiheit einschr\u00e4nken, getroffen werden, macht es uns leichter, die Ma\u00dfnahmen zu akzeptieren. 2. Die Wissenschaft r\u00fcckt als Instanz f\u00fcr Wahrheit, Klarheit und Einordnung wieder in den Vordergrund. Bei der Frage, welche Ma\u00dfnahmen im Kampf gegen Sars-CoV-2 geeignet sind, ist die Wissenschaft als entscheidende Instanz wieder in den Fokus ger\u00fcckt. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so. Im Gegenteil: Das Internet und die sozialen Medien haben daf\u00fcr gesorgt, dass es kein Herrschaftswissen mehr gibt. Das hat aber leider auch dazu gef\u00fchrt, dass Quacksalber und M\u00f6chtegern-Experten zu allem und jedem ihren Unsinn verbreiten. Die Quacksalber gibt es nat\u00fcrlich immer noch, aber erstaunlicherweise dringen sie derzeit nicht mehr so durch wie zuvor. Stattdessen h\u00f6ren Millionen Menschen t\u00e4glich in einem Podcast des NDR dem Berliner Virologen Christian Drosten und auch anderen Experten zu. H\u00f6ren, wie sie die Dynamik der Pandemie erkl\u00e4ren, versichern sich durch ihre Erkl\u00e4rungen, dass sie sich im Privaten richtig verhalten, und sind beruhigt, wenn sie h\u00f6ren, dass die Politik wieder einige ihrer Empfehlungen umgesetzt hat. Wir werden m\u00f6glicherweise in einer Zeit, wenn wieder Normalit\u00e4t eingekehrt ist, erleben, dass sich dieses neue Mandat der Wissenschaft auch auf andere Bereiche unserer Gesellschaft auswirkt, etwa auf die Frage, welche Ma\u00dfnahmen schnell und robust im Kampf gegen den Klimawandel angebracht sein k\u00f6nnten. 3. Die Welt nach Corona wird digitaler werden. Vieles, was wir gerade erleben, wird auch nach dem Ende dieses Ausnahmezustands nicht wieder verschwinden. Ich bin fest davon \u00fcberzeugt, dass es eine digitale Globalisierung geben wird. Damit meine ich, dass die bislang noch \u00fcberwiegend physischen Abl\u00e4ufe digitalen weichen werden. Es ist einfach ein Fakt von Krisen, dass man nur in diesen erkennt, wie es auch anders, vielleicht sogar effizienter gehen kann. Viel mehr noch ist es jedoch Politik, Wirtschaft und Gesellschaft klar geworden, wie sehr sie auf dieses &#8222;digitale R\u00fcckenmark&#8220; angewiesen ist. Ich wage nicht zu beschreiben, wie wir ohne die M\u00f6glichkeit des Arbeitens aus der Ferne diese Krise meistern sollten. Dieses &#8222;R\u00fcckenmark&#8220; ist jedoch nicht so leistungsf\u00e4hig, wie es sein m\u00fcsste. Die Datenmengen steigen exponentiell, ebenso die Rechnerleistungen. Sollte sich in Zukunft erneut eine solche Herausforderung ergeben, sollte Deutschland digital besser ger\u00fcstet sein. Die Raumfahrtindustrie ist mit ihrer Satellitentechnologie in der Lage, schnell Kapazit\u00e4ten f\u00fcr solch eine Erweiterung der M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung zu stellen. 4. Die Raumfahrtbranche selbst kann einigerma\u00dfen ruhig in die Zukunft blicken. Denn trotz der massiven Auswirkungen durch die Corona-Krise hat unsere Industrie das Gl\u00fcck langlaufender Projekte. Die Budgets daf\u00fcr wurden f\u00fcr die ESA-Programme im vergangenen November bewilligt. [SvdR1] Raumfahrt und ihre L\u00f6sungen werden meiner Einsch\u00e4tzung nach in einer Zeit, in der die Nachfrage nach globaler Vernetzung und Kommunikation enorm steigen wird, eher bedeutsamer und systemrelevanter werden. Das sehen \u00fcbrigens auch die Finanzm\u00e4rkte so: Papiere der Raumfahrtunternehmen haben deutlich weniger an Wert verloren als der Gesamtmarkt. Am Ende m\u00f6chte ich noch eine pers\u00f6nliche Anmerkung machen. Selbstverst\u00e4ndlich geht diese Krise auch an mir nicht spurlos vor\u00fcber. Als Inhaber mache ich mir nat\u00fcrlich rund um die Uhr viele Gedanken dar\u00fcber, wie wir das Unternehmen so durch die Krise man\u00f6vrieren, dass an deren Ende alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute an Bord sind, auch dann noch sagen k\u00f6nnen, dass sie bei OHB arbeiten. Ich verstehe alle, die im Moment Angst haben und sich sorgen: um sich, ihre Angeh\u00f6rigen, ihren Arbeitsplatz. Diese Sorgen teilen derzeit viele Millionen Menschen in Tausenden Unternehmen in Deutschland. Und dennoch bin ich sehr zuversichtlich, dass wir diese einzigartige Herausforderung gemeinsam bew\u00e4ltigen werden. Ich sehe und beobachte jeden Tag, wie sehr sich die Kolleginnen und Kollegen gegenseitig helfen und unterst\u00fctzen. Mit dieser andauernden Solidarit\u00e4t in schwierigen Zeiten wird es gelingen, das Virus zu besiegen. Pressekontakt: G\u00fcnther H\u00f6rbst Leiter Unternehmenskommunikation 0421\/2020-9438 0171\/1931041 guenther.hoerbst@ohb.de Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/69441\/4554730 OTS: OHB SE Original-Content von: OHB SE, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/69441\/4554730\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (ots) &#8211; Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat unser Leben, unser Arbeiten auf den Kopf gestellt. 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