{"id":322967,"date":"2020-03-26T15:43:05","date_gmt":"2020-03-26T15:43:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/star-oekonom-eichengreen-corona-rezession-vielleicht-schlimmer-als-die-weltwirtschaftskrise\/"},"modified":"2020-03-26T15:43:05","modified_gmt":"2020-03-26T15:43:05","slug":"star-oekonom-eichengreen-corona-rezession-vielleicht-schlimmer-als-die-weltwirtschaftskrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/star-oekonom-eichengreen-corona-rezession-vielleicht-schlimmer-als-die-weltwirtschaftskrise\/","title":{"rendered":"Star-\u00d6konom Eichengreen: Corona-Rezession vielleicht schlimmer als die Weltwirtschaftskrise"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Arbeitslosigkeit k\u00f6nnte stark steigen, sagt der bekannte Berkeley-Professor \/ Zurzeit nicht der richtige Zeitpunkt, um \u00fcber die Kosten der Rettungspakete zu sprechen  Berlin, 26. M\u00e4rz 2020 &#8211; Die auf die Corona-Krise folgende Rezession k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Berkeley-\u00d6konom Prof. Barry Eichengreen schwerwiegender sein als zur Weltwirtschaftskrise.<!--more--> &#8222;1929 war ein negativer Nachfrageschock durch einen B\u00f6rsencrash und dann mehrere Wellen von Bankenpleiten. Diesmal haben wir einen negativen Angebotsschock und einen negativen Nachfrageschock. Zentralbanken und Finanzministerien k\u00f6nnen zwar einen Anreiz zur Unterst\u00fctzung der Nachfrage bieten. Aber sie k\u00f6nnen nichts tun, um das Problem auf der Angebotsseite zu l\u00f6sen&#8220;, sagte Eichengreen der Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins &#8218;Capital&#8216;: https:\/\/www.capital.de\/allgemein\/corona-koennte-s chlimmer-sein-als-die-weltwirtschaftkrise-1929  Damit unterscheide sich die Corona-Rezession grunds\u00e4tzlich von anderen Rezessionen. Am ehesten sei noch die Rezession nach dem OPEC-\u00d6l-Embargo mit der zu erwartenden Corona-Rezession vergleichbar: &#8222;Der Pr\u00e4zedenzfall daf\u00fcr, der der Sache vielleicht noch am n\u00e4chsten kommt, ist die Rezession, die auf das OPEC-\u00d6l-Embargo von 1973 folgte. Hier gab es h\u00f6here \u00d6lpreise, die unter den damals herrschenden Umst\u00e4nden einen negativen Angebotsschock darstellten. Aber die Schlangen an den Tankstellen waren damals ein viel begrenzterer negativer Versorgungsschock als das, was wir heute erleben&#8220;, so Eichengreen, der als einer der profundesten Kenner der Weltwirtschaftskrise gilt, gegen\u00fcber capital.de.  Die Unterbrechung der Lieferketten mit der Folge, dass Produzenten schlie\u00dfen mussten, weil sie keine Teile, Komponenten und andere Materialien mehr erhalten, wertet er mittlerweile als Problem des letzten Monats. &#8222;Jetzt werden sogar Fabriken, die \u00fcber Lagerbest\u00e4nde an Teilen, Komponenten verf\u00fcgen, die f\u00fcr Monate ausreichen w\u00fcrden, geschlossen. Weil es f\u00fcr ihre Mitarbeiter nicht sicher ist, zur Arbeit zu gehen&#8220;, erl\u00e4utert der Berkeley-Professor seine Skepsis.  Auch nach der Eind\u00e4mmung des Virus rechnet er nicht mit einer schnellen Erholung der Wirtschaft: &#8222;Sobald der Virus einged\u00e4mmt ist und die Fabriken wieder in Betrieb genommen werden &#8211; wann immer das der Fall ist &#8211; k\u00f6nnen einige Fabriken nur langsam wieder in Betrieb genommen werden. Weil sie nicht in der Lage sind, die ben\u00f6tigten Werkstoffe von anderen Fabriken zu erhalten. Aber das ist ein Problem f\u00fcr die Zukunft.&#8220;  Zu diesem Zeitpunkt will Eichengreen die von den L\u00e4ndern beschlossenen Hilfspakete zur \u00dcberwindung der wirtschaftlichen Folgen insbesondere f\u00fcr kleine und mittlere Firmen nicht bewerten: &#8222;All dies wird teuer sein. Aber derzeit ist nicht der richtige Zeitpunkt, um \u00fcber die Kosten der Rettungspakete zu streiten.&#8220;  Pressekontakt:  Martin Kaelble, Redaktion &#8218;Capital&#8216;, Telefon: 030\/220 74-5133 E-Mail: kaelble.martin@capital.de www.capital.de  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/8185\/4557631 OTS:               Capital, G+J Wirtschaftsmedien  Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/8185\/4557631\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Arbeitslosigkeit k\u00f6nnte stark steigen, sagt der bekannte Berkeley-Professor \/ Zurzeit nicht der richtige Zeitpunkt, um \u00fcber die<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-322967","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=322967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322967\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=322967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=322967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=322967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}