{"id":335166,"date":"2020-04-28T09:04:24","date_gmt":"2020-04-28T09:04:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/corona-krise-trifft-deutschen-mittelstand-mit-wucht-umsatzeinbussen-von-insgesamt-75-mrd-eur-im-maerz\/"},"modified":"2020-04-28T09:04:24","modified_gmt":"2020-04-28T09:04:24","slug":"corona-krise-trifft-deutschen-mittelstand-mit-wucht-umsatzeinbussen-von-insgesamt-75-mrd-eur-im-maerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/corona-krise-trifft-deutschen-mittelstand-mit-wucht-umsatzeinbussen-von-insgesamt-75-mrd-eur-im-maerz\/","title":{"rendered":"Corona-Krise trifft deutschen Mittelstand mit Wucht: Umsatzeinbu\u00dfen von insgesamt 75 Mrd. EUR im M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main (ots) &#8211;  &#8211; 2,2 Mio.<!--more--> kleine und mittlere Unternehmen betroffen &#8211; Liquid\u00e4tsreserven reichen bei jedem 2. Mittelst\u00e4ndler bis Ende Mai &#8211; Repr\u00e4sentative Befragung von KfW Research Anfang April  Die Corona-Krise trifft den deutschen Mittelstand mit Wucht: Gesch\u00e4ftsschlie\u00dfungen, Reisebeschr\u00e4nkungen und Kontaktverbote f\u00fchren zu Umsatzeinbr\u00fcchen, schmelzenden Liquidit\u00e4tspolstern und unsicheren Gesch\u00e4ftsaussichten &#8211; und bedrohen die Existenz vieler kleiner und mittlerer Unternehmen, wie eine aktuelle, repr\u00e4sentative Sonderbefragung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels in der ersten Aprilwoche zeigt: \u00dcber 2,2 Mio. Mittelst\u00e4ndler (58%) verzeichnen im M\u00e4rz Umsatzeinbu\u00dfen aufgrund der Corona-Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen. Im Durchschnitt geht den Unternehmen etwa die H\u00e4lfte (53%) der \u00fcblicherweise im M\u00e4rz zu erwartenden Ums\u00e4tze verloren. Das entspricht etwa 39.000 EUR je Unternehmen. Insgesamt b\u00fc\u00dft der Mittelstand damit im M\u00e4rz ca. 75 Mrd. EUR oder 2% seiner Jahresums\u00e4tze ein. Blieben die Umsatzeinbr\u00fcche weiterhin auf \u00e4hnlichem Niveau, dann reichen die eigenen Liquidit\u00e4tsreserven bei der H\u00e4lfte der Unternehmen noch bis Ende Mai.  &#8222;Die aktuelle schrittweise R\u00fcckf\u00fchrung der Corona-bedingten Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen l\u00e4sst auf eine Entspannung im Mittelstand hoffen. Viele Unternehmen k\u00f6nnen ihr Gesch\u00e4ft wieder aufnehmen. Doch eine R\u00fcckkehr zum Vor-Corona-Alltag wird f\u00fcr die meisten nicht reibungslos m\u00f6glich sein, niedrigere Ums\u00e4tze und Liquidit\u00e4tsengp\u00e4sse d\u00fcrften die Mittelst\u00e4ndler auch in den n\u00e4chsten Wochen begleiten&#8220;, sagt Dr. Fritzi K\u00f6hler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. &#8222;Staatliche Hilfsma\u00dfnahmen und KfW-Liquidit\u00e4tsma\u00dfnahmen bleiben daher f\u00fcr die kleinen und mittleren Unternehmen weiter n\u00f6tig und hilfreich: Sie federn die Folgen des Corona-bedingten Stillstands ab und erm\u00f6glichen es den Unternehmen, l\u00e4nger durchzuhalten.&#8220;  Im Detail zeigt die KfW-Analyse, dass kleinere Unternehmen etwas h\u00e4ufiger von Umsatzr\u00fcckg\u00e4ngen im M\u00e4rz betroffen sind (58 %) als gr\u00f6\u00dfere Mittelst\u00e4ndler mit mehr als 10 Besch\u00e4ftigten. Unter den Wirtschaftszweigen beklagen die Dienstleister am h\u00e4ufigsten Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge. Allerdings weisen 40% der Mittelst\u00e4ndler etwa gleichbleibende Ums\u00e4tze auf. Dies sind vor allem gr\u00f6\u00dfere Mittelst\u00e4ndler &#8211; und mit Blick auf die Branchen vor allem Unternehmen aus dem Handwerk sowie Unternehmen des Baugewerbes. Einige wenige Mittelst\u00e4ndler (2%) k\u00f6nnen sogar Umsatzzugewinne verbuchen, zum Beispiel Mittelst\u00e4ndler des FuE-intensiven Verarbeitenden Gewerbes und Mittelst\u00e4ndler im Handel.  Die Umsatzeinbr\u00fcche belasten die Liquidit\u00e4t der Firmen deutlich. 44% berichten von einer Reduktion ihrer Liquidit\u00e4tsreserven aufgrund der Folgen der Corona-Krise. F\u00fcr s\u00e4mtliche Gr\u00f6\u00dfenklassen und Branchen im Mittelstand zeigt sich: Sofern die gegenw\u00e4rtige Situation anh\u00e4lt bzw. sich nicht verbessert (gerechnet ab 1. April 2020) verf\u00fcgen ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte aller Unternehmen \u00fcber Liquidit\u00e4tsreserven, die bis maximal zwei Monate ausreichen. Danach droht die Einstellung bzw. Aufgabe der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit. Bei 4% der Unternehmen reichen die liquiden Mittel nur 1-2 Wochen, bei weiteren 14% bis zu einem Monat.  Neben Umsatzeinbu\u00dfen und Liquidit\u00e4tsengp\u00e4ssen hat der Corona-bedingte Stillstand weitere Auswirkungen, die Mittelst\u00e4ndlern das unternehmerische Leben erschweren: Bei einem Viertel der Unternehmen kommt es zu St\u00f6rungen im Gesch\u00e4ftsbetrieb, weil Mitarbeiter ausfallen. 18% beklagen ein verkleinertes Absatzgebiet, 17% haben Probleme aufgrund gest\u00f6rter Lieferketten &#8211; und 14% der kleinen und mittleren Unternehmen haben den Gesch\u00e4ftsbetrieb sogar komplett eingestellt.  Aller harten Einschnitte durch Corona zum Trotz: Die Widerstandsf\u00e4higkeit im Mittelstand gegen\u00fcber unerwarteten Ereignissen hat sich in der zur\u00fcckliegenden Dekade enorm erh\u00f6ht. &#8222;Der Mittelstand hat seine Hausaufgaben gemacht und in den vergangenen Jahren seine Eigenkapitalausstattung deutlich verbessert &#8222;, sagt Dr. Fritzi-K\u00f6hler-Geib. &#8222;Die in den vergangenen Jahren aufgebauten Finanzpolster helfen in der aktuellen Krise, Verluste tempor\u00e4r zu verkraften und den Druck auf die Liquidit\u00e4t zu mindern.&#8220;  Im Durchschnitt ist die Eigenkapitalquote im deutschen Mittelstand zwischen 2002 und 2018 um 13 Prozentpunkte auf aktuell 31% gestiegen. Die hohen Eigenkapitalquoten und die damit verbundene h\u00f6here Bonit\u00e4t d\u00fcrfte den Unternehmen in der aktuellen Situation auch helfen, leichter an Fremdkapital zukommen, um etwaige Liquidit\u00e4tsengp\u00e4sse zu \u00fcberbr\u00fccken. Da viele Mittelst\u00e4ndler zu Beginn der Krise einen moderaten Schuldenstand aufweisen (durchschnittliche Fremdkapitalquote: 68,8%), ist die Gefahr, dass eine zunehmende Kreditaufnahme einen Gro\u00dfteil der Firmen in die \u00dcberschuldung treibt, auch \u00fcberschaubar.  Zur Datengrundlage:  Die aktuelle Analyse von KfW Research basiert auf einer Sonderbefragung im Rahmen des KfW-Mittelstandspanels. Hierzu wurden durch die GfK SE, Bereich Financial Services, im Auftrag der KfW Bankengruppe, (6.-14. April 2020) mittelst\u00e4ndische Unternehmen mit maximal 500 Mio. EUR Jahresumsatz repr\u00e4sentativ zu den aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise online befragt.  Befragt wurden s\u00e4mtliche Unternehmen, die bereits fr\u00fcher an einer Welle des KfW-Mittelstandspanels teilnahmen und zu denen eine valide E-Mail-Adresse bekannt ist. Insgesamt konnten Antworten von ca. 3.400 Unternehmen ber\u00fccksichtigt werden (R\u00fccklauf ca. 50 %). Aufgrund der Anbindung an den Grunddatensatz des KfW-Mittelstandspanels geben diese Ergebnisse ein repr\u00e4sentatives Abbild der aktuellen Corona-Betroffenheit im Mittelstand.  Die aktuelle Sonderbefragung von KfW Research zu den Corona-Folgen im Mittelstand ist abrufbar unter http:\/\/www.kfw.de\/fokus  Pressekontakt:  KfW, Palmengartenstr. 5 &#8211; 9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM), Christine Volk Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266, E-Mail: christine.volk@kfw.de, Internet: http:\/\/www.kfw.de  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/41193\/4582582 OTS:               KfW  Original-Content von: KfW, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/41193\/4582582\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main (ots) &#8211; &#8211; 2,2 Mio.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-335166","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335166","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=335166"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335166\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=335166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=335166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=335166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}