{"id":335923,"date":"2020-05-04T11:27:05","date_gmt":"2020-05-04T11:27:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/mehrweg-ist-klimaschutz-verbaende-allianz-legt-verbraucherkampagne-neu-auf-und-fordert-schnelle-massnahmen-zur-umsetzung-der-mehrwegquote\/"},"modified":"2020-05-04T11:27:05","modified_gmt":"2020-05-04T11:27:05","slug":"mehrweg-ist-klimaschutz-verbaende-allianz-legt-verbraucherkampagne-neu-auf-und-fordert-schnelle-massnahmen-zur-umsetzung-der-mehrwegquote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/mehrweg-ist-klimaschutz-verbaende-allianz-legt-verbraucherkampagne-neu-auf-und-fordert-schnelle-massnahmen-zur-umsetzung-der-mehrwegquote\/","title":{"rendered":"Mehrweg ist Klimaschutz: Verb\u00e4nde-Allianz legt Verbraucherkampagne neu auf und fordert schnelle Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung der Mehrwegquote"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Mehrwegflaschen sind die umweltfreundlichste Getr\u00e4nkeverpackung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele im Klimaschutzgesetz &#8211; Weite Teile des Handels und gro\u00dfe Abf\u00fcller boykottieren die gesetzliche Mehrwegquote &#8211; Umsetzung der Mehrwegquote und Unterst\u00fctzung kleiner und mittelst\u00e4ndischer Betriebe in der Region dringender denn je &#8211; Um das andauernde <!--more-->Unterschreiten der Mehrwegquote zu sanktionieren, muss Umweltministerin Svenja Schulze eine Abgabe von 20 Cent auf Einwegflaschen und Dosen zus\u00e4tzlich zum Pfand einf\u00fchren &#8211; Gleiche Pflicht f\u00fcr Alle: Verb\u00e4nde-Allianz fordert verbindliche Umsetzung der Mehrwegquote von jedem Abf\u00fcller und H\u00e4ndler  Gerade in der Corona-Krise wird offenkundig, wie wichtig regionale Versorgungsstrukturen und kurze Vertriebswege sind. Regionale Abf\u00fcllung, kurze Transportstrecken und eine vielfache Wiederverwendung sch\u00fctzen das Klima, schonen Ressourcen und sorgen f\u00fcr eine nachhaltige, dezentrale Versorgung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Trotzdem liegt die Mehrwegquote nicht, wie im Verpackungsgesetz vorgesehen, bei 70 Prozent, sondern nur bei rund 43 Prozent. Unternehmen wie Aldi, Lidl, Danone oder Pepsi boykottieren massiv die Mehrwegquote, indem sie wiederverwendbare Flaschen kaum oder gar nicht anbieten. Auch der mit gro\u00dfem publizistischem Echo eingeleitete &#8222;Mehrweg-Test&#8220; bei Aldi scheint nichts Anderes als ein &#8222;Feigenblatt&#8220; zu sein.  Die &#8222;Mehrweg-Allianz&#8220; fordert von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, das dauerhafte Unterschreiten der Mehrwegzielquote im Verpackungsgesetz durch eine Abgabe auf Einwegplastikflaschen und Dosen in H\u00f6he von mindestens 20 Cent zus\u00e4tzlich zum Pfand zu sanktionieren. Die Mehrwegquote von mindestens 70 Prozent sollte zudem verbindlich von jedem Abf\u00fcller und H\u00e4ndler gleicherma\u00dfen umgesetzt werden m\u00fcssen. Die im letzten Jahr eingef\u00fchrte, aufwendige Kennzeichnung von Getr\u00e4nkeverpackungen in der N\u00e4he des Produktes sollte zus\u00e4tzlich direkt auf der Verpackung erfolgen. Die &#8222;Mehrweg-Allianz&#8220; besteht aus der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM), dem Bundesverband des deutschen Getr\u00e4nkefachgro\u00dfhandels (BV GFGH), dem Verband des Deutschen Getr\u00e4nke-Einzelhandels (VDGE), dem Verband Private Brauereien Deutschland und dem Verband Pro Mehrweg.  Um Verbraucher beim umweltbewussten Getr\u00e4nkekauf zus\u00e4tzlich zu unterst\u00fctzen, legt die &#8222;Mehrweg-Allianz&#8220; gemeinsam mit 5.000 Getr\u00e4nkeh\u00e4ndlern, Brauereien, Mineralbrunnen und Fruchtsaftabf\u00fcllern die gr\u00f6\u00dfte Informationskampagne im Getr\u00e4nkebereich &#8222;Mehrweg ist Klimaschutz&#8220; neu auf. Durch Informationen zum Klimaschutzbeitrag wiederverwendbarer Mehrwegflaschen sollen Verbraucher zum Verzicht auf umweltsch\u00e4dliche Getr\u00e4nkedosen und Einwegplastikflaschen angeregt werden.  &#8220; Unternehmen wie Lidl, Coca-Cola oder Nestl\u00e9 bewerben in Nachhaltigkeitsbrosch\u00fcren ihr vermeintliches Umweltengagement. In der Realit\u00e4t unterlaufen sie jedoch die Ziele des Klimaschutzgesetzes der Bundesregierung, indem sie die Umsetzung der Mehrwegquote boykottieren. Allein Lidl ist f\u00fcr die Herstellung von j\u00e4hrlich 3,2 Milliarden Einweg-Plastikflaschen verantwortlich. Umweltministerin Svenja Schulze muss daf\u00fcr sorgen, dass die Mehrwegquote von 70 Prozent von jedem Abf\u00fcller und H\u00e4ndler umgesetzt wird. Durch die Einf\u00fchrung einer Abgabe von mindestens 20 Cent werden die negativen Umweltauswirkungen der kurzlebigen Wegwerfverpackungen im Preis sichtbar und wirksame \u00f6konomische Anreize f\u00fcr regionale Mehrwegflaschen geschaffen &#8222;, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Barbara Metz.  &#8220; Aktuelle Verpackungsmarktdaten f\u00fcr das Jahr 2019 belegen einen starken Anstieg des Dosenwachstums im Bierbereich von rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Discountbereich betr\u00e4gt der Anstieg sogar \u00fcber 30 Prozent. Damit w\u00e4chst ausgerechnet das Gebinde \u00fcberproportional, das doppelt so viele CO2-Emmissionen verursacht wie eine Glas-Mehrwegflasche. Alle Bem\u00fchungen f\u00fcr mehr Klimaschutz werden dadurch konterkariert. Wir erwarten von Umweltministerin Schulze endlich einen konkreten Fahrplan zur Erreichung der Mehrwegzielquote. Ganz im Sinne des letztw\u00f6chigen Petersberger Klimadialogs und dem Eintreten der Kanzlerin f\u00fcr ambitionierte Klimaziele. Ein &#8218;weiter so&#8216; darf es nicht geben &#8222;, sagt der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstand des Verbandes Pro Mehrweg G\u00fcnther Guder.  &#8220; Anstatt dem besorgniserregenden Dosentrend entgegenzutreten, plant Finanzminister Olaf Scholz eine steuerrechtliche Benachteiligung von Einheits-Mehrwegflaschen, die von allen Getr\u00e4nkeverpackungen den gr\u00f6\u00dften Klimaschutzbeitrag leisten. Auf diese Weise werden nicht nur die gesetzliche Mehrwegquote konterkariert und Einwegverpackungen als vermeintliche Alternative attraktiv gemacht, sondern es wird auch die Existenz vieler kleiner und mittelst\u00e4ndischer Brauereien aufs Spiel gesetzt, die durch die Corona-Krise ohnehin mit dem R\u00fccken zur Wand stehen. Finanzminister Scholz muss eine neue gesetzliche Grundlage zur problemlosen Fortsetzung der Bildung von Pfandr\u00fcckstellungen erarbeiten. Von Umweltministerin Schulze erwarten wir eine Verhinderung der kontraproduktiven Planungen des Finanzministers &#8222;, fordert der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes Privater Brauereien Deutschland Roland Demleitner.  &#8220; Gerade vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage durch die Corona-Pandemie ist eine Umsetzung der Mehrwegquote besonders wichtig. Durch regionale Produkte in Mehrwegflaschen werden Arbeitspl\u00e4tze in strukturschwachen und l\u00e4ndlichen Gebieten erhalten und geschaffen. Regionale Mehrwegkreisl\u00e4ufe bringen deutliche Vorteile gegen\u00fcber der zentralisierten Abf\u00fcllung von Einweg mit m\u00f6glichst wenig Mitarbeitern. Kleine und mittelst\u00e4ndische Betriebe, die schlie\u00dfen m\u00fcssen, kommen nicht wieder. Ein Aussterben, insbesondere mittelst\u00e4ndischer Brauereien, muss unbedingt verhindert werden. Mit dem Mehrwegsystem sind bundesweit rund 145.000 gr\u00fcne Arbeitspl\u00e4tze verbunde n&#8220;, sagt der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstand des GFGH Dirk Reinsberg.  &#8220; F\u00fcr eine selbstbestimmte und klimafreundliche Entscheidung am Verkaufsregal ist es notwendig, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Mehrweg und Einweg eindeutig unterscheiden k\u00f6nnen. Eine Kennzeichnung auf dem Produkt kann den gesetzlich vorgeschriebenen Hinweis in der N\u00e4he des Produktes weiter verbessern. Umweltministerin Schulze sollte daher eine erg\u00e4nzende Kennzeichnung auf der Verpackung schnell umsetzen. Je mehr Transparenz beim Getr\u00e4nkekauf, desto besser&#8220; , sagt der VDGE-Vorstand Andreas Vogel.  &#8220; Nach wie vor sind bestimmte Getr\u00e4nkesegmente, wie beispielsweise S\u00e4fte und Nektare, von der Einwegpfandpflicht befreit. Dies f\u00fchrt bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zu Verwirrung und zur Schw\u00e4chung bestehender Mehrwegsysteme. Es ist nicht nachvollziehbar, warum dieselbe Einwegplastikflasche mit Cola bepfandet, aber mit Saft unbepfandet sein soll. Die Pfandpflicht sollte vereinfacht und auf alle Einwegplastikflaschen und Getr\u00e4nkedosen ausgeweitet werden. Der Bundesrat hat zu genau dieser Forderung am 13. M\u00e4rz einen Beschluss gefasst. Diesen Beschluss begr\u00fc\u00dfen wir ausdr\u00fccklich und fordern Umweltministerin Schulze auf, diesen schnellstm\u00f6glich umzusetzen &#8222;, sagt der SIM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jens Oldenburg.  Hintergrund:  Die Wiederbef\u00fcllung von Mehrwegflaschen spart im Vergleich zur st\u00e4ndigen Neuherstellung von Einwegverpackungen erhebliche Mengen an Ressourcen, Energie und Treibhausgasemissionen ein. W\u00fcrde man alle alkoholfreien Getr\u00e4nke ausschlie\u00dflich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abf\u00fcllen, dann lie\u00dfen sich jedes Jahr 1,4 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Seit 2007 informieren Umwelt-, Verbraucher und Wirtschaftsverb\u00e4nde B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u00fcber die Klimafreundlichkeit von Getr\u00e4nkeverpackungen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen so bei einer selbstbestimmten Kaufentscheidung unterst\u00fctzt werden.  Neben den negativen Umweltauswirkungen von Einweg-Plastikflaschen werden im Rahmen der Verbraucherkampagne in diesem Jahr auch schwerpunktm\u00e4\u00dfig Getr\u00e4nkedosen thematisiert. Durch Rohstoffgewinnungs-, Veredelungs- und Schmelzprozesse ist die Herstellung von Getr\u00e4nkedosen aus Aluminium und Wei\u00dfblech energieintensiv und heizt den Klimawandel besonders stark an. Weil Dosen nur in wenigen Anlagen abgef\u00fcllt, aber bundesweit vertrieben werden, legen sie zudem besonders lange Transportstrecken zur\u00fcck.  H\u00e4ndler, Unternehmen, Abfallberater, Kommunen und gesellschaftliche Gruppen k\u00f6nnen mit kostenlosem Informationsmaterial B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger informieren. Das diesj\u00e4hrige Kampagnenmotiv zeigt einen Baum, der aus der weltweit bekanntesten Mehrwegflasche &#8211; der Perlenflasche &#8211; erw\u00e4chst. Das Motiv verdeutlicht den Beitrag regionaler und wiederverwendbarer Mehrwegflaschen zum Schutz unseres Planeten, des Klimas und der Natur.  Links:  Frei verwendbare Druckvorlagen f\u00fcr Flyer und Poster der Kampagne &#8222;Mehrweg ist Klimaschutz&#8220; finden Sie unter: https:\/\/www.duh.de\/mehrweg-klimaschutz0\/  Argumente f\u00fcr Mehrweg: https:\/\/promehrweg.de\/argumente-fuer-mehrweg\/  Ein politisches Forderungspapier zu Mehrwegschutz finden Sie unter: http:\/\/l.duh.de\/p200504a  Pressekontakt:   Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Deutsche Umwelthilfe e.V. 0170 7686923, metz@duh.de  Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft Deutsche Umwelthilfe e.V. 030 2400 867 43, 0151 18256692, fischer@duh.de  Dr. Jens Oldenburg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stiftung Initiative Mehrweg 0172 1757311, j.oldenburg@stiftung-mehrweg.de  Dirk Reinsberg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand Bundesverband des Deutschen Getr\u00e4nke fachgro\u00dfhandels e.V. 0211 683938, reinsberg@bv-gfgh.de  G\u00fcnther Guder, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand PRO MEHRWEG &#8211; Verband zur F\u00f6rderung v on Mehrwegverpackungen e.V. 0172 2424950, guder@promehrweg.de  Roland Demleitner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes Private Brauereien Deutschland e.V. 0171 5311444, info@private-brauereien-deutschland.de  Andreas Vogel, Vorstand des Verbandes des Deutschen Getr\u00e4nke-Einzelhandels e.V. 0171 8611011, vogel@getraenke-einzelhandel.de   DUH-Pressestelle:  Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, presse@duh.de http:\/\/www.duh.de, http:\/\/www.twitter.com\/umwelthilfe,  http:\/\/www.facebook.com\/umwelthilfe, http:\/\/www.instagram.com\/umwelthilfe  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/4587016 OTS:               Deutsche Umwelthilfe e.V.  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/4587016\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Mehrwegflaschen sind die umweltfreundlichste Getr\u00e4nkeverpackung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele im Klimaschutzgesetz &#8211;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-335923","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335923","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=335923"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335923\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=335923"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=335923"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=335923"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}