{"id":336108,"date":"2020-05-05T15:35:29","date_gmt":"2020-05-05T15:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/vda-praesidentin-mueller-die-vorschlaege-der-automobilindustrie-sehen-sich-den-klimazielen-verpflichtet-und-stellen-einen-starken-volkswirtschaftlichen-impuls-dar-audio\/"},"modified":"2020-05-05T15:35:29","modified_gmt":"2020-05-05T15:35:29","slug":"vda-praesidentin-mueller-die-vorschlaege-der-automobilindustrie-sehen-sich-den-klimazielen-verpflichtet-und-stellen-einen-starken-volkswirtschaftlichen-impuls-dar-audio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/vda-praesidentin-mueller-die-vorschlaege-der-automobilindustrie-sehen-sich-den-klimazielen-verpflichtet-und-stellen-einen-starken-volkswirtschaftlichen-impuls-dar-audio\/","title":{"rendered":"VDA-Pr\u00e4sidentin M\u00fcller: &#8222;Die Vorschl\u00e4ge der Automobilindustrie sehen sich den Klimazielen verpflichtet und stellen einen starken volkswirtschaftlichen Impuls dar&#8220; (AUDIO)"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Politik und Automobilindustrie haben heute Morgen vereinbart, dass die noch offenen Punkte zeitnah behandelt werden  Anmoderation:  Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute (Dienstag, 05.05.) in einer Telefonkonferenz mit Vertretern der deutschen Automobilindustrie \u00fcber Wege aus der Corona-Krise gesprochen. Der coronabedingte Lockdown hat die Branche in Bedr\u00e4ngnis gebracht.<!--more--> Autoh\u00e4user waren wochenlang geschlossen und die Kunden z\u00f6gern mit der Anschaffung von langlebigen Konsumg\u00fctern. Alle deutschen Hersteller mussten deshalb die Produktion herunterfahren, auch weil es Probleme mit den Lieferketten gab. Inzwischen ist die Produktion aber wieder langsam angelaufen. Mit 833.000 Besch\u00e4ftigten gilt der Automobilsektor als Schl\u00fcsselindustrie in Deutschland. Kein Wunder, dass auch sechs Bundesminister an dem Gespr\u00e4ch heute teilgenommen haben. \u00dcber die Ergebnisse des Automobilgipfels haben wir mit VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller gesprochen:  1. Frau M\u00fcller, was ist herausgekommen beim Autogipfel? Es war ein sehr konstruktives Gespr\u00e4ch. Wir haben anfangs nat\u00fcrlich erst einmal sehr ausf\u00fchrlich gemeinsam auf die aktuelle Lage in der Automobilindustrie geschaut. Wir sind in einer tiefen Rezession, der schwersten seit der Nachkriegsgeschichte. Im M\u00e4rz hatten wir minus 38 Prozent Absatz in Deutschland, in Europa sah die Lage noch schwieriger aus. Und wir haben nat\u00fcrlich auch im April weiter schlechte Zahlen. Das f\u00fchrt zu dramatischen Konsequenzen in der Automobilindustrie, was nicht nur die Hersteller umfasst, sondern auch die Zulieferer, aber auch vor- und nachgelagerte Wertsch\u00f6pfungsbereiche: Viele Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, und insofern ist das eine sehr schwierige Situation. (0:35)  2. Wie war die Atmosph\u00e4re im Kanzleramt? Eine sehr konstruktive. Ich m\u00f6chte auch noch einmal ausdr\u00fccklich betonen, dass ich finde, dass die Politik in Deutschland bisher sehr angemessen regiert hat. Das bringt uns jetzt in eine Lage, in der wir wieder \u00fcber \u00d6ffnungsschritte nachdenken k\u00f6nnen, dass auch wir sicher sein k\u00f6nnen, dass unsere Mitarbeiter, aber auch unsere Kunden sicher und umfassend auch an den Arbeitsplatz oder in die H\u00e4ndlerbetriebe zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen, das Primat gilt dort ausdr\u00fccklich. Und es ist jetzt aber nat\u00fcrlich genauso entscheidend, dass wir jetzt Mut finden, wieder Arbeit aufzunehmen, die Menschen auch aus Kurzarbeitergeld und anderen Bereichen wieder herauszuholen. Deshalb ist es jetzt sehr wichtig, dass die Volkswirtschaft sich auch erholt, dass wir nicht in einer tiefen Rezession verharren. (0:35)  3. Was muss aus Ihrer Sicht jetzt geschehen? Wir haben verschiedene Betroffenheiten in Deutschland, ganz dramatische auch mit pers\u00f6nlichen Konsequenzen f\u00fcr die Menschen, die Branchen sind unterschiedlich betroffen. Und ich glaube, die Branchen brauchen jetzt unterschiedliche Stimulierung, um ihre volkswirtschaftliche Aufgabe auch wieder aufnehmen zu k\u00f6nnen und deshalb ist es aus unserer Sicht heraus ganz wichtig, dass auch die Automobilindustrie in Deutschland zur\u00fcck kommt in die Produktion, dass die Kette wieder in Gang kommt. Wir haben im letzten Jahr 58 Milliarden Euro an Geh\u00e4ltern und Lohnkosten gezahlt, wir haben \u00fcber 90 Milliarden Euro an Steuern gezahlt. Eine enorme Wertsch\u00f6pfung, die hier ist, die darf in den Sozialkassen nicht dauerhaft fehlen, deshalb ist es wichtig, dass die Arbeit wieder aufgenommen wird, dass wir nicht in Kurzarbeitergeld und anderen Punkten verharren. Unsere Vorschl\u00e4ge sollten sich danach ausrichten, wie wir das wieder stimulieren k\u00f6nnen, dass die Menschen wieder Mut fassen, Pkws oder Nutzfahrzeuge zu kaufen, ein ganz entscheidender Punkt. (0:51)  4. Wie sollen die verkaufsf\u00f6rdernden Ma\u00dfnahmen konkret aussehen? Ich glaube, wir haben, wie die Wirtschaft insgesamt, nat\u00fcrlich die Frage von Belastungen. Die sind \u00fcber Steuern und Abgaben, \u00fcber Abschreibungsm\u00f6glichkeiten und Verlustverrechnungen, das ist ein Thema. Und nat\u00fcrlich ist auch die Frage zu stellen, ob wir und wie wir stimulierend \u00fcber Neustartpr\u00e4mien zum Kauf von Pkw und Nutzfahrzeugen motivieren k\u00f6nnen. F\u00fcr uns ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass es sich auch hierbei um Fahrzeuge handelt, die nat\u00fcrlich mit wesentlich besseren CO2-Werten und Schadstoffbelastungen in den Markt kommen, als bisherige. Deshalb glauben wir, dass die Vorschl\u00e4ge, die wir aus der Automobilindustrie haben, sich nat\u00fcrlich genauso den Klimazielen verpflichten, wie auch gleichzeitig einem volkswirtschaftlichen Impuls. (0:39)  5. Die Verbraucher sind verunsichert, wie schnell brauchen Sie und Ihre Industrie jetzt Klarheit? Wir haben vereinbart, dass wir die offenen Fragen und Punkte jetzt sehr zeitnah miteinander besprechen wollen. Wichtig ist auch sicherlich, Bund, Gewerkschaften, L\u00e4nder, aber nat\u00fcrlich auch die betroffenen Industrien einzubeziehen. Uns ist, glaube ich, allen klar, dass wir keine monatelangen Diskussionen \u00fcber solche Instrumente brauchen k\u00f6nnen, sondern dass wir idealerweise sp\u00e4testens Ende Mai, Anfang Juni auch \u00fcber entsprechende Ma\u00dfnahmen beschlie\u00dfen. Deshalb werden wir die Fragen, die kommen, beantworten und &#8211; hoffe ich &#8211; bis dahin auch einen sehr vern\u00fcnftigen Vorschlag vorlegen k\u00f6nnen, der gut erkl\u00e4rbar ist und zu den entsprechenden Effekten f\u00fchren kann. Wir glauben, dass wir die Fragen der Politik alle gut beantworten k\u00f6nnen und freuen uns deshalb auf diese Diskussion. (0:39)  6. Geht es eigentlich nur um die Autoindustrie oder auch um die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette? Deshalb sind solche Ma\u00dfnahmen, wie wir sie \u00fcberlegen, glaube ich, auch sehr effektiv, weil sie nat\u00fcrlich auch in vor- und nachgelagerten Bereichen Impulse ausl\u00f6sen. Wenn die Werke wieder aufmachen, wenn die H\u00e4ndler wieder absetzen k\u00f6nnen, dann kommt nat\u00fcrlich eine ganze Wertsch\u00f6pfungskette in Gang. Es wird dann zu Neubestellungen im Maschinenbau kommen, Chemie- und Kunststoffindustrie werden auch wieder hochfahren k\u00f6nnen. Aber auch, der B\u00e4cker um die Ecke, Handel, Handwerk und Gewerbe werden wieder mit anspringen k\u00f6nnen, wenn dieser wichtige Wirtschaftsmotor in Deutschland anspringen kann. Deshalb geht es hier nicht um irgendeine Sonderbehandlung von Automobilherstellern, sondern wirklich um eine Kernindustrie Deutschlands, die weite und umfassende Impulse nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa ausl\u00f6sen kann. Wir m\u00fcssen jetzt in dieser neuen Normalit\u00e4t, wie viele auch sagen, in der Zeit, in der wir mit dem Coronavirus sehr wahrscheinlich noch lange leben m\u00fcssen, trotzdem auch schauen, dass die wirtschaftliche Kraft des Landes erhalten bleibt und dort, wo es ganz schwierig aussieht, auch weiter die sozialen Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen gezahlt werden k\u00f6nnen &#8211; Kurzarbeitergeld und andere Punkte. Aber alle, die k\u00f6nnen, m\u00fcssen jetzt schrittweise vern\u00fcnftig zur\u00fcck in Arbeit kommen. (1:00)  7. Die deutsche Autoindustrie verkauft nur einen Teil ihrer Produktion in Deutschland. Braucht es da nicht eigentlich eine europ\u00e4ische L\u00f6sung? Wichtig ist erst einmal, dass die Lieferketten und die Wertsch\u00f6pfungsstufen europaweit und auch international wieder ineinandergreifen. Offene Grenzen sind wichtige Punkte daf\u00fcr. Deshalb ist auch wichtig, dass die Europ\u00e4ische Union sich dieses Thema jetzt auch vorgenommen hat. Und wenn ich das richtig verstehe -und wir unterst\u00fctzen das ausdr\u00fccklich &#8211; gibt es ja auch \u00fcber die EU einen so genannten Recovery Plan, der unterst\u00fctzen soll, dass die Volkswirtschaften in Europa wieder in Gang kommen. Deutschland steht vor gro\u00dfen Herausforderungen, aber oftmals noch stabiler da als andere L\u00e4nder. Und es ist in unserem deutschen Interesse, glaube ich auch, dass Europa insgesamt zur Wertsch\u00f6pfung zur\u00fcckfindet. Dass nicht nur die dramatischen Situationen in den Gesundheitssystemen sich verbessern, sondern dass insbesondere jetzt auch wieder Perspektiven f\u00fcr Menschen und Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden. (0:42)  Abmoderation:  Hildegard M\u00fcller, die Pr\u00e4sidentin des VDA im Interview zu den Ergebnissen des Autogipfels heute im Kanzleramt.  Pressekontakt:  VDA: Eckehart Rotter, 030 897842 120 all4radio: Hermann Orgeldinger, 0711 3277759 0  Weiteres Material: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/32847\/4588993 OTS:               VDA Verband der Automobilindustrie e.V.  Original-Content von: VDA Verband der Automobilindustrie e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/32847\/4588993\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Politik und Automobilindustrie haben heute Morgen vereinbart, dass die noch offenen Punkte zeitnah behandelt werden Anmoderation: Bundeskanzlerin<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-336108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=336108"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336108\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=336108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=336108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=336108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}