{"id":33701,"date":"2011-05-18T15:46:10","date_gmt":"2011-05-18T13:46:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=33701"},"modified":"2011-05-18T15:46:10","modified_gmt":"2011-05-18T13:46:10","slug":"teilzeit-berufsausbildung-ist-keine-halbe-sache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/teilzeit-berufsausbildung-ist-keine-halbe-sache\/","title":{"rendered":"Teilzeit-Berufsausbildung ist keine halbe  Sache"},"content":{"rendered":"<p>Zippendorfer Landbrot Inh. Bernd Sachau bietet Nadine Vedder<\/p>\n<p>Berufsperspektive<\/p>\n<p>Eine betriebliche Ausbildung in Teilzeit mit Kind? F\u00fcr viele Ausbildungsbetriebe passt das zun\u00e4chst nicht zusammen. \u201eDoch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem steigenden Fachkr\u00e4ftebedarf sollte moderne Personalpolitik alle M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen. Eine Ausbildung ist und bleibt die Eintrittskarte in eine berufliche Zukunft und sichert Unternehmen motivierte und qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte\u201c, erkl\u00e4rt Wolfgang Werner, Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck.<!--more--><br \/>\nDie 23-j\u00e4hrige Nadine Vedder erh\u00e4lt bei Zippendorfer Landbrot Inh. Bernd Sachau nach ihrer Elternzeit diese Chance. In einem Praktikum konnte sie den Betrieb von ihrer Eignung sowie Motivation \u00fcberzeugen und startet im August mit einer<br \/>\nTeilzeitausbildung zur Fachverk\u00e4uferin \u2013 Lebensmittelhandwerk (B\u00e4ckerei). \u201eWir haben bereits vor einigen Jahren eine Teilzeitausbildung durchgef\u00fchrt und gute Erfahrungen damit gemacht. Wir brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter und bieten gerne die M\u00f6glichkeit, Beruf und Familie miteinander zu verbinden\u201c, erl\u00e4utert Jan Sachau, Junior-Chef des Betriebes. Zippendorfer Landbrot hat 16 Filialen und besch\u00e4ftigt 95 Mitarbeiter, 60 davon im Verkauf. Ein Drittel sind Auszubildende in den Berufen Fachverk\u00e4ufer\/in \u2013 Lebensmittelhandwerk, B\u00e4cker und Konditor. Die \u00dcbernahmem\u00f6glichkeiten nach der Ausbildung sind sehr gut.<\/p>\n<p>Den Kontakt zwischen Betrieb und k\u00fcnftiger Auszubildender hat Monika Schernus von der Industrie- und Handelskammer zu L\u00fcbeck (IHK) hergestellt. Sie ist Ansprechpartnerin im Rahmen des Projektes Teilzeitausbildung, das in gemeinsamer Tr\u00e4gerschaft mit den Handwerkskammern seit 2005 in Schleswig-Holstein durchgef\u00fchrt wird. Die Finanzierung der insgesamt vier Beratungsstellen in L\u00fcbeck, Kiel, Flensburg und Itzehoe erfolgt aus Mitteln des Zukunftsprogrammes Arbeit durch das Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein sowie dem<br \/>\nEurop\u00e4ischen Sozialfonds.  Grundlage f\u00fcr das Projekt war die seit 2005 bestehende M\u00f6glichkeit des \u00a7 8 Berufsbildungsgesetz (BBiG), wegen Kinderbetreuung oder Pflege von Angeh\u00f6rigen die t\u00e4gliche oder w\u00f6chentliche Ausbildungszeit zu verk\u00fcrzen. Betriebe und Auszubildende vereinbaren eine Stundenzahl zwischen 20 und 30 Wochenstunden. Sie legen fest, wie diese geleistet werden soll und ob die Ausbildungszeit um maximal ein Jahr verl\u00e4ngert wird. Der Berufsschulunterricht findet dabei in Vollzeit statt. Seit Beginn des Projektes sind im IHK-Bezirk L\u00fcbeck 390 Teilzeit-Ausbildungsvertr\u00e4ge entstanden. Drei Viertel der Unternehmen sind laut einer aktuellen IHK-Befragung mit dem Verlauf der Ausbildung zufrieden, ben\u00f6tigen keine besonderen Anforderungen bei der Umsetzung und gaben an, dass die verringerte Stundenzahl ausreicht, um die Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Die Befragung widerlegt auch die Bef\u00fcrchtung, dass die Teilzeitauszubildenden \u00f6fter fehlen. 47 Prozent der Betriebe gaben an, dass die Fehlzeiten gleich hoch und bei 12 Prozent sogar niedriger als bei Vollzeitausbildungsverh\u00e4ltnissen sind.<\/p>\n<p>\u201eObwohl die Arbeitszeit reduziert ist, ist die Ausbildung keine halbe Sache und verlangt viel Engagement von den jungen Leuten. Leider sind Teilzeit-Modelle, die sich in der Besch\u00e4ftigung bew\u00e4hrt haben, in der Berufsausbildung noch eher die Ausnahme. Aktuell suchen im s\u00fcdlichen Teil Schleswig-Holsteins 300 junge Menschen eine zeitreduzierte Ausbildung. Ich w\u00fcnsche mir, dass sich mehr Betriebe f\u00fcr Teilzeitausbildungen \u00f6ffnen\u201c, appelliert Karin Koop, Beauftragte f\u00fcr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Arbeitsagentur L\u00fcbeck, an Betriebe.<\/p>\n<p>\u201eNeben der Teilzeitausbildung m\u00f6chte ich am heutigen bundesweiten Tag des Ausbildungsplatzes verst\u00e4rkt daf\u00fcr werben, auch leistungsschw\u00e4cheren Bewerbern eine Chance zu bieten. In einigen Jahren werden uns diese Fachkr\u00e4fte fehlen, wenn<br \/>\nwir nicht rechtzeitig alle Potenziale aussch\u00f6pfen. Es gibt Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten wie zum Beispiel ausbildungsbegleitende Hilfen. Sprechen Sie mit unserem Arbeitgeber-Service\u201c, erg\u00e4nzt Werner.<\/p>\n<p>Den Arbeitgeber-Service f\u00fcr L\u00fcbeck und Ostholstein erreichen Betriebe unter der 0180 1 664466 (Festnetzpreis 3,9 ct\/min; Mobilfunkpreise h\u00f6chstens 42 ct\/min).<\/p>\n<p>Zum Thema Teilzeitausbildung steht Monika Schernus, Ansprechpartnerin f\u00fcr die Teilzeitausbildung f\u00fcr das Handwerk sowie f\u00fcr die IHK, unter der Telefonnummer 0451 6006-144 beziehungsweise E-Mail schernus@ihk-luebeck.de gerne zur Verf\u00fcgung. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.teilzeit-ausbildung.de .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zippendorfer Landbrot Inh. Bernd Sachau bietet Nadine Vedder Berufsperspektive Eine betriebliche Ausbildung in Teilzeit mit Kind? 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