{"id":3402,"date":"2007-04-10T08:36:52","date_gmt":"2007-04-10T08:36:52","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=3302"},"modified":"2007-04-10T08:36:52","modified_gmt":"2007-04-10T08:36:52","slug":"als_wrde_sich_die_apostelgeschichte_in_unserer_zeit_in_china_wiederholen_heavenly_man","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/als_wrde_sich_die_apostelgeschichte_in_unserer_zeit_in_china_wiederholen_heavenly_man\/","title":{"rendered":"Als w\u00fcrde sich die Apostelgeschichte in unserer Zeit in China wiederholen: &#8222;Heavenly Man&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"HeavenlyMan\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/HeavenlyMan.jpg\" alt=\"HeavenlyMan\" \/><br \/>\nAls w\u00fcrde sich die Apostelgeschichte in unserer Zeit in China wiederholen: Yun kommt mit 16 zum Glauben. Er wird verhaftet, kann entkommen, wird wieder verhaftet und im Gef\u00e4ngnis gefoltert. Doch er bleibt ein Zeuge Gottes. In riesigen Wellen verbreitet sich der Glaube in China. <br \/>\nVon der chinesischen Polizei nach Namen und Wohnort gefragt, will er beides nicht preisgeben, um die Christen in seiner Hauskirche nicht zu gef\u00e4hrden. Er antwortet: &#8222;Ich bin ein Mann des Himmels. Ich wohne im Evangeliumsdorf.&#8220; So kommt Yun zu seinem Spitznamen &#8222;Heavenly Man&#8220;.<!--more-->Verhaftet und gefoltert<br \/>\nSein Leben liest sich wie ein Abenteuerroman. Oder besser: wie eine neue Version der Apostelgeschichte. Mit 16 wendet sich Yun dem christlichen Glauben zu und weiss sich bald von Gott beauftragt. So predigt der Bauernsohn bereits kurz nach seinem Bekehrungserlebnis zum ersten Mal. Den chinesischen Beh\u00f6rden ein Dorn im Auge, wird er immer wieder verhaftet, kann aber mehrfach auf wundersame Weise fliehen. Doch schliesslich kommt er ins Gef\u00e4ngnis und wird schwer gefoltert. Sein &#8222;Verbrechen&#8220;: Er dient einem Reich, das nicht von dieser Welt ist. Was das f\u00fcr ein Reich ist, das verstehen seine Peiniger nicht, aber sie wissen: Es ist nicht der Kommunismus, den er verk\u00fcndet.<br \/>\n&#8222;Yun hat das Leiden nicht gesucht&#8220;, wie Armin Keller in seinem Vorwort zur im Brunnen Verlag Giessen erschienen Yun-Biografie &#8222;Heavenly Man&#8220; schreibt, &#8222;sondern ist ihm, wenn m\u00f6glich, ausgewichen. Sein Ziel ist es, in jeder Lage das <br \/>\nEvangelium zu verk\u00fcndigen&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Dienst nicht wichtiger als die Familie&#8220;<br \/>\nDer Bericht gibt ein \u00fcberw\u00e4ltigendes Beispiel f\u00fcr Gottes Treue und Barmherzigkeit, wie er eine Familie durch viel Leiden hindurch getragen und treu erhalten hat.&#8220; Yun berichtet, darauf weist Keller hin, &#8222;auch offen von verschiedenen Fehlern und wie er lernen musste, seine Familie nicht zu vernachl\u00e4ssigen. Eindringlich warnt er die Verk\u00fcndiger im Reich Gottes, dass nicht der Dienst wichtiger werde als die Liebe zu Gott und zur Familie.&#8220;<br \/>\nAls &#8222;Gottes Gnade&#8220; bezeichnet es Yun, dass er auch im Gef\u00e4ngnis standhaft an seinem Gott festh\u00e4lt. Manche Gefangenenw\u00e4rter merken, dass er kein brutaler Verbrecher ist, sondern ein christlicher Pastor, von dem etwas ausgeht, was ihnen fehlt. So stecken sie einmal einen jungen Mann in seine Zelle, der wegen Vergewaltigung und Mord zum Tode verurteilt ist und schon mehrfach versucht hat, sich umzubringen. Yun soll daf\u00fcr sorgen, dass der Todeskandidat bis zur Hinrichtung am Leben bleibt.<\/p>\n<p>Auch ein Mensch<br \/>\nHuang ist verwahrlost wie ein Tier, er hasst und wird gehasst. Der junge Mann hat mit dem Leben vollkommen abgeschlossen. Yun \u00fcberredet die anderen M\u00e4nner in der Zelle, die sich durch ihn ebenfalls dem christlichen Glauben ge\u00f6ffnet haben, Huang wie einen &#8222;verlorenen Sohn des himmlischen Vaters&#8220; aufzunehmen. Zuerst wollen sie nicht, aber als sie sehen, wie Yun ihm behutsam das Gesicht w\u00e4scht, freundlich mit ihm spricht und sein karges, kostbares Essen mit ihm teilt, sehen sie hinter dem verdreckten, finsteren \u00c4usseren den verzweifelten Menschen. Als Huang zur Hinrichtung gef\u00fchrt wird, hat er den Frieden Jesu gefunden und stirbt ruhig und vers\u00f6hnt, in der Hoffnung auf das ewige Leben.<br \/>\n&#8222;Gott, du hast mich betrogen&#8220;<br \/>\nIn seiner ersten langen Haft beginnt Yun ein wochenlanges Fasten, nimmt keinerlei Essen oder Fl\u00fcssigkeit zu sich. Auf diese Weise hofft Yun, die Folterungen zu \u00fcberstehen, ohne andere Christen zu verraten. Er konzentriert sich ganz auf das Gebet und schweigt auf alle Fragen seiner Peiniger. Im Gef\u00e4ngnis spricht sich das herum und dringt auch nach draussen: Da lebt ein Wundermann ohne Essen und Trinken. Unz\u00e4hlige Male wird versucht, Yun in der Haft k\u00f6rperlich und seelisch zu zerbrechen. Schliesslich wird er im Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis von Zhengzhou so misshandelt, dass er endg\u00fcltig seine Beine nicht mehr bewegen kann. Yun ist am Tiefpunkt seines Lebens. Alles hat er mit Gottes Kraft ertragen: Elektroschocks und viele andere furchtbarste Folterungen. Aber jetzt f\u00e4ngt er an, mit Gott zu hadern. Er wollte doch f\u00fcr ihn arbeiten. Und jetzt verrottet er dort. Seine Beine sind schon schwarz, er sieht keine Zukunft mehr f\u00fcr sich. &#8222;Du hast mich betrogen!&#8220;, wirft er Gott vor.<\/p>\n<p>Die Flucht<br \/>\nDa bekommt er eines Morgens auf dreierlei Weise die Aufforderung, er solle fliehen &#8211; durch ein Bibelwort, durch den Mitgefangenen Xu Yongze, einen der Haupt-Verantwortlichen der Hauskirchen-Bewegung, und in einer Vision. Doch Yun kann sich nicht vorstellen, wie das gehen soll, da ihm seine Beine seit der letzten Misshandlung den Dienst versagen. Zur Toilette muss ihn jeweils ein Gefangener tragen, die Zellengenossen waschen seine W\u00e4sche, weil er nicht mehr in der Lage ist, sich aufzurichten&#8230;<br \/>\nAber er geht los. In dem Moment, als er die Eisent\u00fcr auf seinem Stockwerk erreicht, wird sie f\u00fcr einen Mitgefangenen ge\u00f6ffnet, der auf seine Zelle zur\u00fcckgebracht werden soll. Zeitgleich klingelt ein Telefon, der W\u00e4chter l\u00e4uft los, um abzunehmen, nimmt keinerlei Notiz von Yun! Der andere Gefangene guckt Yun v\u00f6llig entgeistert an und geht in seine Zelle.<br \/>\nDie n\u00e4chste Sicherheitst\u00fcr steht offen, da ein W\u00e4chter den ganzen Tag daneben sitzt und sie bewacht. Als Yun sie passiert, guckt er durch Yun hindurch, als sei der Pastor unsichtbar. Yun betet die ganze Zeit, Gott m\u00f6ge seine Seele aufnehmen, denn er rechnet fest damit, dass er in den n\u00e4chsten Sekunden wegen Fluchtversuchs erschossen wird. Doch er setzt einen Fuss vor den anderen. Erst viel sp\u00e4ter wird ihm bewusst, dass er ja gehen kann!<br \/>\nVerschiedene andere Gefangene sind Zeugen seines Weges vom dritten Stock nach unten. Dann betritt er den Hof. Dort stehen etliche W\u00e4chter herum. Yun geht und geht &#8211; keiner nimmt von ihm Notiz! Dann das hohe Gef\u00e4ngnistor, das ihn noch von der Freiheit trennt. Es ist nur angelehnt! Yun kann es zuerst nicht glauben. Das Tor stand bisher niemals offen. Und noch nie seit Bestehen dieses Gef\u00e4ngnisses ist jemandem die Flucht gelungen.<br \/>\nDoch nach wenigen weiteren Sekunden ist Yun draussen. Auf der Strasse f\u00e4hrt ein gelbes Taxi vor. Yun steigt ein, der Fahrer fragt, wohin er wolle &#8230; Yun ist frei!<br \/>\nF\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter beginnt die Grossfahndung. Alle Hauptverkehrsadern der Stadt werden gesperrt, s\u00e4mtliche Autos kontrolliert. Der Taxifahrer umf\u00e4hrt aber auf Bitten Yuns die grossen Strassen und bringt ihn unentdeckt zu christlichen Freunden. Diese haben in einer Vision Yuns Befreiung gesehen und schon ein Versteck f\u00fcr ihn vorbereitet. Die pl\u00f6tzlich losbrechenden sintflutartigen Regenf\u00e4lle beseitigen alle Spuren.<br \/>\nDie Beh\u00f6rden sind ratlos: Einem Gefangenen, der sich nicht auf den Beinen halten, geschweige denn einen Schritt gehen kann, gelingt die Flucht aus einem Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis! Das Fernsehen berichtet von seiner Flucht in den Abendnachrichten. Die anschliessende Untersuchung des Vorfalls f\u00fchrt zu dem Ergebnis, dass Yun bei seiner Flucht keine Hilfe von den anderen Gefangenen oder Wachen erhalten hat.<\/p>\n<p>Geheime Bibelschule<br \/>\nMan hat Yun, einen der Leiter in der chinesischen Hauskirchen-Bewegung, immer wieder als einen modernen Apostel bezeichnet. Durch ihn und zahllose andere Christen breitet sich das Evangelium in China wie in riesigen Wellen aus. Sie kommen kaum nach mit Predigen, Beten und Taufen. Zusammen mit seiner Frau und einigen anderen Verantwortlichen der Hauskirchen-Bewegung gr\u00fcndet Yun versteckt in den Bergen eine geheime Bibelschule, die Mitarbeiter und Evangelisten ausbildet.<br \/>\nYun ergreift auch die Initiative zur Vers\u00f6hnung und Einigung verschiedener Hauskirchen-Netzwerke, die durch Ger\u00fcchte und Missverst\u00e4ndnisse schon lange nicht mehr miteinander gesprochen haben.<br \/>\nEs geschehen viele Wunder. Doch das gr\u00f6sste Wunder ist f\u00fcr Yun nach wie vor, wenn ein Mensch den lebendigen Gott erkennt und zu ihm umkehrt. Das erlebt er auf der Strasse, im Gef\u00e4ngnis, unterwegs.<br \/>\nZu Christen in der staatlich anerkannten &#8222;Patriotischen Drei-Selbst-Kirche&#8220; hat Yun ein offenes, br\u00fcderliches Verh\u00e4ltnis. \u00dcber die Br\u00fcder und Schwestern dort spricht er sehr positiv. Allerdings: Ihre F\u00fchrung h\u00e4lt er f\u00fcr korrupt, von der Regierung gekauft.<br \/>\nHeute lebt der 47-J\u00e4hrige mit seiner Frau und den beiden Kindern in Deutschland. Ein Land, das ihn herzlich aufgenommen hat, wie er sagt. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Pastor im Reisedienst. Von 20 Jahren Ehe hat er sieben Jahre in Gef\u00e4ngnissen und Lagern verbracht, weitere Jahre lebte er innerhalb Chinas im Untergrund.<\/p>\n<p>Ein schwerer Weg hinter sich<br \/>\nSeine Frau wurde massiv unter Druck gesetzt, sich von ihm scheiden zu lassen. &#8222;Dein Mann wird sowieso zum Tode verurteilt.&#8220; Sie und ihre beiden Kinder mussten hungern, da man ihr nach seiner Verhaftung alles genommen hatte, was auch nur irgendeinen Wert besass, sogar die Kocht\u00f6pfe. Wie viele Angeh\u00f6rige von Gefangenen erlebten sie die soziale \u00c4chtung im Dorf, auch die meisten Verwandten kehrten ihnen den R\u00fccken: Wer in China den Kontakt zur Familie eines Gefangenen weiterf\u00fchrt, ist Repressalien ausgesetzt.<br \/>\nAuch in seiner neuen Heimat reissen die Angriffe nicht ab. Yun wird als L\u00fcgner diffamiert. Aber der Chinese hat gelernt, mit solchen Anschuldigungen umzugehen. Er ist davon \u00fcberzeugt: Die christliche Gemeinde muss \u00fcberall, also auch im Westen, mit Attacken von der anderen Seite rechnen. Man sieht dem bescheidenen Mann, der einen im Gespr\u00e4ch anstrahlt, seine unglaublichen Leiden nicht an. Er bezeugt: Jesus hat ihn in keiner Situation allein gelassen. &#8222;Ich habe nicht f\u00fcr Jesus im Gef\u00e4ngnis gelitten. Ich war mit Jesus im Gef\u00e4ngnis.&#8220;<br \/>\nJetzt hat Yun zum ersten Mal f\u00fcr ein Buch seine Geschichte selbst erz\u00e4hlt &#8211; Paul Hattaway, einem englischen Christen seines Vertrauens. Der Fachmann f\u00fcr die Entwicklung der modernen chinesischen Kirchen leitet &#8222;Asia Harvest&#8220;, eine Organisation, die die Arbeit der chinesischen Gemeinden unterst\u00fctzt. Er lebt zurzeit in Thailand.<br \/>\nMan glaubt Yun schnell, dass er sich mit seinen Erfahrungen nicht hervortun will. Denn seine Bescheidenheit und Liebe zu Gott schimmert \u00fcberall durch das Erz\u00e4hlte. Schier unglaublich erscheinen vielen Menschen im Westen jedoch manche Wunder, die er schildert. Ist das wirklich so passiert? Zwei der obersten Kirchenleiter der Hauskirchen-Bewegung in China, die \u00fcber viele Jahre mit ihm zusammen gearbeitet und gelitten haben &#8211; Xu Yongze und Zhang-Rongliang -, best\u00e4tigen die Ereignisse in ihren Vorworten: Es ist alles authentisch, nichts erfunden!<\/p>\n<p>Mit seinem Buch will Yun Gottes m\u00e4chtige Taten bezeugen und die Christen im Westen &#8222;herausfordern&#8220;. Damit sie &#8222;zur\u00fcck zu den Urspr\u00fcngen&#8220; gehen, &#8222;damit sie die Stimme Jesu wieder h\u00f6ren&#8220;. Denn, so schreibt er: &#8222;Jesus ist es wahrhaftig wert &#8230;, dass wir ihm unser ganzes Leben geben. Wenn Sie das tun, werden Sie es sicher nie bereuen.&#8220;<\/p>\n<p>Heavenly Man<br \/>\n336 Seiten, Taschenbuch,<br \/>\nBrunnen Verlag Giessen 2004<br \/>\nISBN 3-7655-3788-8<\/p>\n<div align=\"center\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/HeavenlyMan_400.jpg\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als w\u00fcrde sich die Apostelgeschichte in unserer Zeit in China wiederholen: Yun kommt mit 16 zum Glauben. Er wird verhaftet,<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-3402","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rezensionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3402","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3402"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3402\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3402"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3402"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3402"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}