{"id":342895,"date":"2020-05-04T09:57:22","date_gmt":"2020-05-04T09:57:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-betrueger-machen-sich-die-corona-pandemie-zunutze-2\/"},"modified":"2020-05-04T09:57:22","modified_gmt":"2020-05-04T09:57:22","slug":"lka-sh-betrueger-machen-sich-die-corona-pandemie-zunutze-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-betrueger-machen-sich-die-corona-pandemie-zunutze-2\/","title":{"rendered":"LKA-SH: Betr\u00fcger machen sich die Corona-Pandemie zunutze"},"content":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Nach dem deutlichen R\u00fcckgang der Allgemeinkriminalit\u00e4t seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnete das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein in der vergangenen Woche erstmals wieder eine Zunahme der Delikte, wenn auch deutlich unter dem Niveau des Vergleichszeitraumes im Vorjahr.  Ein besonderes Augenmerk der Ermittler gilt derzeit der Entwicklung bei einigen Betrugsph\u00e4nomenen.<!--more-->So besteht der Verdacht, dass Betr\u00fcger derzeit auch in Schleswig-Holstein die eigentlich den besonders belasteten Kleinunternehmen vorbehaltenen Corona-Soforthilfen nutzen, um sich zu bereichern. Staatliche Hilfen k\u00f6nnten ohne Berechtigung zum Beispiel f\u00fcr gar nicht oder nicht mehr existente Unternehmen beantragt und auch ausgezahlt worden sein. Noch liegen zwar nur wenige Anzeigen vor, aber es wird bef\u00fcrchtet, dass diese Zahlen noch zunehmen k\u00f6nnten. Polizei und Staatsanwaltschaft haben vereinbart, diese Subventionsbetr\u00fcgereien konsequent zu verfolgen. Sie stehen hierzu im Austausch mit anderen beteiligten Beh\u00f6rden und Institutionen, um in solchen F\u00e4llen schnell handeln zu k\u00f6nnen. Diese Variante zeigt, wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich im Verlauf der weltweiten Corona-Pandemie t\u00e4glich \u00e4ndern, Betr\u00fcgern vielf\u00e4ltige Tatgelegenheiten bieten. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die sich jeden Tag mit neuen Anforderungen wie z. B. der j\u00fcngst beschlossenen Maskenpflicht konfrontiert sehen, k\u00f6nnten so leicht verunsichert und Opfer eines Betruges werden. \u00dcberall dort, wo eine gro\u00dfe Nachfrage, aber nur ein kleines Angebot existiert, haben Betr\u00fcger leichtes Spiel. Die Fallzahlen haben zwar kein besorgniserregendes Ausma\u00df angenommen, aber dennoch m\u00fcssen sich die Ermittlungsbeh\u00f6rden auf die F\u00e4higkeit der Betr\u00fcger, sich die neue Corona-Lage zunutze zu machen, einstellen. Auch wenn die Gesch\u00e4fte teilweise wieder \u00f6ffnen, sehen viele in Online-Bestellungen derzeit eine Alternative. Mit mehr Onlinehandel geht f\u00fcr den Kunden aber auch die Gefahr einher, an einen Fake-Shop zu geraten. So gehen bei der Polizei vermehrt Anzeigen zu diesem Thema ein. Die Fallzahlen haben sich gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum auf deutlich \u00fcber 100 mehr als verdoppelt. So hat beispielsweise ein gesch\u00e4digtes Unternehmen aus Schleswig-Holstein bereits Anfang M\u00e4rz bei einem Fake-Shop tausende Anti-Viren-Schutzmasken und hunderte Liter Desinfektionsmittel f\u00fcr mehrere Zehntausend Euro bestellt und bezahlt, dann aber nicht geliefert bekommen. Auch auf Kleinanzeigen-Portalen oder Auktionsplattformen im Internet finden die Betr\u00fcger ihre Opfer. Sie stellen dort in Corona-Zeiten beliebte Waren wie Desinfektionsmittel oder Spielekonsolen zum Verkauf ein, lassen sich die Ware per Vorkasse bezahlen und liefern entweder gar nicht oder nur minderwertige Produkte. Ganz perfide wird diese Masche, wenn die Betr\u00fcger daf\u00fcr fremde Accounts &#8222;hacken&#8220; und so von deren bis dahin guten Bewertungen profitieren. Der Polizei in Schleswig-Holstein sind zwar bislang noch keine auf unser Bundesland zugeschnittenen Corona-Phishing-E-Mails oder Corona-Fake-Webseiten bekannt. Die Gefahr, dass zum Beispiel E-Mails mit Corona-Bezug auftauchen und den Nutzer zum Anklicken von Dateianh\u00e4ngen oder Internet-Links bewegen wollen, ist aber absolut real. Genauso sind in anderen Bundesl\u00e4ndern bereits gefakte Webseiten aufgetaucht, die Unternehmern Corona-Soforthilfen versprachen, aber tats\u00e4chlich nur die Daten des Antragstellers abgegriffen haben. Mit diesen Daten k\u00f6nnten sich die Betr\u00fcger dann Subventionen auf das eigene Konto \u00fcberweisen lassen. Mittlerweile wird im LKA ein dauerhaftes Internetmonitoring betrieben, um neu auftretende &#8222;Fake-Webseiten&#8220; idealerweise fr\u00fchzeitig erkennen und aus dem Netz nehmen zu k\u00f6nnen. Wie k\u00f6nnen sich B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, aber auch Firmen, vor Betr\u00fcgern sch\u00fctzen? &#8211; Wenn ein Angebot auf den ersten Blick zu gut aussieht, um wahr zu sein, sollte man im Zweifel darauf verzichten. &#8211; Den Namen eines fremden Webshops sollte man vor der Bestellung mitsamt dem Zusatz &#8222;Betrug&#8220; googeln. Das Internet ist manchmal schneller als die Polizei, neue Fake-Shops werden im Netz sehr schnell als m\u00f6gliche Betrugsquelle entlarvt. &#8211; Besondere Vorsicht sollte man beim Bezahlen walten lassen: o Sicher sind Bezahlungen per Rechnung oder mittels Bezahlsystemen mit K\u00e4uferschutz wie PayPal und im gewissen Umfang auch per Nachnahme o Ausl\u00e4ndische Shops und insbesondere ausl\u00e4ndische Konten m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig gef\u00e4hrlich sein, sollten aber mit gr\u00f6\u00dferer Vorsicht betrachtet werden. Die Anfangsbuchstaben der IBAN geben Auskunft \u00fcber die Nationalit\u00e4t. o Gleiches gilt beim Bezahlen per Vorkasse und insbesondere, wenn un\u00fcbliche Bezahlwege wie z.B. \u00fcber Bargeldtransferfirmen wie z.B. Western Union beschritten werden sollen. &#8211; In Zusammenhang mit der Beantragung von Corona-Soforthilfen d\u00fcrfen nur offizielle Webseiten der Bundesregierung, der Bundesl\u00e4nder oder der Landesbanken genutzt werden  Weitere Pr\u00e4ventionshinweise bietet die Webseite www.polizei-beratung.de , die sogar eine eigene &#8222;Corona-Sektion&#8220; enth\u00e4lt.  <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/2256\/4586773\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Nach dem deutlichen R\u00fcckgang der Allgemeinkriminalit\u00e4t seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnete das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein in der vergangenen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-342895","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342895","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342895"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342895\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342895"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342895"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342895"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}