{"id":343455,"date":"2020-06-16T14:59:43","date_gmt":"2020-06-16T14:59:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/pol-hl-hansestadt-luebeck-polizeidirektion-luebeck-sicherheitspartnerschaft-verfolgt-ziele-weiterhin-konsequent\/"},"modified":"2020-06-16T14:59:43","modified_gmt":"2020-06-16T14:59:43","slug":"pol-hl-hansestadt-luebeck-polizeidirektion-luebeck-sicherheitspartnerschaft-verfolgt-ziele-weiterhin-konsequent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pol-hl-hansestadt-luebeck-polizeidirektion-luebeck-sicherheitspartnerschaft-verfolgt-ziele-weiterhin-konsequent\/","title":{"rendered":"POL-HL: Hansestadt L\u00fcbeck &#8211; Polizeidirektion L\u00fcbeck Sicherheitspartnerschaft verfolgt Ziele weiterhin konsequent"},"content":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (ots) &#8211; Abgestimmtes Ma\u00dfnahmenpaket aus Pr\u00e4vention, Hilfe und Repression soll kriminelles Handeln fr\u00fchzeitig unterbinden  Anl\u00e4sslich der aktuellen Medienberichterstattung zum Klingenberg nehmen die Hansestadt L\u00fcbeck, die Polizeidirektion L\u00fcbeck sowie die Arbeiterwohlfahrt L\u00fcbeck Stellung zur Situation in L\u00fcbeck:  Um die nachhaltige Aufl\u00f6sung der &#8222;offenen Drogenszene&#8220; am <!--more-->Kr\u00e4henteich bis April 2020 zu gew\u00e4hrleisten und eine Etablierung an anderer Stelle zu verhindern, haben der B\u00fcrgermeister der Hansestadt L\u00fcbeck und der Leiter der Polizeidirektion L\u00fcbeck eine Sicherheitspartnerschaft (SiPa) geschlossen. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist als beratende Partnerin am Umsetzungskonzept beteiligt. Die Ma\u00dfnahmen von Polizei und Stadt sind von Anfang an nicht darauf ausgerichtet und werden auch nicht dazu f\u00fchren, dass im gesamten Stadtbild keine suchtkranken Personen mehr anzutreffen sind.  In der Sicherheitspartnerschaft wurde hierzu unter anderem festgehalten (Auszug aus der Sicherheitspartnerschaft vom 28.10.2019): &#8222;Die vorbeugende Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung sowie die Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten obliegen den staatlichen Instanzen. Gleichwohl handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die eine intensive Kooperation von staatlichen Beh\u00f6rden und kommunalen Verantwortlichen unter Einbeziehung von Lebenssituationen und Bed\u00fcrfnissen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vor Ort erfordert.&#8220;  Ziel war damit von Anfang an, dass Menschen mit Suchtproblemen nicht aus dem \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenbild verdr\u00e4ngt werden, sondern, dass die Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung und die Verfolgung von Straftaten zum Beispiel durch Dealen auf der einen Seite und die Hilfe f\u00fcr suchtkranke Menschen andererseits intensiviert werden.  Bereits im Rahmen der Vorstellung der Sicherheitspartnerschaft im vergangenen Jahr betonten B\u00fcrgermeister Jan Lindenau und Innensenator Hinsen: &#8222;Selbstverst\u00e4ndlich wird es trotz Sicherheitspartnerschaft mit Hilfsangeboten und Drogenbus weiterhin suchtkranke Menschen im Stadtbild geben&#8220;. Es gehe darum, kranken Menschen zu helfen und Beschaffungs- und Drogenkriminalit\u00e4t zu verfolgen. Deshalb werde man gravierende Verst\u00f6\u00dfe gegen die \u00f6ffentliche Ordnung weiterhin konsequent unterbinden.  Die zentralen Ziele der Sicherheitspartnerschaft sind erfolgreich umgesetzt worden und werden fortgef\u00fchrt:     &#8211;\tNachhaltige Aufl\u00f6sung der offenen Drogenszene am Kr\u00e4henteich in der Hansestadt L\u00fcbeck bis April 2020  Tatsache ist: Der offene Drogentreff am Kr\u00e4henteich ist aufgel\u00f6st und der Platz umgestaltet worden. Auf dem Platz waren zuvor zu Spitzenzeiten zeitgleich 40 bis 50 Personen der Drogenszene anzutreffen. Ruhest\u00f6rungen und Eins\u00e4tze der Polizei bis in die Nacht sind nicht mehr erforderlich. Offener, konzentrierter Drogenhandel findet nicht mehr statt. Innerhalb eines halben Jahres wurden damals Konsumeinheiten im vierstelligen Bereich sichergestellt, erg\u00e4nzend dazu konnten gr\u00f6\u00dfere Bet\u00e4ubungsmittelfunde verzeichnet und im Besonderen Haftbefehle gegen die Dealerszene erwirkt werden.     &#8211;\tBer\u00fccksichtigung der sozialen Belange der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und der suchtgef\u00e4hrdeten und suchtkranken Menschen z. B. durch die bedarfsgerechte Anpassung von sozialen und gesundheitlichen Hilfsangeboten  Seit Bestehen der Sicherheitspartnerschaft sind die Personalstellen zur Betreuung suchtkranker Menschen um 2 Vollzeitstellen aufgestockt worden. Seit Mai 2020 f\u00e4hrt zus\u00e4tzlich das Street-Mobil (StreeMo) zun\u00e4chst vorrangig die Altstadtinsel und deren Umfeld an, um dort regelm\u00e4\u00dfige Beratungen und Spritzentausch anbieten. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt soll der Einsatzradius auf die gesamte Hansestadt L\u00fcbeck erweitert werden. Das Budget f\u00fcr den Spritzentausch wurde erh\u00f6ht. In 2020 soll eine neue Begegnungsst\u00e4tte konzeptionell entwickelt und \u00f6rtlich bestimmt sein, um 2021 den Regelbetrieb in neuer Form aufzunehmen.     &#8211;\tVerhinderung der Etablierung der Drogenszene an anderer Stelle  Um eine Etablierung einer Drogenszene, \u00e4hnlich der am Kr\u00e4henteich, auch k\u00fcnftig nicht zuzulassen, haben Stadt und Polizei in den letzten Monaten im gesamten Stadtgebiet mit Schwerpunkt an den seit Jahren bestehenden Treffpunkten ZOB als auch am Klingenberg Kontrollen durchgef\u00fchrt. Auch weiterhin wird stadtweit verst\u00e4rkt uniformiert und in zivil kontrolliert, wenn es Anhaltspunkte daf\u00fcr gibt, dass Dealer versuchen, neue Vertriebspl\u00e4tze zu etablieren. Der Fokus der Ma\u00dfnahmen konzentriert sich damit auf die Verhinderung der Ansiedlung von Dealern und damit der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung. Die aktuelle Situation am Klingenberg ist nicht ann\u00e4hernd mit der Lage vor der R\u00e4umung des Kr\u00e4henteichs vergleichbar, wo zu Spitzenzeiten im Sommer zwischen 80 und 100 suchtkranke Menschen \u00fcber den Tag verteilt angetroffen wurden.  &#8222;Die Situation am Klingenberg ist nach wie vor eine andere, als es die Drogenszene am Kr\u00e4henteich mit all ihren negativen Begleiterscheinungen war. Dieses gilt sowohl f\u00fcr die damit verbundenen Erscheinungsformen als auch Zusammensetzungen. Es ist nicht Ziel der Sicherheitspartnerschaft, drogens\u00fcchtige, kranke Menschen aus L\u00fcbeck zu verdr\u00e4ngen. Wir konzentrieren uns verst\u00e4rkt auf die Dealerszene, sowie den Handel und Konsum von Bet\u00e4ubungsmitteln im \u00f6ffentlichen Raum.&#8220; res\u00fcmiert Norbert Trabs, Leiter der Polizeidirektion L\u00fcbeck.  &#8222;Die Anzahl der Personen am Klingenberg hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht gro\u00dfartig ver\u00e4ndert. Im Schnitt befinden sich dort rund 15 bis 20 L\u00fcbecker B\u00fcrger:innen mit unterschiedlichen Suchterkrankungen wie Alkohol und Bet\u00e4ubungsmittel und Hintergr\u00fcnden wie zum Beispiel Obdachlosigkeit auf. Im Sommer und in Zeiten der Corona-Pandemie und der aufgrund dessen geschlossener Anlaufstellen, kann die Anzahl auch mal h\u00f6her sein. An manchen Tagen sind aber auch nur 1 bis 5 Menschen vor Ort. Die aktuelle Situation ist nicht ann\u00e4hernd mit der Lage vor der R\u00e4umung des Kr\u00e4henteichs vergleichbar&#8220;, so Karin Mechnich, Leiterin der AWO DrogenHilfe.  Zur Unterst\u00fctzung der Suchterkrankten in L\u00fcbeck sind die Streetworker der AWO, auch w\u00e4hrend der Corona-Pandemie, von Montag bis Freitag unterwegs und durchqueren auf ihrer Route die gesamte Innenstadt. Der Klingenberg wird in der Regel zwei Mal am Tag, am Vor- und Nachmittag, aufgesucht. Das neue Streetmobil ist seit dem 26. Mai 2020 zus\u00e4tzlich t\u00e4glich im Einsatz &#8211; die Route f\u00fchrt vom ZOB zum Klingenberg und dann in die an die Altstadt angrenzenden Gebiete. Die Streetworker sind f\u00fcr Au\u00dfenstehende bewusst nicht als solche zu erkennen. Hintergrund ist, dass die Klientel zu den Streetworkern Vertrauen fassen soll und sich mit ihren Anliegen entsprechend an sie wendet. Seit dem 18. Mai 2020 ist der Kontaktladen auch zum Aufenthalt (maximal 4 bis 5 Personen) unter Einhaltung der Hygienevorschriften ge\u00f6ffnet. Der Spritzentausch bleibt zus\u00e4tzlich als Angebot erhalten und war auch w\u00e4hrend der vor\u00fcbergehenden Schlie\u00dfung weiter m\u00f6glich. Die Beratungsstelle ist seit dem 28. Mai wieder ge\u00f6ffnet &#8211; war aber auch w\u00e4hrend der Krisenzeiten erreichbar, eine pers\u00f6nliche Beratung hat telefonisch oder schriftlich stattgefunden.  &#8222;Die Sicherheitspartnerschaft hat sich bew\u00e4hrt, weil es gelingt, den Dreiklang aus Pr\u00e4vention, Hilfe und Repression gemeinsam zielgerichtet zu organisieren. Die Sicherheitspartnerschaft ist nicht beendet, sondern besteht fort. Das gemeinsame Umsetzungskonzept vom April dieses Jahres zeigt den Weg auf, den wir gemeinsam weitergehen wollen. Der n\u00e4chste Schritt ist die Verlagerung des Anlaufortes Tea&amp;Talk, bei dem die Bed\u00fcrfnisse der suchtkranken Menschen ber\u00fccksichtigt werden. Neben Beratung, Spritzentausch und Treffpunkt mit Au\u00dfenfl\u00e4che soll auch eine Substitutionsambulanz entstehen. Die Umsetzung wird derzeit vorbereitet. Ferner werden wir uns auch dem Thema Alkoholkonsum im \u00f6ffentlichen Raum widmen.&#8220; erkl\u00e4ren B\u00fcrgermeister Jan Lindenau, Innensenator Ludger Hinsen und Sozialsenator Sven Schindler gemeinsam. Auch in der Verwaltung werden die Zust\u00e4ndigkeiten intensiver verzahnt.  <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/43738\/4625456\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (ots) &#8211; Abgestimmtes Ma\u00dfnahmenpaket aus Pr\u00e4vention, Hilfe und Repression soll kriminelles Handeln fr\u00fchzeitig unterbinden Anl\u00e4sslich der aktuellen Medienberichterstattung zum<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-343455","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=343455"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343455\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=343455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=343455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=343455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}