{"id":3472,"date":"2007-04-29T14:38:00","date_gmt":"2007-04-29T14:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=3372"},"modified":"2007-04-29T14:38:00","modified_gmt":"2007-04-29T14:38:00","slug":"burgkloster_zeigt_ausstellung_bilder_die_lgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/burgkloster_zeigt_ausstellung_bilder_die_lgen\/","title":{"rendered":"Burgkloster zeigt Ausstellung &#8222;Bilder, die l\u00fcgen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Museen_Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Museen_Logo.jpg\" alt=\"Museen_Logo\" \/><br \/>\nDas L\u00fcbecker Kulturforum Burgkloster zeigt vom 28. April bis zum 7. Oktober 2007 die Ausstellung &#8222;Bilder, die l\u00fcgen&#8220;, eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh. Unterst\u00fctzt wird das Projekt von der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung. Die Menschen leben in einer Welt von Bildern. Sie begegnen ihnen in der Werbung, in der Politik, im Journalismus. Besonders Fotografien und Fernsehbilder &#8211; so scheint es &#8211; produzieren ein originalgetreues und vermeintlich objektives Abbild der Realit\u00e4t, sie pr\u00e4gen unser &#8222;Bild&#8220; von der Welt. Die Ausstellung fragt nach der Objektivit\u00e4t von Bildern und zeigt Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern. Der Besucher taucht ein in ein &#8222;L\u00fcgen-ABC&#8220;: von &#8222;A wie Aktuelles&#8220; \u00fcber &#8222;K wie Kalter Krieg&#8220; bis &#8222;Z wie Zukunft&#8220;. Rund 300 Objekte veranschaulichen die Bandbreite des Themas.<!--more-->Die bekannteste Methode, Fotos zu manipulieren, ist der direkte Eingriff in das Bildmaterial. Vor allem totalit\u00e4re Systeme nutzen bis heute diese Methode. &#8222;D wie Damnatio memoriae&#8220; bedeutet im klassischen Verst\u00e4ndnis, die Erinnerung an bereits verstorbene Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens auszul\u00f6schen. Die Ausstellung zeigt, wie missliebig gewordene und in Ungnade gefallene Personen aus vorhandenem Bildmaterial entfernt und so aus der geschichtlichen Erinnerung gestrichen werden. Schere und Retuschepinsel sind heute l\u00e4ngst \u00fcberholt. Die modernen technischen M\u00f6glichkeiten digitaler Bildbearbeitung lassen eine Unterscheidung von authentischen und bearbeitetem Bild nicht mehr zu. &#8222;Z wie Zukunft&#8220; zeigt, wie neue virtuelle Realit\u00e4ten entstehen.<\/p>\n<p>Bilder l\u00fcgen auch durch Informationen zum Bild: &#8222;B wie Born&#8220; rollt einen der spektakul\u00e4rsten F\u00e4lle von F\u00e4lschung im Fernsehen auf. Mangelhafte journalistische Sorgfalt erm\u00f6glichte dem freiberuflich arbeitenden Journalisten Michael Born, Magazinbeitr\u00e4ge mit gestellten Szenen bei verschiedenen Sendern zu platzieren. Nicht die Bilder allein, sondern erst die begleitende Kommentierung machten die Beitr\u00e4ge zur L\u00fcge. Ein weiteres Grundmuster ist die &#8222;L\u00fcge mit Bildern&#8220;, die geschickte und manipulative Zusammenstellung von Einzelbildern. &#8222;F wie F\u00fchrermythos&#8220; zeigt am Beispiel des &#8222;F\u00fchrers&#8220; Adolf Hitler die Inszenierung einer Person zum fast \u00fcbernat\u00fcrlichen Wesen der &#8222;Vorsehung&#8220;.<\/p>\n<p>Jeder &#8222;Fall&#8220; der Ausstellung wird in seinem spezifischen historischen Kontext erl\u00e4utert. Wesentliche Rollen spielen technische Umsetzung, Entlarvung und Rezeption der L\u00fcgengeschichten. Ziel ist, den Besucher zu kritischem Umgang mit Bildern anzuregen. In Zeiten einer stetig wachsenden Bilderflut ist die Anregung zum kritischem Umgang mit Bildern und die Vermittlung von Medienkompetenz f\u00fcr Kinder und Jugendliche wichtiger denn je. Deshalb ist der Besuch der Ausstellung f\u00fcr Kinder und Jugendliche frei.<\/p>\n<p>Begleitpublikation: <br \/>\n&#8222;Bilder, die l\u00fcgen&#8220;, hrsg. von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn: Bouvier-Verlag, ISBN: 3-416-02902-X, 14,90 Euro.<\/p>\n<p>\u00d6ffentliche F\u00fchrungen: <br \/>\n13. Mai, 24. Juni, 26. August, 16. September, jeweils um 11.30 Uhr.<\/p>\n<p>Angebote f\u00fcr Schulen: <br \/>\nDie Ausstellung wendet sich besonders an Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, vornehmlich der Sekundarstufen I und II. F\u00fchrungen durch die Ausstellung sind kostenlos. Auf Wunsch wird im Anschluss ein Museumsgespr\u00e4ch angeboten, das den Zugang zum Thema vertiefen kann. <br \/>\nF\u00fchrungen nur nach Voranmeldungen unter der Museumshotline 01805 &#8211; 92 92 00 oder per Mail an kulturforum-burgkloster@luebeck.de . Anmeldungen nimmt auch die Otto-von-Bismarck-Stiftung unter 04104 &#8211; 97 71 0 oder info@bismarck-stiftung.de entgegen.<\/p>\n<p>Begleitprogramm: <br \/>\nDas weitere Begleitprogramm (Lehrerfortbildungen, Vortr\u00e4ge, Filmvorf\u00fchrung) k\u00f6nnen dem gedruckten Programm (auf Anfrage) entnommen werden. <br \/>\nDas Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2 &#8211; 6, ist dienstags bis sonntags, von 10 bis 17 Uhr ge\u00f6ffnet. Der Eintritt kostet f\u00fcnf, erm\u00e4\u00dfigt 2,50 Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das L\u00fcbecker Kulturforum Burgkloster zeigt vom 28. April bis zum 7. 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