{"id":347562,"date":"2020-07-21T06:45:41","date_gmt":"2020-07-21T06:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/karliczek-finanzielle-mittel-zum-besseren-verstaendnis-des-coronavirus-verdreifacht-foto\/"},"modified":"2020-07-21T06:45:41","modified_gmt":"2020-07-21T06:45:41","slug":"karliczek-finanzielle-mittel-zum-besseren-verstaendnis-des-coronavirus-verdreifacht-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/karliczek-finanzielle-mittel-zum-besseren-verstaendnis-des-coronavirus-verdreifacht-foto\/","title":{"rendered":"Karliczek: Finanzielle Mittel zum besseren Verst\u00e4ndnis des Coronavirus verdreifacht (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/8444cc1c-7891-4754-aa60-c2ea23ad3faf\/RS38321_HJR_7989_in.jpg\" \/><\/p>\n<p>Berlin (ots) &#8211; BMBF investiert 45 Millionen Euro f\u00fcr Forschungsprojekte zu SARS-CoV-2 mit beschleunigtem Verfahren  Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) st\u00e4rkt die Erforschung wirksamer Strategien und Therapien gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 und die von ihm ausgel\u00f6ste Erkrankung Covid-19 zus\u00e4tzlich.<!--more--> Die ersten Forschungsprojekte zu einem besseren Verst\u00e4ndnis des Virus sind bereits gestartet. Dazu erkl\u00e4rt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:  &#8222;Die Biologie des Virus und seine Verbreitungswege noch besser zu verstehen, ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr wirksame Therapien und weitere m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Virus. Gleichzeitig wollen wir untersuchen, wie sich die politischen Entscheidungen und sozialen Empfehlungen im Zusammenhang mit der Pandemie auf jeden einzelnen und unsere Gesellschaft als Ganzes auswirken. Dabei z\u00e4hlen wir auf Wissenschaft und Forschung. Mit ihrem Wissen und ihrem Engagement tun die Forscherinnen und Forscher ihr bestes, um uns Schritt f\u00fcr Schritt zur\u00fcck in die Normalit\u00e4t zu f\u00fchren. Wir als Bundesforschungsministerium wollen ihnen daher die Rahmenbedingungen bieten, die sie f\u00fcr ihre Arbeit brauchen.  Deshalb haben wir die urspr\u00fcnglich vorgesehenen Mittel f\u00fcr unseren F\u00f6rderaufruf zur Erforschung des Coronavirus jetzt verdreifacht. Wir wollen 45 Millionen Euro in knapp 90 herausragende Projekte investieren. Die gef\u00f6rderten Vorhaben decken ein breites wissenschaftliches Spektrum ab: Sie reichen von Grundlagenforschung \u00fcber klinische Studien bis hin zur Analyse ethischer, rechtlicher und sozialer Fragestellungen im Zusammenhang mit der Pandemie. Damit k\u00f6nnen wir uns mit aller Kraft den vielen offenen Fragen stellen, um die Eind\u00e4mmung der Pandemie dauerhaft erfolgreich bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen.  Damit die Projekte in dieser Ausnahmesituation so schnell wie m\u00f6glich starten k\u00f6nnen, galten f\u00fcr den F\u00f6rderaufruf vom 3. M\u00e4rz besondere Bedingungen. In einem besonders schnellen Verfahren wurden weit \u00fcber 500 Projektideen von unabh\u00e4ngigen Expertinnen und Experten begutachtet.&#8220;  Hintergrund  Der am 3. M\u00e4rz ergangene F\u00f6rderaufruf basiert auf dem unbefristeten &#8222;Rapid Response Modul&#8220; der im Bundesanzeiger vom 15.02.2016 ver\u00f6ffentlichten F\u00f6rderbekanntmachung des BMBF &#8222;Richtlinie zur F\u00f6rderung eines &#8222;Nationalen Forschungsnetzes zoonotische Infektionskrankheiten&#8220;.  Dieses Modul sieht bei akut auftretenden Epidemien oder Pandemien gesonderte F\u00f6rderma\u00dfnahmen mit einem beschleunigten F\u00f6rderverfahren vor. So sollen Forschende schneller als \u00fcblich Projektmittel erhalten k\u00f6nnen. Die F\u00f6rderung erg\u00e4nzt die bereits laufende Unterst\u00fctzung des Ministeriums zur Impfstoffentwicklung und zur St\u00e4rkung der Universit\u00e4tsmedizin.  Beispielhaft werden hier vier Projekte aus dem F\u00f6rderaufruf vorgestellt:  &#8211; CoronaCare (ELSA-Forschung)  Das Projekt untersucht, wie der soziale Austausch zum Beispiel in Gemeinschaften und Familien von den Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Covid-19-Pandemie beeinflusst wird. Daraus werden Strategien und Empfehlungen zum Umgang mit Unsicherheit und Sorgen abgeleitet. CoronaCare wird als ethnographische Studie durchgef\u00fchrt.  Projektleitung: Prof. Dr. Christine Holmberg, Institut f\u00fcr Sozialmedizin und Epidemiologie, Medizinische Hochschule Brandenburg, Neuruppin  &#8211; OrganSars (Grundlagenforschung)  Um die Details einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 unter m\u00f6glichst nat\u00fcrlichen Bedingungen erforschen zu k\u00f6nnen, l\u00e4sst ein Forschungsteam der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum menschliche Lungen-Organoide &#8211; also Organ-\u00e4hnliche Mikrostrukturen, die das Lungengewebe dreidimensional nachbilden &#8211; aus Stammzellen wachsen. Diese bieten ein verl\u00e4ssliches 3D Modell, mit dem sich komplexe Interaktionen zwischen verschiedenen Zelltypen des Lungengewebes untersuchen lassen. Diese Technik erm\u00f6glicht es auch, Tests mit verschiedenen antiviralen Wirkstoffen im Hochdurchsatzverfahren durchzuf\u00fchren.  Projektleitung: Privatdozent Dr. Thorsten M\u00fcller, Jun.Prof. Dr. Stephanie Pf\u00e4nder, Ruhr Universit\u00e4t Bochum  &#8211; RECOVER (Klinische Studie)  Ziel dieser klinischen Studie ist es, die Wirksamkeit der Behandlung von COVID-19-Patienten mit Plasma von Menschen zu untersuchen, die eine COVID-19-Infektion \u00fcberstanden haben und Antik\u00f6rper gegen SARS-CoV-2 gebildet haben. In die Studie sollen an COVID-19 erkrankte Patientinnen und Patienten mit einem schweren Verlauf eingeschlossen werden, die aber keine maschinelle Beatmung ben\u00f6tigen. Der Effekt einer Behandlung mit Plasma wird mit der standardisierten Behandlung verglichen. Es bestehen bereits Hinweise, dass Plasma von genesenen Personen die Sterblichkeit bei Patientinnen und Patienten mit SARS-, Ebola- oder Influenza-Infektionen verringern kann. Auch bei einzelnen schwerkranken Patienten mit COVID-19 wurde dieser Ansatz bereits getestet, systematische Ergebnisse aus klinischen Studien gibt es bislang aber nicht. Falls der beschriebene Ansatz erfolgreich ist, kann er als Blaupause dienen, um auch bei zuk\u00fcnftigen viralen Pandemien die L\u00fccke zwischen dem Auftreten eines neuen Virus und dem Vorhandensein eines effektiven Impfschutzes zu \u00fcberbr\u00fccken  Projektleitung: Prof. Dr. Carsten M\u00fcller-Tidow, Dr. Claudia Denkinger, Ruprecht-Karls-Universit\u00e4t Heidelberg  &#8211; COVID19HOSTaGE (retrospektive, epidemiologische Studie)  Die Krankheitsverl\u00e4ufe von COVID-19-Erkrankungen reichen von symptomfreien Verl\u00e4ufen bis hin zu schweren Lungenerkrankungen. Es ist bislang nicht bekannt, welche Faktoren den Schweregrad der Krankheit bestimmen. Das vorliegende Vorhaben untersucht den Einfluss genetischer Signaturen auf den Krankheitsverlauf, beispielsweise ob Blutgruppen f\u00fcr den Infektionsprozess oder die Schwere der Erkrankung relevant sind. Weiterhin wird untersucht ob bestimmte genetische Signaturen eine Vorhersage der biologischen Mechanismen und damit auch von wirksamen therapeutischen Ans\u00e4tzen erlauben. Grundlage f\u00fcr die geplanten Analysen bilden 5.000 Blutproben aus einigen der am st\u00e4rksten betroffenen Regionen Europas. Die geplanten Arbeiten werden retrospektiv durchgef\u00fchrt, sodass erste Ergebnisse bereits Ende August 2020 zu erwarten sind.  Projektleitung: Prof. Dr. Andr\u00e9 Franke, Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel  Informationen zu weiteren Projekten des F\u00f6rderaufrufs  https:\/\/www.gesundheitsforschung-bmbf.de\/de\/erforschung-von-covid-19-im-zuge-des -ausbruchs-von-sars-cov-2-11483.php  Pressekontakt:  Pressestelle BMBF Postanschrift 11055 Berlin Tel.+49 30 1857-5050 Fax+49 30 1857-5551 presse@bmbf.bund.de http:\/\/www.bmbf.de http:\/\/www.twitter.com\/bmbf_bund http:\/\/www.facebook.com\/bmbf.de http:\/\/www.instagram.com\/bmbf.bund  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/67245\/4657550 OTS:               Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung  Original-Content von: Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/67245\/4657550\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; BMBF investiert 45 Millionen Euro f\u00fcr Forschungsprojekte zu SARS-CoV-2 mit beschleunigtem Verfahren Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-347562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=347562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347562\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=347562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=347562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=347562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}