{"id":347818,"date":"2020-07-24T10:13:14","date_gmt":"2020-07-24T10:13:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/veraltetes-eu-gentechnikrecht-hat-auswirkungen-auf-raps-ovid-befuerchtet-negative-auswirkungen-durch-geplanten-franzoesischen-alleingang-bei-der-einstufung-konventioneller-zuechtungsmethoden-als-gvo\/"},"modified":"2020-07-24T10:13:14","modified_gmt":"2020-07-24T10:13:14","slug":"veraltetes-eu-gentechnikrecht-hat-auswirkungen-auf-raps-ovid-befuerchtet-negative-auswirkungen-durch-geplanten-franzoesischen-alleingang-bei-der-einstufung-konventioneller-zuechtungsmethoden-als-gvo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/veraltetes-eu-gentechnikrecht-hat-auswirkungen-auf-raps-ovid-befuerchtet-negative-auswirkungen-durch-geplanten-franzoesischen-alleingang-bei-der-einstufung-konventioneller-zuechtungsmethoden-als-gvo\/","title":{"rendered":"Veraltetes EU-Gentechnikrecht hat Auswirkungen auf Raps \/ OVID bef\u00fcrchtet negative Auswirkungen durch geplanten franz\u00f6sischen Alleingang bei der Einstufung konventioneller Z\u00fcchtungsmethoden als GVO"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Vor zwei Jahren stufte der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) neuartige Pflanzenz\u00fcchtungstechniken der Genomeditierung wie CRISPR-Cas9, auch als &#8222;Genschere&#8220; bekannt, pauschal und ohne wissenschaftliche Begr\u00fcndung als gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen (GVO) ein.<!--more--> Darauf aufbauend entschied im Februar 2020 das oberste Verwaltungsgericht in Frankreich, dass Organismen, welche aus bestimmten konventionellen und als sicher geltenden Zufallsmutagenese-Techniken gewonnen wurden, ebenfalls als GVO einzuordnen sind. Diese Entscheidung weicht allerdings vom EuGH-Urteil ab, welches besagt, dass die aus Zufallsmutagenese gewonnenen Produkte seit langem in der Praxis genutzt werden und deshalb als sicher gelten. Diese Technik m\u00fcsste somit nicht als GVO geregelt werden. Eine gesetzliche Verankerung des franz\u00f6sischen Vorschlags h\u00e4tte europaweite Auswirkungen auf Anbau, Verarbeitung und Handel mit konventionell gez\u00fcchteten Rapssorten. \u00d6lm\u00fchlen beziehen Nicht-GVO-Rohstoffe, darunter auch die im franz\u00f6sischen Vorschlag aufgef\u00fchrten Sorten, sowohl aus EU- als auch aus Drittstaaten, in denen diese nicht als GVO gelten.  Bereits seit \u00fcber 40 Jahren werden Kulturpflanzen mithilfe von Zufallsmutagenesen erfolgreich und sicher weiterentwickelt. Eine der bekanntesten Sorten ist &#8222;Clearfield-Raps&#8220;. Dieser wird seit 1995 in Kanada, seit 2011 in Europa und seit 2012 auch in Deutschland angebaut und fiel bisher nicht unter die GVO-Regelung. &#8222;Mit dieser allein auf Frankreich bezogenen neuen Einordnung w\u00e4ren Anbau und Inverkehrbringen von seit Jahren bew\u00e4hrten Rapssorten dort praktisch unm\u00f6glich &#8211; mit gravierenden Auswirkungen auf den innereurop\u00e4ischen Handel, die Rapsverarbeitung hierzulande und die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette&#8220;, warnt OVID-Pr\u00e4sidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld.  Deutschland importierte 2019 rund 1,4 Millionen Tonnen Raps aus Frankreich. Das entspricht einem Viertel der Gesamtimporte. Raps wird als Massengut gehandelt und transportiert. Die importierten Mengen kommen aus unterschiedlichen Regionen in den Herkunftsl\u00e4ndern. Ein rechtssicheres Nachweisverfahren zur Bestimmung einer Sorte und der angewandten Z\u00fcchtungsmethode gibt es f\u00fcr die zur Debatte stehenden Mutageneseverfahren nicht. &#8222;F\u00fcr einen weiterhin funktionierenden freien Verkehr von landwirtschaftlichen Produkten muss das veraltete EU-Gentechnikrecht z\u00fcgig an den Stand der Wissenschaft angepasst werden. Das franz\u00f6sische Vorgehen best\u00e4tigt diese Notwendigkeit. Bew\u00e4hrte Z\u00fcchtungsmethoden d\u00fcrfen durch solche Alleing\u00e4nge nicht pl\u00f6tzlich unter eine rigide Regulierung gestellt werden, trotz jahrelangem Anbau in der EU. Ein an der Wissenschaft ausgerichtetes, modernes europ\u00e4isches Gentechnikrecht w\u00fcrde Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nicht nur innovativer und wettbewerbsf\u00e4higer, sondern vor allem auch nachhaltiger machen und zur Umsetzung der Farm-to-Fork-Strategie beitragen,&#8220; so Kleinschmit von Lengefeld abschlie\u00dfend.  Wie die Verb\u00e4nde-Allianz Grain Club appelliert auch OVID an die Bundesregierung, nationale Alleing\u00e4nge bei der Bewertung von Pflanzenz\u00fcchtungsmethoden mit weitreichender gesamteurop\u00e4ischer Auswirkung zu verhindern, um einen st\u00f6rungsfreien europ\u00e4ischen Binnenmarkt f\u00fcr Agrarrohstoffe und die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten.  Pressemeldung als PDF: https:\/\/bit.ly\/3huMyAo  Pressefoto OVID-Pr\u00e4sidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld: https:\/\/bit.ly\/3hB09pX  Pressekontakt:  Dr. Illya Kolba Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Tel: 030- 72625931 presse@ovid-verband.de  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/77329\/4660967 OTS:               OVID, Verband der \u00f6lsaatenverarbeitenden Industrie in Deutsch land e.V.  Original-Content von: OVID, Verband der \u00f6lsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/77329\/4660967\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Vor zwei Jahren stufte der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) neuartige Pflanzenz\u00fcchtungstechniken der Genomeditierung wie CRISPR-Cas9, auch als &#8222;Genschere&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-347818","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=347818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347818\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=347818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=347818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=347818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}