{"id":348025,"date":"2020-07-28T08:20:00","date_gmt":"2020-07-28T08:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/heizungsindustrie-made-in-germany-droht-gegen-china-zu-verlieren-foto\/"},"modified":"2020-07-28T13:28:05","modified_gmt":"2020-07-28T11:28:05","slug":"heizungsindustrie-made-in-germany-droht-gegen-china-zu-verlieren-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/heizungsindustrie-made-in-germany-droht-gegen-china-zu-verlieren-foto\/","title":{"rendered":"Heizungsindustrie &#8222;MADE IN GERMANY&#8220; droht gegen CHINA zu verlieren (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/f72e5155-7885-4f81-9c42-2fbc51b475c3\/Stiebel-Eltron-Luftbild.jpg\" \/><\/p>\n<p>Holzminden (ots) &#8211; ++ Asien und USA erobern Heizungsmarkt der Zukunft ++ Hersteller warnen vor einem zweiten Solar-Szenario ++ Standort Deutschland bremst sich mit falschen Anreizen aus ++ Mit der weltweiten Energiewende ist klimafreundliche W\u00e4rmepumpen-Technologie auf dem Vormarsch.<!--more--> Vielleicht \u00fcberraschend: Die Revolution im Heizungskeller findet mit atemberaubendem Tempo vor allem in China, Japan und den USA statt &#8211; mehr als 80 Prozent der neuen W\u00e4rmepumpen werden in diesen drei L\u00e4ndern installiert. Mit Steuernachl\u00e4ssen und staatlichen Anreizen bauen die Hersteller in Asien und den USA ihre Marktposition f\u00fcr die Energiewende aus. In Deutschland passiert das Gegenteil: Die Heizungsbranche zwischen Nordsee und Alpen wird mit staatlichen Steuer- und Abgabenlasten auf Strom beim W\u00e4rmepumpeneinsatz ausgebremst. Das kostet mittel- bis langfristig neu entstehende Arbeitspl\u00e4tze und ohne starken Heimatmarkt fehlt der deutschen Heizungsindustrie die Basis f\u00fcr den internationalen Wettbewerb. Der schnelle Niedergang der deutschen Solarindustrie f\u00fchrte vor gut zehn Jahren drastisch vor Augen, wie schnell eine solide Wettbewerbsposition verloren gehen kann. Der deutsche Marktanteil von weltweit rund 20 Prozent st\u00fcrzte 2008 ab &#8211; staatlich subventionierte Firmen aus China machten das Rennen und Bosch l\u00f6ste seine Solarsparte am Ende vollst\u00e4ndig auf. Deutschland bremst Umwelt-Technologie Aktuell bremsen die hohen Strompreise im Heimatmarkt die Zukunftstechnologie der deutschen Heizungshersteller: Die mit Strom betriebenen W\u00e4rmepumpen sind \u00d6l- und Gasheizungen in der CO2-Bilanz weit \u00fcberlegen, k\u00f6nnen aber ihren umweltfreundlichen Vorsprung nicht volll ausspielen. Der Grund: Die Kosten der Emissionen von Erd\u00f6l und Gas werden im Vergleich zum Strom bei den Preisen nicht fair ber\u00fccksichtigt &#8211; deutsche Verbraucher zahlen im europ\u00e4ischen Vergleich die h\u00f6chsten Preise. Heute lasten hierzulande auf jeder Kilowattstunde Strom 17 Eurocent zus\u00e4tzliche Abgaben &#8211; auf einer Kilowattstunde Erdgas dagegen nur 3 Eurocent. &#8222;W\u00e4rmepumpen sind dank der viel besseren Effizienz gegen\u00fcber traditionellen Heizsystemen in der Lage, den unfairen Strompreisnachteil in Deutschland teilweise auszugleichen&#8220;, sagt Stiebel-Eltron-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kai Schiefelbein. &#8222;W\u00fcrden die Kostennachteile von Strom gegen\u00fcber Erd\u00f6l und Gas aber aufgehoben, k\u00f6nnte sich die umweltfreundliche W\u00e4rmepumpe deutlich schneller gegen die fossilen Heizsysteme durchsetzen.&#8220; Ausland macht den Fehler nicht Dieser Fehler wird im Ausland nicht gemacht. In China, Japan und den USA treten die mit g\u00fcnstigem Strom angetriebenen W\u00e4rmepumpen den Siegeszug an. Die Hersteller dieser L\u00e4nder bauen gro\u00dfe St\u00fcckzahlen auf und k\u00f6nnen damit immer kosteng\u00fcnstiger produzieren. Fatale Folgen f\u00fcr den Standort Deutschland Die Folgen f\u00fcr den Standort Deutschland k\u00f6nnten fatal sein. In der j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Studie &#8222;Chancen und Risiken f\u00fcr die deutsche Heizungsindustrie im globalen Wettbewerb&#8220;, der Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), stellen die Experten fest: &#8222;Globale Wettbewerber im W\u00e4rmepumpenmarkt werden den Vorteil gro\u00dfer St\u00fcckzahlen mit geringen St\u00fcckkosten nutzen&#8220;, sagt Dr. Volker Breisig von PwC. &#8222;Die Hersteller aus den asiatischen L\u00e4ndern profitieren davon, dass das Funktionsprinzip der dort weit verbreiteten Klimaanlagen mit den luft- und wassergef\u00fchrten W\u00e4rmepumpen vergleichbar ist. Das macht den Markteintritt in Europa relativ einfach m\u00f6glich. Schon jetzt dr\u00e4ngen Hersteller aus dem asiatischen Raum auf den europ\u00e4ischen Markt. Wir m\u00fcssen uns auf einen international umk\u00e4mpften Markt einstellen&#8220;, so Breisig. Skandinavien bei der Energiewende erfolgreich In Europa werden die meisten W\u00e4rmepumpen derzeit in den skandinavischen L\u00e4ndern installiert &#8211; auch hier sind die f\u00fcr den Betrieb wichtigen Strompreise niedrig: In Norwegen, Schweden und Finland sind es mehr als 20 W\u00e4rmepumpen pro 1.000 Haushalte &#8211; in Deutschland bisher nur gut 2. F\u00fcr die Zukunft schlagen die PwC-Experten vor, die regulatorischen Rahmenbedingungen anzugleichen und Deutschland f\u00fcr den internationalen Wettbewerb fit zu machen. Der von der Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets f\u00fcr das kommende Jahr eingef\u00fchrte CO2-Preis sowie der nationale Emissionshandel seien ein erster Schritt in die richtige Richtung. Chance f\u00fcr deutsche Heizungsindustrie &#8222;Deutschland hat jetzt noch die Chance, als technologischer Marktf\u00fchrer im Heimatmarkt sowie im internationalen Wettbewerb sehr erfolgreich zu sein&#8220;, sagt Stiebel-Eltron-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kai Schiefelbein. &#8222;Das Potential f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze bei den Herstellern von W\u00e4rempumpen und beim Einbau im Heizungshandwerk sind enorm. Wie die Experten von PwC in der Wettbewergsanalyse festgestellt haben, sollte die Politik in Deutschland die staatlichen Rahmenbedingungen aber schnell korrigieren, damit sich ein Szenario wie bei der Solarindustrie nicht wiederholen kann&#8220;, so Kai Schiefelbein. \u00dcber Stiebel Eltron Stiebel Eltron, gegr\u00fcndet 1924, geh\u00f6rt mit einem Jahresumsatz von rund 593 Millionen Euro netto (2019, vorl.) zu den f\u00fchrenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien, W\u00e4rme- und Haustechnik. Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen verfolgt Stiebel Eltron bei der Produktion und Entwicklung von Produkten eine klare Linie &#8211; f\u00fcr eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik. Mit 3.900 Mitarbeitern weltweit setzt das Unternehmen von der Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Das Resultat sind effiziente und innovative L\u00f6sungen f\u00fcr Warmwasser, W\u00e4rme, L\u00fcftung und K\u00fchlung. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im nieders\u00e4chsischen Holzminden, in Freudenberg (NRW) und in Eschwege (Hessen) sowie an vier weiteren Standorten im Ausland (Arvika\/Schwerden, Tianjin\/China, Ayuttaya\/Thailand, Poprad\/Slowakei). Pressekontakt: econNEWSnetwork Carsten Heer Tel. +49 (0) 40 822 44 284 E-Mail: redaktion@econ-news.de Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/62786\/4663509 OTS: STIEBEL ELTRON Original-Content von: STIEBEL ELTRON, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/62786\/4663509\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Holzminden (ots) &#8211; ++ Asien und USA erobern Heizungsmarkt der Zukunft ++ Hersteller warnen vor einem zweiten Solar-Szenario ++ Standort<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":348098,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-348025","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=348025"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348025\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":348072,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348025\/revisions\/348072"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/348098"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=348025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=348025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=348025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}