{"id":352509,"date":"2020-08-30T12:38:44","date_gmt":"2020-08-30T12:38:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/corona-auswirkungen-auf-den-arbeitsmarkt-zu-viele-anwaelte-zu-wenig-techniker\/"},"modified":"2020-08-30T12:38:44","modified_gmt":"2020-08-30T12:38:44","slug":"corona-auswirkungen-auf-den-arbeitsmarkt-zu-viele-anwaelte-zu-wenig-techniker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/corona-auswirkungen-auf-den-arbeitsmarkt-zu-viele-anwaelte-zu-wenig-techniker\/","title":{"rendered":"Corona-Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Zu viele Anw\u00e4lte, zu wenig Techniker"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Die Wirtschaftskrise versch\u00e4rft f\u00fcr Berufseinsteiger und Geringqualifizierte die ohnehin bestehenden Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Das zeigen Modellrechnungen des Prognos-Instituts f\u00fcr die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) . Prognos hat abgesch\u00e4tzt, wie sich Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt mit und ohne Corona-Krise voraussichtlich entwickeln w\u00fcrden.<!--more--> Durch die Corona-Krise sind bis Juni 2020 etwa 640.000 Menschen arbeitslos geworden. Strukturell ist die Arbeitslosigkeit um etwa 30 Prozent h\u00f6her, als sie ohne die Krise gewesen w\u00e4re. Besonders betroffen sind junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahre. Diese Personen stehen erst am Beginn ihres Erwerbslebens, weshalb ihre Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse weniger stabil sind.  Die Prognos-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Krise auch k\u00fcnftig sehr unterschiedlich auswirken wird: Das ohnehin zu erwartende \u00dcberangebot von Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlern vergr\u00f6\u00dfert sich beispielsweise, w\u00e4hrend gleichzeitig der Engpass an Personen mit beruflicher Ausbildung sp\u00fcrbar bleibt. Studienleiter Dr. Oliver Ehrentraut : &#8222;F\u00fcr Unternehmen, die auf ausreichend beruflich qualifizierte Mitarbeitende angewiesen sind, d\u00fcrfte es sich lohnen, Arbeitskr\u00e4fte durch die Krise hindurch zu halten. Denn sofern die Krise nur von tempor\u00e4rer Dauer ist, wird sich der Wettbewerb um eben diese Arbeitskr\u00e4fte zuk\u00fcnftig mit dem Renteneintritt der Babyboomer deutlich versch\u00e4rfen.&#8220;  Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der INSM, Hubertus Pellengahr , fordert die Bundesregierung auf, dem sich abzeichnenden Trend fr\u00fchzeitig zu begegnen. Der Aus- und Weiterbildung kommt dabei eine Schl\u00fcsselrolle zu. Menschen ohne beruflichen Abschluss k\u00f6nnten mit einer Teilqualifikation zumindest f\u00fcr bestimmte Helfert\u00e4tigkeiten geschult werden und damit ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz erheblich steigern. Hier sollten die Angebote ausgebaut werden. Und: &#8222;Bestehende Einstellungsh\u00fcrden wie das Vorbesch\u00e4ftigungsverbot bei befristet Besch\u00e4ftigten sollten zumindest tempor\u00e4r ausgesetzt werden&#8220;, so Pellengahr.  Mittel- und langfristig wird die Corona-Krise voraussichtlich wenig am k\u00fcnftigen Fachkr\u00e4ftemangel \u00e4ndern. Mehr Studienpl\u00e4tze f\u00fcr Medizin und niedrigere Studienabbrecherquoten in den Ingenieurwissenschaften k\u00f6nnen dem entgegenwirken. Gleichzeitig muss die berufliche Ausbildung st\u00e4rker als bisher gef\u00f6rdert werden. &#8222;Die von der Bundesregierung beschlossenen Ausbildungspr\u00e4mien gehen in die richtige Richtung und sichern das Angebot an Ausbildungspl\u00e4tzen von KMU in der Krise. Es ist aber v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich, warum sich die Pr\u00e4mie ausschlie\u00dflich an Unternehmen mit weniger als 250 Besch\u00e4ftigten richtet, gr\u00f6\u00dfere Unternehmen aber nicht ber\u00fccksichtigt werden. Hier sollte die Bundesregierung umdenken&#8220;, so Pellengahr. Um k\u00fcnftige Engp\u00e4sse in Mangelberufen zu entsch\u00e4rfen, sollten zudem Betreuungsangebote ausgebaut werden. Dann k\u00f6nnten mehr Teilzeitbesch\u00e4ftigte ihre Wochenarbeitszeit in Richtung Vollzeitt\u00e4tigkeit erh\u00f6hen.  Das vollst\u00e4ndige Prognos-Gutachten finden Sie unter http:\/\/www.insm.de .  Pressekontakt:  Pressesprecher INSM: Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174; hennet@insm.de  Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein \u00fcberparteiliches B\u00fcndnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt f\u00fcr die Grunds\u00e4tze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverb\u00e4nden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/39474\/4692586 OTS:               Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)  Original-Content von: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/39474\/4692586\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Die Wirtschaftskrise versch\u00e4rft f\u00fcr Berufseinsteiger und Geringqualifizierte die ohnehin bestehenden Probleme auf dem Arbeitsmarkt. 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