{"id":35273,"date":"2011-05-25T11:00:02","date_gmt":"2011-05-25T11:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/05\/bka-falschgeldkriminalitat-2010-in-deutschlandbka-veroffentlicht-bundeslagebild-3\/"},"modified":"2011-05-25T11:00:02","modified_gmt":"2011-05-25T11:00:02","slug":"bka-falschgeldkriminalitat-2010-in-deutschlandbka-veroffentlicht-bundeslagebild-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-falschgeldkriminalitat-2010-in-deutschlandbka-veroffentlicht-bundeslagebild-3\/","title":{"rendered":"BKA: Falschgeldkriminalit\u00e4t 2010 in Deutschland\nBKA ver\u00f6ffentlicht Bundeslagebild"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Polizeilich wurden in Deutschland im Jahr 2010  rund 39.000 Falschgelddelikte (2009: ca. 42.000) registriert. In der  Masse handelte es sich dabei um Straftaten der Verbreitung und  Herstellung von Euro-Falschgeld. Der Schwerpunkt lag dabei auf  Banknoten, in nur etwa 3% der F\u00e4lle wurden M\u00fcnzen hergestellt bzw.  verbreitet.<!--more-->     Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2010 durch polizeiliche  Ma\u00dfnahmen und durch Feststellungen von Handel, Banken und Gewerbe  90.824 falsche Euro-Banknoten angehalten, was einem Anstieg von 22%  im Vergleich zum Vorjahr (74.414 Euro-Falschnoten) entspricht.     Erkennbar ist eine Tendenz zur F\u00e4lschung mittlerer Nennwerte. Die  50-Euro-Banknote wurde mit einem Anteil von ca. 60% der in  Deutschland insgesamt registrierten Euro-Falschnoten am h\u00e4ufigsten  gef\u00e4lscht; im Vergleich zum Vorjahr (44%) ein deutlicher Anstieg.     Qualit\u00e4t der Euro-Falschnoten     \u00dcber 90% der im Zahlungsverkehr angehaltenen Euro-F\u00e4lschungen  wurden &#8211; wie schon in den Vorjahren &#8211; bei Banken, im Handel und  Gewerbe sowie bei der Deutschen Bundesbank und deren Filialen  erkannt.     Dieser Umstand ist als Beleg f\u00fcr die hohe Qualit\u00e4t der F\u00e4lschungen zu werten. Weiterhin werden von den T\u00e4tern geeignete Reproduktionen  von Sicherheitsmerkmalen wie Wasserzeichen, Hologramm und  Mikroschrift in hoher Qualit\u00e4t hergestellt. Bislang wurde jedoch  keine Banknotenf\u00e4lschung registriert, bei der alle  Sicherheitsmerkmale gleicherma\u00dfen t\u00e4uschend echt nachgeahmt waren.     Herkunft der in Deutschland angehaltenen Euro-Falschnoten     Als Produktionsstaaten und Herkunftsl\u00e4nder der Euro-F\u00e4lschungen  spielen nach wie vor Ita-lien und Bulgarien eine herausragende Rolle. Zwar konnten in den vergangenen f\u00fcnf Jahren durch erfolgreiche  Ermittlungen der L\u00e4nderpolizeien, des Bundeskriminalamtes und der  euro-p\u00e4ischen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden in diesen L\u00e4ndern eine Reihe  von Geldf\u00e4lscherwerkst\u00e4t-ten ausgehoben werden, derartige Erfolge  entfalten jedoch in der Regel nur eine befristete Wirkung. So  zeichnete sich nach der Aushebung einer Falschgelddruckerei in  Italien im Au-gust 2010 in den Folgemonaten ein R\u00fcckgang der  Falschgeldfeststellungen ab, mittlerweile sind jedoch vermehrt andere 50-Euro-F\u00e4lschungen aus weiteren Produktionsst\u00e4tten feststell-bar.     Euro-Falschm\u00fcnzen     Im Vergleich zum Vorjahr war das Aufkommen falscher Euro-M\u00fcnzen in Deutschland leicht r\u00fcckl\u00e4ufig. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland  67.407 falsche Euro-M\u00fcnzen (2009: 78.729) registriert, rund 14 %  weniger als im Vorjahr. Bei rund 81 % (2009: 81 %) der Falsifikate  handelte es sich um 2-Euro-Falschm\u00fcnzen. Der Nennwert des  Falschm\u00fcnzenaufkommens belief sich auf rund 120.000 Euro.     Tatverd\u00e4chtige\/Beschuldigte     Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 1.671 Tatverd\u00e4chtige im  Zusammenhang mit Falsch-gelddelikten ermittelt (2009: 1.663), 40 %  davon waren deutsche Staatsangeh\u00f6rige. Unter den nichtdeutschen  Tatverd\u00e4chtigen bildeten t\u00fcrkische Staatsangeh\u00f6rige mit ca. 10 % den  gr\u00f6\u00dften Anteil, gefolgt von italienischen, rum\u00e4nischen und  litauischen Staatsangeh\u00f6rigen. Das im Zusammenhang mit der  Herstellung und Verbreitung von Falschgeld festgestellte  ar-beitsteilige und konspirative T\u00e4terverhalten sowie die vorhandene  T\u00e4terlogistik deuten darauf hin, dass Falschgeldkriminalit\u00e4t von  T\u00e4tergruppierungen begangen wird, die der Organisierten Kriminalit\u00e4t  zuzuordnen sind.     Euro-Falschnotenaufkommen in Europa     Im Jahr 2010 wurden bei der Europ\u00e4ischen Zentralbank 872.535  falsche Euro-Banknoten im Nennwert von ca. 51 Mio. Euro registriert.  Im Vergleich zum Jahr 2009 (1.018.361) sank das Gesamtaufkommen  falscher Euro-Banknoten in den EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2010 um 14  %. Mit einem Anteil von ca. 11 % am europ\u00e4ischen  Falschnoten-Gesamtaufkommen liegt Deutschland im europ\u00e4ischen  Vergleich an vierter Stelle     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke:     &#8222;Der mit rund 6,7 Millionen Euro zu beziffernde Wert der  registrierten Euro-Falschnoten ist im Jahr 2010 gegen\u00fcber 2009 um  rund 20 % gestiegen, im Vergleich zum Umfang des in Deutschland im  Umlauf befindlichen Bargelds jedoch nach wie vor gering. Die  Falschgeldkriminalit\u00e4t verursacht insoweit keine signifikanten  finanziellen Sch\u00e4den. Sie kann allerdings zur Verunsicherung der  \u00d6ffentlichkeit beitragen und das Vertrauen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in die Sicherheit des Bargeldverkehrs beeintr\u00e4chtigen. Aufgrund  seiner Stabilit\u00e4t und zunehmenden Funktion als &#8222;Weltw\u00e4hrung&#8220; sowie  wegen des erweiterten Verbreitungsgebiets wird der Euro f\u00fcr F\u00e4lscher  auch zuk\u00fcnftig attraktiv bleiben. Gegenw\u00e4rtig liegen allerdings keine Anhaltspunkte vor, die eine signifikante \u00c4nderung des  Euro-Falschgeldaufkommens in Deutschland erwarten lassen. Ein  wichtiger Faktor f\u00fcr die Eind\u00e4mmung der Falschgeldkriminalit\u00e4t ist  weiterhin die enge internationale Zusammenarbeit, insbesondere mit  den Hersteller- und Verteilerstaaten, unter Einbindung von Europol  sowie des Sicherheitsdruckgewerbes.&#8220;     Das Lagebild Falschgeldkriminalit\u00e4t 2010 finden Sie auf unserer  Homepage unter www.bka.de &gt; Berichte und Statistiken.     <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2051070\/bundeskriminalamt\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Polizeilich wurden in Deutschland im Jahr 2010 rund 39.000 Falschgelddelikte (2009: ca. 42.000) registriert. 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