{"id":354758,"date":"2020-09-14T10:21:16","date_gmt":"2020-09-14T10:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/eu-methanstrategie-reicht-noch-nicht-aus-deutsche-umwelthilfe-fordert-verbindliche-massnahmen-fuer-weniger-klimaschaedliches-methan-aus-landwirtschaft-und-energie\/"},"modified":"2020-09-14T10:21:16","modified_gmt":"2020-09-14T10:21:16","slug":"eu-methanstrategie-reicht-noch-nicht-aus-deutsche-umwelthilfe-fordert-verbindliche-massnahmen-fuer-weniger-klimaschaedliches-methan-aus-landwirtschaft-und-energie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/eu-methanstrategie-reicht-noch-nicht-aus-deutsche-umwelthilfe-fordert-verbindliche-massnahmen-fuer-weniger-klimaschaedliches-methan-aus-landwirtschaft-und-energie\/","title":{"rendered":"EU-Methanstrategie reicht noch nicht aus: Deutsche Umwelthilfe fordert verbindliche Ma\u00dfnahmen f\u00fcr weniger klimasch\u00e4dliches Methan aus Landwirtschaft und Energie"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;  &#8211; Bisher geplante Verbesserung der Datengrundlage und freiwillige Ma\u00dfnahmen sind   Geschenk an die Industrie &#8211; DUH begr\u00fc\u00dft hingegen sektoren\u00fcbergreifenden Ansatz &#8211; Emissionen aus Herkunftsl\u00e4ndern wie Russland m\u00fcssen einbezogen werden &#8211; Bundesregierung muss im Rahmen der EU-Ratspr\u00e4sidentschaft Strategie   nachbessern  Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert verbindliche <!--more-->Reduktionsziele f\u00fcr extrem klimasch\u00e4dliche Methanemissionen aus dem Landwirtschafts- und Energiesektor. Mitte Oktober will die EU-Kommission ihre Methanstrategie verabschieden. Bisher plant die EU jedoch nur die Verbesserung der Datengrundlage und freiwillige Ma\u00dfnahmen der Sektoren. Hier fordert die DUH eine deutliche Nachbesserung. Ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft die DUH den sektoren\u00fcbergreifenden Ansatz, der die Bereiche Energie, Landwirtschaft und Abfall abdeckt.  Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DUH: &#8220; Die Methanstrategie der EU-Kommission ist aktuell ein Sammelsurium leerer Versprechungen. Es scheint, als w\u00fcrde die Kommission von Ursula von der Leyen jede Art von verbindlichen Zielen und konkreten Handlungsvorschl\u00e4gen vermeiden wollen. Daf\u00fcr ist mit Blick auf die Klimaziele jedoch keine Zeit. Die Bundesregierung muss als Ratspr\u00e4sidentin dringend eingreifen und die Strategie nachbessern. Es gibt gen\u00fcgend Ans\u00e4tze, um schnell Reduktionsma\u00dfnahmen in die Wege zu leiten. Beispiel Landwirtschaft: Sch\u00e4dliche Klimaeffekte und Luftverschmutzung lassen sich mit bereits bew\u00e4hrten Minderungsma\u00dfnahmen abmildern wie bei Wirtschaftsd\u00fcngermanagement und Stallkonstruktionen, die an Klimaschutz angepasst sind. Daf\u00fcr braucht es eine klare Zielsetzung, keine langwierige erneute Auflistung von Ma\u00dfnahmen. &#8220;  Seit 2013 steigen die extrem klimasch\u00e4dlichen Methanemissionen aus der Landwirtschaft in der EU. Mehr als die H\u00e4lfte der europ\u00e4ischen Methanemissionen stammt aus diesem Sektor, haupts\u00e4chlich aus der intensiven Tierhaltung. Deshalb sind verbindliche Vorgaben zur Minderung der Emissionen dringend notwendig, um die Klimaschutzziele einhalten zu k\u00f6nnen. Zugleich ist Methan ein Vorl\u00e4uferstoff von bodennahem Ozon, das sch\u00e4dlich ist f\u00fcr die menschliche Gesundheit und das Pflanzenwachstum. Eine Reduzierung von Methanemissionen kann damit auch die Ozonbelastung in Europa verringern.  Neben den Emissionen aus der Landwirtschaft sind diejenigen aus F\u00f6rderung, Verarbeitung und Transport von Erdgas von gro\u00dfer Bedeutung. Methan ist Hauptbestandteil von Erdgas. Auch diese Emissionen wachsen stark und sind nach Einsch\u00e4tzung der Internationalen Energieagentur (IEA) bisher untersch\u00e4tzt. Die IEA rechnet weltweit mit 80% h\u00f6heren Verlustraten als von \u00d6l- und Gasunternehmen angegeben.  Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH: &#8220; Bisher liest sich die Methanstrategie wie der Wunschzettel der Erdgas-Industrie. Dabei ist schon heute klar: Wir m\u00fcssen so schnell wie m\u00f6glich handeln und mithilfe europ\u00e4ischer Gesetzgebung die Gasindustrie zu Reduktionsma\u00dfnahmen verpflichten. Dies gilt auch f\u00fcr den Import von Erdgas aus Drittl\u00e4ndern au\u00dferhalb der EU, wie zum Beispiel Russland. Hier ist eine klare Positionierung Deutschlands als gr\u00f6\u00dfter Gasmarkt besonders wichtig. &#8220;  Die Emissionen aus Drittl\u00e4ndern, die bei der F\u00f6rderung, Verarbeitung und dem Transport von Gas entstehen, sind nach Einsch\u00e4tzung der EU-Kommission vier bis acht Mal so hoch wie die EU-internen Methanemissionen der Gaswirtschaft. So lange die Methanstrategie diese Quellen nicht einbezieht, bleibt sie unvollst\u00e4ndig und unwirksam.  Hintergrund  Die Methanstrategie der Kommission soll voraussichtlich Mitte Oktober verabschiedet werden. Bis dahin sind Nachbesserungen m\u00f6glich, derzeit werden die einzelnen Ressorts der Kommission konsultiert. Auf Grundlage der sogenannten Governance-Verordnung h\u00e4tte die Methanstrategie durch die EU Kommission bereits Ende 2019 verabschiedet werden m\u00fcssen- die Strategie ist deshalb bereits jetzt erheblich versp\u00e4tet.  Methan ist ein hochwirksames Treibhausgas. \u00dcber einen Zeitraum von 20 Jahren entspricht seine Klimawirkung (global warming potential) dem 86-Fachen von CO2. Methan ist nach CO2 das wichtigste Treibhausgas und f\u00fcr ein Viertel der Erderhitzung verantwortlich.  Im Projekt &#8222;Clean Air Farming&#8220; (LIFE17 GIE\/DE\/610) k\u00e4mpft die DUH zusammen mit europ\u00e4ischen Partnern f\u00fcr die Implementierung geltenden Rechts zur Minderung von Ammoniak und Methan aus der Landwirtschaft. Weitere Informationen: https:\/\/www.clean-air-farming.eu  Das Projekt wird vom LIFE-Programm der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert.  Kontakt:  Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer  0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de  Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz  0160 4334014, mailto:zerger@duh.de  DUH-Pressestelle:  Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe  030 2400867-20, mailto:presse@duh.de  http:\/\/www.duh.de , http:\/\/www.twitter.com\/umwelthilfe , http:\/\/www.facebook.com\/umwelthilfe , http:\/\/www.instagram.com\/umwelthilfe  Pressekontakt:  Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de  Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz 0160 4334014, zerger@duh.de  DUH-Pressestelle:  Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe, www.instagram.com\/umwelthilfe  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/22521\/4705550 OTS:               Deutsche Umwelthilfe e.V.  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/4705550\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; Bisher geplante Verbesserung der Datengrundlage und freiwillige Ma\u00dfnahmen sind Geschenk an die Industrie &#8211; DUH begr\u00fc\u00dft<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-354758","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=354758"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354758\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=354758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=354758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=354758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}