{"id":355419,"date":"2020-09-17T16:33:10","date_gmt":"2020-09-17T16:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/pflanzenzuechter-starten-gemeinschaftsprojekt-zu-neuen-zuechtungsmethoden-geringerer-einsatz-von-pflanzenschutzmitteln-durch-pilztoleranz-im-weizen-mittels-crispr-cas\/"},"modified":"2020-09-17T16:33:10","modified_gmt":"2020-09-17T16:33:10","slug":"pflanzenzuechter-starten-gemeinschaftsprojekt-zu-neuen-zuechtungsmethoden-geringerer-einsatz-von-pflanzenschutzmitteln-durch-pilztoleranz-im-weizen-mittels-crispr-cas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pflanzenzuechter-starten-gemeinschaftsprojekt-zu-neuen-zuechtungsmethoden-geringerer-einsatz-von-pflanzenschutzmitteln-durch-pilztoleranz-im-weizen-mittels-crispr-cas\/","title":{"rendered":"Pflanzenz\u00fcchter starten Gemeinschaftsprojekt zu neuen Z\u00fcchtungsmethoden \/ Geringerer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch Pilztoleranz im Weizen mittels CRISPR\/Cas"},"content":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; Der Bundesverband Deutscher Pflanzenz\u00fcchter e. V. (BDP) hat heute in Berlin das Forschungsvorhaben PILTON vorgestellt. In dem von fast 60 Pflanzenz\u00fcchtungsunternehmen getragenen Projekt sollen Weizenpflanzen mit verbesserter, multipler und dauerhafter Pilztoleranz durch CRISPR\/Cas entwickelt werden.<!--more--> &#8222;Mit dem Projekt wollen wir pr\u00fcfen, welchen Nutzen neue Z\u00fcchtungsmethoden f\u00fcr eine ressourcenschonende und produktive Landwirtschaft haben. Konkret geht es darum, das Potenzial zur Einsparung von Pflanzenschutzmitteln zu evaluieren&#8220;, erkl\u00e4rte die BDP-Vorsitzende Stephanie Franck.  Die Pflanzenz\u00fcchter wollen im Projekt beispielhaft aufzeigen, dass mit neuen Z\u00fcchtungsmethoden Pflanzen mit wichtigen Eigenschaften entstehen k\u00f6nnen, die es sonst nur, wenn \u00fcberhaupt, mit erheblicher Verz\u00f6gerung g\u00e4be. Dr. Klaus Wagner, Pr\u00e4sident des Th\u00fcringer Bauernverbands e. V., verwies auf den Bedarf der Landwirtschaft, so schnell wie m\u00f6glich angepasste Sorten einsetzen zu k\u00f6nnen. &#8222;Klimaver\u00e4nderungen und der Wegfall vieler Pflanzenschutzmittel machen es f\u00fcr die Landwirte zur Herausforderung, ein stabiles Ertragsniveau mit hoher Qualit\u00e4t halten zu k\u00f6nnen. Deshalb brauchen wir neue Methoden aus der Pflanzenz\u00fcchtung. Darauf zu verzichten, k\u00f6nnen wir uns nicht leisten&#8220;, stellte er fest.  Im Projektverlauf soll die Abwehrreaktion gegen Krankheitserreger gest\u00e4rkt werden, indem ein pflanzeneigenes Regulatorgen inaktiviert wird. &#8222;Wir erwarten, dass dies zu einer breiten und dauerhaften Toleranz gegen Pilzkrankheiten wie Braunrost, Gelbrost, Septoria und Fusarium f\u00fchrt&#8220;, beschrieb Dr. Anja Matzk, Head Plant Biotechnology Innovation beim Pflanzenz\u00fcchter KWS, einem der Projektpartner, die Zielsetzung des Projekts. Die f\u00fcr das Forschungsvorhaben notwendigen Arbeiten erfolgen durch den Einsatz von gezielter Mutagenese mittels Cas-Endonukleasen. Dabei werden ausschlie\u00dflich einzelne, eigene Gene des Weizens gezielt bearbeitet.  Die Pflanzenz\u00fcchter wollen dar\u00fcber hinaus auch pr\u00fcfen, wie derzeit angebotene CRISPR\/Cas-Methoden von Unternehmen der Pflanzenz\u00fcchtung, auch vor dem Hintergrund bestehender Schutzrechte, genutzt werden k\u00f6nnen. Lizenzstrukturen der Anbieter und deren Anforderungen an potenzielle Lizenznehmer sollen mit den M\u00f6glichkeiten der in Deutschland t\u00e4tigen Pflanzenz\u00fcchtungsunternehmen abgeglichen werden.  Eine zentrale Frage ist, wie die erzielten Projektergebnisse in der landwirtschaftlichen Praxis ankommen k\u00f6nnen. Eine \u00dcberpr\u00fcfung im Feld ist unerl\u00e4sslich, um die Toleranzeigenschaften unter Praxisbedingungen zu testen. Der Europ\u00e4ische Gerichtshof hat Pflanzen, die mithilfe neuer Z\u00fcchtungsmethoden entwickelt wurden, im Jahr 2018 pauschal als gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen (GVO) eingestuft. Die damit verbundenen Auflagen und Konsequenzen machen eine Anwendung der neuen Methoden derzeit praktisch unm\u00f6glich. &#8222;Nach wissenschaftlicher Erkenntnislage gibt es keinen Grund, Pflanzen, die sich nicht von klassisch gez\u00fcchteten unterscheiden oder auch nat\u00fcrlicherweise vorkommen k\u00f6nnten, als GVO zu regulieren. Die Gesetzgebung muss entsprechend angepasst werden&#8220;, forderte Franck.  Details zum Projekt stehen unter http:\/\/www.pilton.bdp-online.de zur Verf\u00fcgung,  Pressekontakt:  Bundesverband Deutscher Pflanzenz\u00fcchter e. V. Ulrike Amoruso-Eickhorn, Leiterin Kommunikation und Strategie Kaufmannstra\u00dfe 71-73, 53115 Bonn Telefon: +49 (0) 228\/98581-17, Mobil: +49 (0) 172 2664573 Telefax: +49 (0) 228\/98581-19 E-Mail: mailto:ulrike.amoruso@bdp-online.de  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/100826\/4709898 OTS:               Bundesverband Deutscher Pflanzenz\u00fcchter e.V. (BDP)  Original-Content von: Bundesverband Deutscher Pflanzenz\u00fcchter e.V. (BDP), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/100826\/4709898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; Der Bundesverband Deutscher Pflanzenz\u00fcchter e. V. (BDP) hat heute in Berlin das Forschungsvorhaben PILTON vorgestellt. 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