{"id":358635,"date":"2020-10-06T14:27:05","date_gmt":"2020-10-06T14:27:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/attraktivitaet-des-oeffentlichen-gesundheitsdienstes-erhoehen-foto\/"},"modified":"2020-10-06T17:58:10","modified_gmt":"2020-10-06T15:58:10","slug":"attraktivitaet-des-oeffentlichen-gesundheitsdienstes-erhoehen-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/attraktivitaet-des-oeffentlichen-gesundheitsdienstes-erhoehen-foto\/","title":{"rendered":"Attraktivit\u00e4t des \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienstes erh\u00f6hen (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"Vizepr\u00e4sident Dr. Andreas Botzlar (links) und Pr\u00e4sident Dr. Gerald Quitterer beim Pressegespr\u00e4ch im Vorfeld des 79. Bayerischen \u00c4rztetages in M\u00fcnchen. \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/55210 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/2fce7942-bde2-411e-88c9-b1d4b90e3c23\/IMG_7565_b_web.jpg\" \/><\/p>\n<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; Im Vorfeld des 79. Bayerischen \u00c4rztetages begr\u00fc\u00dfte Dr. Andreas Botzlar, Vizepr\u00e4sident der Bayerischen Landes\u00e4rztekammer (BL\u00c4K), den Anfang September von den Gesundheitsministern von Bund und L\u00e4ndern beschlossenen Pakt f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienst (\u00d6GD).<!--more--> Jetzt m\u00fcssten die Voraussetzungen f\u00fcr die notwendige Aufstockung des Personals geschaffen sowie Schritte eingeleitet werden, um eine T\u00e4tigkeit beim \u00d6GD f\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte attraktiver zu gestalten. &#8222;Dieser Pakt ist ein wichtiger Meilenstein f\u00fcr den seit Jahrzehnten finanziell ausgebluteten und personell stark ausged\u00fcnnten \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienst. Er kann die Grundlage daf\u00fcr schaffen, dass der \u00d6GD seine vielf\u00e4ltigen Aufgaben zuk\u00fcnftig besser erf\u00fcllen kann&#8220;, so Botzlar. \u00dcber den Pakt sollen im \u00d6GD bis Ende 2022 5.000 neue Stellen ausgeschrieben und mit \u00c4rztinnen und \u00c4rzten sowie Fach- und Verwaltungspersonal besetzt werden. Dar\u00fcber hinaus soll in die Digitalisierung der Gesundheitsbeh\u00f6rden investiert werden. Au\u00dferdem sieht der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz bisher nicht exakt definierte finanzielle Mittel f\u00fcr eine bessere Bezahlung des \u00d6GD-Personals vor. &#8222;Insbesondere aufgrund der hohen Bedeutung des \u00d6GD f\u00fcr die Pandemiebek\u00e4mpfung m\u00fcssen die im Rahmen des Pakts skizzierten Ma\u00dfnahmen vom Bund, vom Freistaat Bayern sowie von den bayerischen Kommunen rasch konkretisiert und schnell umgesetzt werden&#8220;, betonte Botzlar. Aufgrund des hohen Bedarfs an \u00c4rzten im \u00d6GD m\u00fcsse au\u00dferdem sichergestellt sein, dass die Mehrzahl der neuen Stellen auch tats\u00e4chlich mit \u00e4rztlichem Personal besetzt werde. Dies k\u00f6nne allerdings nur realisiert werden, wenn die Attraktivit\u00e4t des \u00d6GD drastisch erh\u00f6ht werde. &#8222;\u00c4rzte im \u00d6GD sind keine Verwaltungsangestellten, sondern Fach\u00e4rzte, die wichtige Aufgaben f\u00fcr den Gesundheitsschutz der Bev\u00f6lkerung wahrnehmen. Es ist deshalb unverst\u00e4ndlich, warum angestellte \u00c4rztinnen und \u00c4rzte im \u00d6GD noch immer wesentlich schlechter bezahlt werden als ihre Kolleginnen und Kollegen bei Begutachtungsstellen oder in Krankenh\u00e4usern&#8220;, erg\u00e4nzte der Vizepr\u00e4sident. Dies f\u00fchre einerseits zu Abwanderungen von \u00c4rzten aus dem \u00d6GD und demotiviere andererseits m\u00f6gliche Bewerber. &#8222;Nur neue Stellen auszuschreiben ist insofern zu wenig, denn man wird nicht viele \u00c4rzte finden, die bereit sind, zur derzeitigen Bezahlung f\u00fcr den \u00d6GD zu arbeiten&#8220;, so Botzlar. &#8222;Im Zuge der Umsetzung des Pakts f\u00fcr den \u00d6GD sollten insofern &#8211; analog zur Praxis in Krankenh\u00e4usern &#8211; arztspezifische Tarifvertr\u00e4ge mit den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, welche im \u00d6GD besch\u00e4ftigt sind, abgeschlossen werden. Dabei sollten selbstverst\u00e4ndlich die verschiedenen Verantwortungsebenen im Rahmen von ausdifferenzierten Entgeltgruppen ad\u00e4quat abgebildet werden. Nur so wird es m\u00f6glich werden, jungen Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzten im \u00d6GD \u00e4hnliche Zukunftsperspektiven wie in anderen Institutionen zu er\u00f6ffnen und damit neue Bewerber zu gewinnen und bereits im \u00d6GD t\u00e4tige Mitarbeiter zu halten&#8220;, f\u00fchrte Botzlar weiter aus. Rein tempor\u00e4re Zulagen seien dazu keine Alternative. Versorgungskapazit\u00e4ten f\u00fcr Krisenf\u00e4lle vorhalten und finanzieren Au\u00dferdem forderte der Vizepr\u00e4sident eine Reform der Krankenhausfinanzierung: &#8222;Die Verg\u00fctung von Kliniken sollte sich dauerhaft nach dem Versorgungsbedarf und den angemessenen Vorhaltekosten f\u00fcr Infrastruktur, Personal und Technik richten und nicht nach der Zahl der behandelten F\u00e4lle. So wird unser Gesundheitssystem in die Lage versetzt, akute Krisensituationen auch in Zukunft stemmen zu k\u00f6nnen,&#8220; erl\u00e4uterte der Vizepr\u00e4sident. Zu Beginn der Corona-Pandemie habe die im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern h\u00f6here Anzahl an Krankenh\u00e4usern und Krankenhausbetten, insbesondere Intensivbetten, mit dazu beigetragen, dass Deutschland eine auffallend geringe Mortalit\u00e4t zu verzeichnen gehabt habe. Die Vorhaltung solcher bedarfsnotwendigen Einrichtungen sei allerdings kostspielig. Im Zuge der Pandemie hatten die Krankenh\u00e4user im Rahmen des Covid-19 Krankenhausentlastungsgesetzes deshalb finanzielle Mittel erhalten, um Versorgungskapazit\u00e4ten f\u00fcr eine wachsende Anzahl von Patienten mit einer Coronavirus-Infektion bereitzustellen. &#8222;Dadurch wurde die Krankenhausfinanzierung auf v\u00f6llig neue Beine gestellt, es wurde Geld f\u00fcr freie Kapazit\u00e4ten anstatt f\u00fcr behandelte F\u00e4lle bezahlt&#8220;, erkl\u00e4rte Botzlar. Leider sei diese Form der Finanzierung nur von vor\u00fcbergehender Dauer gewesen. Normalerweise werde die aufnahmebereite Vorhaltung bedarfsnotwendiger Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie von Krei\u00dfs\u00e4len oder Intensivstationen eben nicht verg\u00fctet. Stattdessen bek\u00e4men Krankenh\u00e4user zur Deckung der angefallenen Betriebskosten pro Patient beziehungsweise Krankenhausfall einen pauschalen Euro-Betrag von der Krankenkasse des Patienten, die sogenannte Fallpauschale, \u00fcberwiesen. &#8222;Eine geringe Auslastung bedarfsnotwendiger Einrichtungen kann bei Krankenh\u00e4usern deshalb schnell zu finanziellen Engp\u00e4ssen f\u00fchren&#8220;, f\u00fchrte Botzlar weiter aus. Positionspapier Gesundheitsversorgung Bayern 2025 \u00dcberdies erl\u00e4uterte Botzlar, dass die Delegierten des 79. Bayerischen \u00c4rztetags voraussichtlich \u00fcber einen Entschlie\u00dfungsantrag unter dem Titel &#8222;Positionspapier Gesundheitsversorgung Bayern 2025&#8220; debattieren w\u00fcrden. Darin werde unter anderem postuliert, dass eine Refinanzierung von Kosten f\u00fcr infrastrukturelle und personelle Vorhaltung und Investitionen unabh\u00e4ngig von erbrachten Leistungen eine Flucht der Krankenh\u00e4user in die Mengenausweitung ersparen k\u00f6nne. &#8222;Des Weiteren soll es im Zuge der Diskussion des Antrags einen offenen Dialog dar\u00fcber geben, wie wichtig die Schwerpunktbildung von Krankenh\u00e4usern im Vergleich zu deren schneller Erreichbarkeit ist&#8220;, so Botzlar. Auch das Thema Datenschutz in der Medizin werde im Rahmen des Positionspapiers angesprochen. &#8222;Beim Datenschutz ist stets eine rationale Abw\u00e4gung von Nutzen und Risiko notwendig. Im Notfall kann k\u00fcnftig etwa der rasche Einblick in die vollst\u00e4ndige elektronische Patientenakte auch das Leben von nicht einwilligungsf\u00e4higen Patienten retten&#8220;, erkl\u00e4rte der Vizepr\u00e4sident. Ausgearbeitet haben das Papier die Mitglieder der Aussch\u00fcsse &#8222;Angestellte \u00c4rztinnen und \u00c4rzte&#8220; und &#8222;Ambulant-station\u00e4re Versorgung&#8220; der BL\u00c4K. Pressekontakt: Bayerische Landes\u00e4rztekammer Pressestelle Dagmar Nedbal M\u00fchlbaurstra\u00dfe 16 81677 M\u00fcnchen Telefon: 089 4147-268 Fax: 089 4147-202 E-Mail: mailto:presse@blaek.de http:\/\/www.blaek.de Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/55210\/4726643 OTS: Bayerische Landes\u00e4rztekammer Original-Content von: Bayerische Landes\u00e4rztekammer, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/55210\/4726643\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; Im Vorfeld des 79. 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