{"id":361462,"date":"2020-10-23T15:03:23","date_gmt":"2020-10-23T15:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/eu-umweltrat-setzt-wichtiges-zeichen-gegen-die-weitere-zerstoerung-der-natur-campaign-for-nature-begruesst-leitlinien-zum-schutz-der-biologischen-vielfalt\/"},"modified":"2020-10-23T15:03:23","modified_gmt":"2020-10-23T15:03:23","slug":"eu-umweltrat-setzt-wichtiges-zeichen-gegen-die-weitere-zerstoerung-der-natur-campaign-for-nature-begruesst-leitlinien-zum-schutz-der-biologischen-vielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/eu-umweltrat-setzt-wichtiges-zeichen-gegen-die-weitere-zerstoerung-der-natur-campaign-for-nature-begruesst-leitlinien-zum-schutz-der-biologischen-vielfalt\/","title":{"rendered":"EU Umweltrat setzt wichtiges Zeichen gegen die weitere Zerst\u00f6rung der Natur \/ Campaign for Nature begr\u00fc\u00dft Leitlinien zum Schutz der Biologischen Vielfalt"},"content":{"rendered":"<p>Luxemburg (ots) &#8211; Der EU-Umweltrat hat sich heute auf die Annahme politischer Leitlinien f\u00fcr die Umsetzung einer ehrgeizigen EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie f\u00fcr 2030 verst\u00e4ndigt.<!--more--> Im Gegensatz zu den natur- und klimasch\u00e4dlichen Entscheidungen des EU-Agrarrates vom Montag dieser Woche setzte der Umweltrat damit wichtige Leitlinien, um den schlechten Zustand der Natur in Europa zu verbessern und mehr Verantwortung beim Kampf gegen die globale Biodiversit\u00e4tskrise zu \u00fcbernehmen.  Einer der Eckpfeiler der neuen EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie ist das gemeinsame Ziel aller EU Staaten, mindestens 30 Prozent der gesamten Land- und Meeresfl\u00e4chen bis 2030 wirksam zu sch\u00fctzen. 10 Prozent davon sollen sogar streng gesch\u00fctzt werden. &#8222;Der EU-Umweltrat folgt damit den Empfehlungen renommierter Wissenschaftler, die dies als absolut notwendigen Beitrag zur Bew\u00e4ltigung der Biodiversit\u00e4ts- und Klimakrise sehen&#8220;, unterstreicht Georg Schwede, Europachef der Campaign for Nature.  Dass dieses Ziel auch \u00f6konomisch und finanziell sinnvoll ist, zeigte eine unabh\u00e4ngige Studie zu den \u00f6konomischen Leistungen von Schutzgebieten vom Juli dieses Jahres. Die Studie belegt, dass deren Nutzen die Kosten in einem Verh\u00e4ltnis von mindestens 5:1 \u00fcberwiegen. Demzufolge f\u00f6rdern Schutzgebiete das Wirtschaftswachstum mehr und nachhaltiger als andere Nutzungsformen wie Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft. Sie bieten zudem wichtige nicht monet\u00e4re Vorteile, wie besseren Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.  Ausdr\u00fccklich zu begr\u00fc\u00dfen sei auch die gr\u00f6\u00dfere Verantwortung, die die EU weltweit bei der Bew\u00e4ltigung der Biodiversit\u00e4tskrise \u00fcbernehmen will, so Schwede. So sei es das erkl\u00e4rte Ziel der EU, bei den derzeitigen Verhandlungen \u00fcber eine neue globale Strategie zur Umsetzung des UN-Abkommens zum Schutz der Biologischen Vielfalt (CBD) mit gutem Beispiel voranzugehen und sich f\u00fcr die Verabschiedung einer Strategie mit transformativen Charakter einzusetzen. Dabei soll auch der enorme \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck der EU adressiert werden, der ma\u00dfgeblich f\u00fcr den Verlust biologischer Vielfalt insbesondere in den Tropen verantwortlich ist.  Wie der erst in der letzten Woche ver\u00f6ffentlichte Bericht der Europ\u00e4ischen Umweltagentur (EEA) zum Zustand der Natur in Europa erneut dokumentierte, gibt es gravierende Umsetzungsdefizite im Naturschutz. So wird auch f\u00fcr diese Strategie vor allem die Umsetzung auf nationaler Ebene der wichtigste Pr\u00fcfstein sein. Dies zeigt auch eine aktuelle Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr\u00fcnen-Fraktion, derzufolge allein in Deutschland bis knapp eine Milliarde Euro j\u00e4hrlich zur Umsetzung wichtiger EU Richtlinien im Naturschutz fehlt.  Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Rolle der Landwirtschaft als Hauptverursacher des Verlusts biologischer Vielfalt sind die Beschl\u00fcsse des EU-Agrarrates von Anfang dieser Woche ein schlechtes Omen. &#8222;Sollte es nicht gelingen, diese desastr\u00f6sen Beschl\u00fcsse zu verbessern, wird weiterhin mit hunderten Milliarden an Steuergeldern Natur- und Umweltzerst\u00f6rung gef\u00f6rdert, und zentrale Ziele der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie werden sich nicht umsetzen lassen&#8220;, so Georg Schwede von der Campaign for Nature. Er forderte eine konsequente und konsistente Politik zur Bew\u00e4ltigung der Biodiversit\u00e4tskrise, statt r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Partikularinteressen der Agrarlobby weiter zu bedienen.  Hintergrund:  Studie zum Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis (Highlights und gesamte Studie):  https:\/\/bit.ly\/3gykHP8  https:\/\/bit.ly\/31Otbxs  Meldung zur Finanzierungsl\u00fccke im deutschen Naturschutz:  https:\/\/ots.de\/UCKFKi  Pressekontakt:  Dr. Georg Schwede Representative Europe, Campaign for Nature mailto:georg@campaignfornature.com mobil: 0170 5571244  Klaus-Henning Groth Presse, Campaign for Nature mailto:klaus-henning@campaignfornature.com mobil: 0172 449 3366  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/134001\/4743022 OTS:               Campaign for Nature  Original-Content von: Campaign for Nature, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/134001\/4743022\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Luxemburg (ots) &#8211; Der EU-Umweltrat hat sich heute auf die Annahme politischer Leitlinien f\u00fcr die Umsetzung einer ehrgeizigen EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie f\u00fcr<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-361462","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=361462"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361462\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=361462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=361462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=361462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}