{"id":362036,"date":"2020-09-30T10:30:00","date_gmt":"2020-09-30T10:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/bka-cybercrime-in-deutschland-nimmt-weiter-zu-bundekriminalamt-stellt-bundeslagebild-2019-sowie-sonderauswertung-zu-cybercrime-in-der-corona-krise-2020-vor-3\/"},"modified":"2020-09-30T10:30:00","modified_gmt":"2020-09-30T10:30:00","slug":"bka-cybercrime-in-deutschland-nimmt-weiter-zu-bundekriminalamt-stellt-bundeslagebild-2019-sowie-sonderauswertung-zu-cybercrime-in-der-corona-krise-2020-vor-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-cybercrime-in-deutschland-nimmt-weiter-zu-bundekriminalamt-stellt-bundeslagebild-2019-sowie-sonderauswertung-zu-cybercrime-in-der-corona-krise-2020-vor-3\/","title":{"rendered":"BKA: Cybercrime in Deutschland nimmt weiter zu: Bundekriminalamt stellt Bundeslagebild 2019 sowie Sonderauswertung zu Cybercrime in der Corona-Krise 2020 vor"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; 100.514 F\u00e4lle von Cybercrime im engeren Sinne registrierte die deutsche Polizei in 2019, was einem Anstieg von \u00fcber 15 Prozent gegen\u00fcber der Vorjahreszahl entspricht (2018: 87.106 F\u00e4lle).<!--more--> Wie aus dem heute vom Bundeskriminalamt (BKA) ver\u00f6ffentlichten &#8222;Bundeslagebild Cybercrime 2019&#8220; hervorgeht, erreicht die Anzahl der polizeilich bekannten Taten damit einen neuen H\u00f6chststand.  Die Sch\u00e4den, die durch entsprechende Taten entstehen, sind hoch. So sch\u00e4tzt der Branchenverband BITKOM, dass der Wirtschaft 2019 ein Schaden von \u00fcber 100 Milliarden Euro durch Cyberangriffe entstanden ist. Neben Wirtschaftsunternehmen sind \u00f6ffentliche Einrichtungen bevorzugte Ziele der T\u00e4ter, die sich hier hohe kriminelle Gewinne erwarten.  Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr geht weiterhin von Angriffen mittels sogenannter Ransomware aus. Diese Software verschl\u00fcsselt die Daten auf dem angegriffenen Rechner. F\u00fcr deren Entschl\u00fcsselung fordern die T\u00e4ter meist einen Geldbetrag, der in der Regel in Form von Bitcoins zu entrichten ist. Seit dem vergangenen Jahr beobachtet das BKA mit der sogenannte &#8222;Double Extortion&#8220; einen neuen Modus Operandi, bei dem die T\u00e4ter die IT-Systeme ihrer Opfer nicht nur mittels Ransomware verschl\u00fcsseln, sondern im Zuge der Attacken auch sensible Daten erbeuten und damit drohen, diese zu ver\u00f6ffentlichen.  Die Polizei stellte 2019 insgesamt 22.574 Tatverd\u00e4chtige fest &#8211; \u00fcber 2 Prozent mehr als noch in 2018 (22.051 Tatverd\u00e4chtige). Cyberkriminelle sind in der Regel international vernetzt und agieren arbeitsteilig. Hinzu kommt, dass sie sich neuen Situationen flexibel anpassen.  Diese Flexibilit\u00e4t lie\u00dfen die T\u00e4ter auch im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erkennen, wie aus der Sonderauswertung &#8222;Cybercrime in Zeiten der COVID-19-Pandemie&#8220; hervorgeht. In der heute ebenfalls ver\u00f6ffentlichten Analyse des Zeitraums M\u00e4rz bis August 2020 wird beispielsweise auf unmittelbar nach Beginn der Pandemie erstellte Webseiten eingegangen, die in Anlehnung an die Internetpr\u00e4senzen staatlicher Stellen etwa mit Informationen und Beratungsgespr\u00e4chen zur Corona-Soforthilfe warben. Durch Bet\u00e4tigung von Schaltfl\u00e4chen auf den betreffenden Webseiten wurden die Computer der Besucher mit Malware infiziert. \u00c4hnlich erging es Empf\u00e4ngern von E-Mails, die scheinbar von staatlichen Stellen oder Banken stammten und Informationen zum Thema &#8222;Corona&#8220; enthielten. Beim \u00d6ffnen eines Anhangs wurde der Computer der Betroffenen mit Schadsoftware infiziert.  Die hohe Zahl der Straftaten und die vielf\u00e4ltigen Modi Operandi im Zuge der COVID-19-Pandemie zeigen, dass es sowohl f\u00fcr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen als auch Privatpersonen wichtig ist, ihre Daten vor dem Zugriff von Cyberkriminellen zu sch\u00fctzen. Dazu geh\u00f6rt ein aktueller Virenschutz genauso wie sichere Passw\u00f6rter und regelm\u00e4\u00dfige Backups. Wichtig ist aber auch, bei E-Mails von unbekannten Absendern skeptisch zu bleiben, auch wenn diese den Eindruck erwecken, von einer Beh\u00f6rde, Bank oder Bekannten versandt worden zu sein. Aufforderungen zu Geldzahlungen sollte niemals nachgekommen werden. Betroffene von Cybercrime sollten vielmehr m\u00f6glichst zeitnah die Polizei informieren. Denn nur wenn die Polizei von Cyberstraftaten erf\u00e4hrt, kann sie die T\u00e4ter ermitteln und die Begehung weiterer Straftaten verhindern.  Martina Link, Vize-Pr\u00e4sidentin beim Bundeskriminalamt:  &#8222;Mit der Einrichtung der Abteilung Cybercrime hat das Bundeskriminalamt die Bek\u00e4mpfung der Kriminalit\u00e4t im Netz weiter gest\u00e4rkt. Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist dabei die Analyse. Denn nur wenn wir wissen, wie die Cyberkriminellen vorgehen, k\u00f6nnen wir darauf zielgerichtet reagieren. Die heute ver\u00f6ffentlichte Sonderauswertung zu Cybercrime in Zeiten der COVID-19-Pandemie ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr. Unsere gewonnenen Erkenntnisse setzen wir auch bei Ermittlungen ein. Die Ziele sind klar: Kriminelle Netzwerke aufdecken, Strukturen zerschlagen und Tatverd\u00e4chtige \u00fcberf\u00fchren. Unser Anspruch ist es, den T\u00e4terinnen und T\u00e4tern stets einen Schritt voraus zu sein. Daher werden wir unsere Kapazit\u00e4ten im Bereich Cybercrimebek\u00e4mpfung weiter ausbauen.&#8220;  <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/7\/4720954\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; 100.514 F\u00e4lle von Cybercrime im engeren Sinne registrierte die deutsche Polizei in 2019, was einem Anstieg von<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-362036","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=362036"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362036\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=362036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=362036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=362036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}