{"id":370455,"date":"2021-01-18T16:15:16","date_gmt":"2021-01-18T16:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/brauereien-mit-absatzverlusten-in-historischen-dimensionen-branchenumfrage-des-brauer-bundes-zu-den-auswirkungen-der-corona-pandemie\/"},"modified":"2021-01-18T16:15:16","modified_gmt":"2021-01-18T16:15:16","slug":"brauereien-mit-absatzverlusten-in-historischen-dimensionen-branchenumfrage-des-brauer-bundes-zu-den-auswirkungen-der-corona-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/brauereien-mit-absatzverlusten-in-historischen-dimensionen-branchenumfrage-des-brauer-bundes-zu-den-auswirkungen-der-corona-pandemie\/","title":{"rendered":"Brauereien mit Absatzverlusten in historischen Dimensionen \/ Branchenumfrage des Brauer-Bundes zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Verst\u00e4rkt durch den seit Anfang November bestehenden erneuten Lockdown erreichen die Absatzverluste und Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge der deutschen Brauereien f\u00fcr das Jahr 2020 historische Dimensionen. &#8222;Die Situation ist dramatisch und in der Nachkriegszeit ohne Beispiel&#8220;, so der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), Holger Eichele.<!--more--> Laut einer aktuellen Branchenumfrage des DBB melden immer mehr mittelst\u00e4ndische und handwerkliche Brauereien drastische und nicht selten existenzbedrohende Umsatzeinbr\u00fcche. &#8222;Je gr\u00f6\u00dfer das Gastronomie- und Veranstaltungsgesch\u00e4ft einer Brauerei, desto verheerender die Verluste.&#8220;  Historischer Einbruch bei Bierabsatz und Ums\u00e4tzen  W\u00e4hrend einige Brauereien, die ihre Biere nur zu einem sehr geringen Anteil in der Gastronomie absetzen, \u00fcber keine oder nur einstellige R\u00fcckg\u00e4nge beim Umsatz berichten, beklagt das Gros der Betriebe massive Einbr\u00fcche, die in einzelnen F\u00e4llen bis zu 70 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr 2019 betragen und zu hohen Verlusten f\u00fchren, zu deren Ausgleich die Betriebe Jahre brauchen werden. Im Mittel haben die vom DBB befragten Brauereien mit Bier und Biermischgetr\u00e4nken im vergangenen Jahr 23 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Wie stark der in Hektolitern bemessene Bierabsatz bundesweit eingebrochen ist, wird Ende Januar die Jahresmeldung des Statistischen Bundesamtes zeigen. Insbesondere kleinere Betriebe mit bis zu 30 Mitarbeitern, die meist \u00fcberdurchschnittlich stark vom ausbleibenden Gastronomieabsatz und der Absage von Festveranstaltungen betroffen sind, beklagen laut Verbandsumfrage Absatzr\u00fcckg\u00e4nge von 50 Prozent und mehr. Nur sehr wenige Brauereien, die ihre Biere \u00fcberwiegend oder ausschlie\u00dflich \u00fcber den Handel anbieten, konnten 2020 das Vorjahresniveau halten.  \u00dcber alle befragten Brauereien hinweg ergab die Stichprobe ein Absatzminus von durchschnittlich 19 Prozent. Der Brauer-Bund hatte zwischen 16. Dezember und 13. Januar mehr als 80 Brauereien aller Gr\u00f6\u00dfenklassen befragt. Knapp ein Viertel der Betriebe hat weniger als 30 Mitarbeiter, ein weiteres Viertel bis zu 60.  22 Prozent der befragten Brauereien haben zwischen 60 und 100, 17 Prozent zwischen 100 und 300 Mitarbeiter und letztendlich gut zehn Prozent mehr als 300 Mitarbeiter. Damit zeichnet auch diese Befragung erneut ein aktuelles Stimmungsbild der Branche, erhebt aber nicht den Anspruch, repr\u00e4sentativ zu sein.  Staatliche Hilfen f\u00fcr Brauereien insgesamt unzureichend  Die von Bund und L\u00e4ndern ergriffenen Hilfsma\u00dfnahmen f\u00fcr betroffene Brauereien werden von der Branche weit \u00fcberwiegend als unzureichend bewertet. Mehr als Dreiviertel der vom Verband befragten Brauereien (79 Prozent) gaben diese Einsch\u00e4tzung ab. Nur jeder zehnte Betrieb erkl\u00e4rte, dass die Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen von Bund und L\u00e4ndern ausreichend seien. Elf Prozent konnten oder wollten die Hilfsma\u00dfnahmen nicht bewerten.  Vielfach wurde betont, dass zur Abwendung irreversibler wirtschaftlicher Sch\u00e4den unb\u00fcrokratische, schnellere und wirksamere Hilfen f\u00fcr betroffene Betriebe h\u00f6chste Priorit\u00e4t haben m\u00fcssten. Unter Hinweis auf die enge Verbindung zwischen Brauwirtschaft und Gastgewerbe wird eine der Gastronomie \u00e4hnliche Unterst\u00fctzung auch f\u00fcr die Braubranche eingefordert. Kritisiert wird in diesem Kontext insbesondere die Benachteiligung von Brauereigastst\u00e4tten, die als Mischbetriebe keine Hilfe, die mit der f\u00fcr die sonstige Gastronomie gew\u00e4hrten vergleichbar w\u00e4re, beantragen k\u00f6nnen. Brauereien beklagen, dass sie erhebliche Mengen an Fassbier von der Gastronomie h\u00e4tten zur\u00fccknehmen und vernichten m\u00fcssen, ohne eine Entsch\u00e4digung hierf\u00fcr zu erhalten.  Aus Sicht vieler Brauereien w\u00e4re eine Wiederherstellung der alten Biersteuermengenstaffel geeignet, gerade kleineren Betrieben zu helfen. Auch eine Verstetigung der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie sowie die Einbeziehung von Getr\u00e4nken bleibt eine Kernforderung der Braubranche. Daneben sprechen sich die Betriebe f\u00fcr die Ausweitung von Verlustvortr\u00e4gen aus sowie eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, eine Weiterf\u00fchrung der Kurzarbeiter-Regelung auch nach Ende des Lockdowns sowie eine Beschleunigung der staatlichen Impf-Programme.  Weitreichende Auswirkungen der Krise auf die Brauwirtschaft  Auf die Frage, welche Auswirkungen die Corona-Krise mittelfristig auf die deutsche Brauwirtschaft haben kann, \u00e4u\u00dfert sich die Branche sehr besorgt. 91 Prozent der Betriebe bef\u00fcrchten den Verlust zahlreicher Absatzst\u00e4tten durch eine Pleitewelle im Gastgewerbe. Eng beieinander liegen die Sorge vor h\u00f6heren Steuern und Abgaben als Folge der Corona-Krise (70 Prozent) und die Bef\u00fcrchtung, dass in der Braubranche eine deutliche Zahl von Betriebsaufgaben und Insolvenzen zu erwarten sei (66 Prozent). Eine St\u00e4rkung des Online-Handels und der Lieferdienste erwarten 64 Prozent.  Gro\u00dfteil rechnet mit Wiederer\u00f6ffnung des Gastgewerbes erst im April  In einer digitalen Branchendiskussion am 15. Januar, an der auf Einladung des Deutschen Brauer-Bundes mehr als 100 Experten aus Getr\u00e4nkeindustrie und Getr\u00e4nkegro\u00dfhandel teilgenommen hatten, wurden die Zukunfts\u00e4ngste der Branche deutlich. 57 Prozent der online befragten Branchenkenner bef\u00fcrchten, dass eine mehrfache Verl\u00e4ngerung des Lockdowns erst Anfang bis Mitte April zu einer Wiederer\u00f6ffnung des Gastgewerbes in Deutschland f\u00fchren k\u00f6nnte, 29 Prozent rechnen sogar mit Mai. Nur 14 Prozent sehen bereits f\u00fcr Anfang bis Mitte M\u00e4rz eine Perspektive. Gut die H\u00e4lfte (52 %) der Branchenkenner erwartet, dass das Gastgewerbe 2021 nur 60 Prozent des normalen Umsatzes der Vorjahre 2019\/2018 erwirtschaften wird. Jeder f\u00fcnfte Befragte rechnet damit, dass 70 oder 80 Prozent m\u00f6glich sein werden. Dass die Ums\u00e4tze der Gastronomie dieses Jahr nur 50 Prozent oder weniger des Niveaus der Vorjahre erreichen k\u00f6nnten, bef\u00fcrchtet hingegen mehr als jeder Vierte.  Pressekontakt:  Marc-Oliver Huhnholz Pressesprecher Die deutschen Brauer Tel.: 030\/209167-16 E-Mail: mailto:huhnholz@brauer-bund.de  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/14818\/4815315 OTS:               Deutscher Brauer-Bund e.V.  Original-Content von: Deutscher Brauer-Bund e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/14818\/4815315\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Verst\u00e4rkt durch den seit Anfang November bestehenden erneuten Lockdown erreichen die Absatzverluste und Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge der deutschen Brauereien<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-370455","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/370455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=370455"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/370455\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=370455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=370455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=370455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}