{"id":371303,"date":"2021-01-28T11:39:33","date_gmt":"2021-01-28T11:39:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/alarmierende-auswertung-der-deutschen-umwelthilfe-grossteil-der-foerdermittel-im-co2-gebaeudesanierungsprogramm-geht-dem-klimaschutz-verloren\/"},"modified":"2021-01-28T11:39:33","modified_gmt":"2021-01-28T11:39:33","slug":"alarmierende-auswertung-der-deutschen-umwelthilfe-grossteil-der-foerdermittel-im-co2-gebaeudesanierungsprogramm-geht-dem-klimaschutz-verloren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/alarmierende-auswertung-der-deutschen-umwelthilfe-grossteil-der-foerdermittel-im-co2-gebaeudesanierungsprogramm-geht-dem-klimaschutz-verloren\/","title":{"rendered":"Alarmierende Auswertung der Deutschen Umwelthilfe: Gro\u00dfteil der F\u00f6rdermittel im CO2-Geb\u00e4udesanierungsprogramm geht dem Klimaschutz verloren"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;  &#8211; DUH kritisiert: Mittel aus CO2-Geb\u00e4udesanierungsprogramm landen \u00fcberwiegend   bei Neubauten, der Klimaschutz im Geb\u00e4udebestand bleibt auf der Strecke &#8211; Neubauten erhalten F\u00f6rdergeld auch bei unzureichendem Klimaschutz-Standard &#8211; DUH fordert: Geld muss priorit\u00e4r f\u00fcr Ma\u00dfnahmen in Bestandsgeb\u00e4uden ausgegeben   werden, eine F\u00f6rderung f\u00fcr Neubauten ist an den Standard <!--more-->Effizienzhaus 40   Standard zu kn\u00fcpfen  Die Bundesregierung f\u00f6rdert im Geb\u00e4udebereich am Klimaschutz vorbei, da sie den Gro\u00dfteil der F\u00f6rdermittel aus dem CO2-Geb\u00e4udesanierungsprogramm f\u00fcr die F\u00f6rderung des Neubaus nutzt. Gro\u00dfe Anteile davon entfallen zudem auf Geb\u00e4ude mit dem Effizienzhaus 55 Standard, der nicht ausreicht, um die Klimaziele zu erreichen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Basis einer kleinen Anfrage der Fraktion B\u00fcndnis90\/ Die Gr\u00fcnen zur &#8222;Wirksamkeit der F\u00f6rdermittel im Geb\u00e4udebereich f\u00fcr den Klimaschutz&#8220;. Die Auswertung offenbart eine massive Fehlallokation der F\u00f6rdermittel im CO2-Geb\u00e4udesanierungsprogramm. Damit das Programm die beabsichtigte Wirkung erreichen kann, m\u00fcssen die F\u00f6rderbedingungen ge\u00e4ndert werden: Die DUH fordert, nur noch energetische Standards zu f\u00f6rdern, die mit den Klimazielen kompatibel sind und die F\u00f6rdergelder deutlich aufzustocken.  Fast 60 Prozent der F\u00f6rdermittel flie\u00dfen in die F\u00f6rderung des Neubaus. Das ist aber nur ein Bruchteil aller Geb\u00e4ude. Der weitaus gr\u00f6\u00dfere Teil sind Bestandsgeb\u00e4ude mit h\u00e4ufig geringem Klimaschutz-Standard, die dringend einer Sanierung bed\u00fcrfen, um den Energieverbrauch zu senken. Besonders heikel: Mit 2,2 Milliarden Euro wurden 40 Prozent aller Mittel im Jahr 2020 f\u00fcr den veralteten Effizienzhaus 55 Standard verwendet, obwohl dieser nicht den Klimazielen entspricht und im Neubau l\u00e4ngst Stand der Technik ist. Somit entstehen Mitnahmeeffekte bei Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmern, da ihnen ein Standard im Neubau finanziert wird, der auch ohne F\u00f6rderung wirtschaftlich ist und somit auch ohne staatliche Finanzierung gebaut werden w\u00fcrde. Die klimapolitisch notwendige Sanierung von Millionen Bestandsgeb\u00e4uden in Deutschland bleibt dagegen auf der Strecke.  Dazu Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der DUH: &#8220; Die Bundesregierung finanziert mit ihrem CO2-Geb\u00e4udesanierungsprogramm am Klimaschutz vorbei. Anstatt mit dem Geld den Energieverbrauch von Geb\u00e4uden zu senken und so auch die Heizkosten f\u00fcr Mieterinnen und Mieter zu reduzieren, werden Neubauten mit veralteten Effizienz-Standards gro\u00dfz\u00fcgig bezuschusst. Dieses Geld w\u00e4re bei Bestandsgeb\u00e4uden deutlich besser angelegt. Das CO2-Geb\u00e4udesanierungsprogramm sollte ein Klimaschutzprogramm und keine Wohnungsbauf\u00f6rderung sein. Die F\u00f6rderung eines veralteten Klimaschutz-Standards im Neubau ist auch deshalb absurd, weil die Geb\u00e4ude nun vor 2050 ein weiteres Mal saniert werden m\u00fcssen, um auf den richtigen Standard zu kommen. Das Programm muss daher gr\u00fcndlich \u00fcberarbeitet werden: Bei Neubauten darf nur noch der Effizienzhaus 40 Standard gef\u00f6rdert werden, Vollsanierungen im Bestand m\u00fcssen den Effizienzhaus 55 Standard zum Ziel haben .&#8220;  Die Klimaziele im Geb\u00e4udebereich k\u00f6nnen nur mit einer umfassenden Sanierung des Geb\u00e4udebestands erreicht werden. Wie ein k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichter Faktencheck der DUH belegt, wird aber bisher viel zu wenig in die energetische Sanierung des Geb\u00e4udebestandes investiert &#8211; was sich auch in der niedrigen Sanierungsrate von knapp 1 Prozent der Geb\u00e4ude pro Jahr widerspiegelt.  Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH: &#8220; Der Geb\u00e4udebestand ist nach wie vor der pinke Elefant im Raum, der weitgehend ignoriert wird. Besonders besorgniserregend ist, dass der Trend in die falsche Richtung zeigt: 2019 betrug der Anteil des Neubaus im Geb\u00e4udesanierungsprogramm noch 30 Prozent, 2020 flossen sogar 60 Prozent in den Neubau. Das muss dringend umgekehrt werden: Es m\u00fcssen mehr F\u00f6rdermittel f\u00fcr den Bestand bereitgestellt werden, um Sanierungen im Bestand attraktiver zu machen. &#8220;  Um die Klimaziele im Geb\u00e4udebereich zu erreichen, fordert die DUH, die F\u00f6rdermittel f\u00fcr die energetische Sanierung auf bis zu 25 Milliarden Euro j\u00e4hrlich zu erh\u00f6hen. Die derzeitigen F\u00f6rdermittel liegen mit knapp 6 Milliarden Euro f\u00fcr 2021 weit darunter.  Hintergrund:  Deutschland drohen bei Verfehlung des Klimaziels 2030 Strafzahlungen in H\u00f6he von 30 bis 60 Milliarden Euro. Aufgrund der geringen Effizienzanforderungen m\u00fcssen heute gebaute oder sanierte Geb\u00e4ude vor 2050 ein weiteres Mal zu Baustellen werden, was f\u00fcr Eigent\u00fcmer unn\u00f6tige Mehrkosten bedeutet. H\u00f6here Energieeffizienzanspr\u00fcche k\u00f6nnten bis zu 280.000 neue Arbeitspl\u00e4tze in der Bauwirtschaft schaffen.  Links:  Zum Faktenpapier Energieeffizienz und einem 11-Punkte-Sofortprogramm f\u00fcr sozialvertr\u00e4gliche Gestaltung der energetischen Sanierung und mehr Klimaschutz in Geb\u00e4uden: http:\/\/l.duh.de\/p201030  Pressekontakt:  Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin 030 2400867-74, 0170 7686923, metz@duh.de  Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz 0160 4334014, zerger@duh.de  DUH-Pressestelle:  Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe, www.instagram.com\/umwelthilfe  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/22521\/4824081 OTS:               Deutsche Umwelthilfe e.V.  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/4824081\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; DUH kritisiert: Mittel aus CO2-Geb\u00e4udesanierungsprogramm landen \u00fcberwiegend bei Neubauten, der Klimaschutz im Geb\u00e4udebestand bleibt auf der<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-371303","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=371303"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371303\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=371303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=371303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=371303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}