{"id":371727,"date":"2021-02-01T09:35:58","date_gmt":"2021-02-01T09:35:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/corona-pandemie-die-kliniken-2021-nicht-im-regen-stehen-lassen\/"},"modified":"2021-02-01T09:35:58","modified_gmt":"2021-02-01T09:35:58","slug":"corona-pandemie-die-kliniken-2021-nicht-im-regen-stehen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/corona-pandemie-die-kliniken-2021-nicht-im-regen-stehen-lassen\/","title":{"rendered":"Corona-Pandemie: Die Kliniken 2021 nicht im Regen stehen lassen!"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Am morgigen 2. Februar tagt der Expertenbeirat zur Corona-Sicherung f\u00fcr Kliniken. Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) fordert ein klares Signal von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und den Krankenkassen, dass die Kliniken im zweiten Pandemiejahr wirtschaftlich abgesichert werden.<!--more--> Auch wenn die Zahl von COVID-19-Patienten auf den Stationen aktuell wieder sinkt, ist im Jahr 2021 f\u00fcr die Kliniken kein Normalbetrieb mit geregelten Einnahmen in Sicht.  Bernadette R\u00fcmmelin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des kkvd: &#8222;Es ist gut, dass Gesundheitsminister Spahn den Expertenbeirat zum Corona-Ausgleich f\u00fcr Kliniken nun wieder einberufen hat. Die Krankenh\u00e4user warten dringend auf ein klares Signal von der Politik und den Krankenkassen, dass sie im zweiten Jahr der Corona-Pandemie wirtschaftlich nicht im Regen stehen gelassen werden. Derzeit m\u00fcssen sich die Krankenh\u00e4user wirtschaftlich m\u00fchsam von Monat zu Monat hangeln. Gleichzeitig ist zu bef\u00fcrchten, dass sich die Versorgungssituation mit der Ausbreitung von Mutationen wie der Virusvariante B.1.1.7 erneut und schlagartig versch\u00e4rfen kann.  Ausgleichszahlungen f\u00fcr die Versorgung von Corona-Patienten erhalten nur ausgew\u00e4hlte H\u00e4user, aktuell befristet bis Ende Februar. Doch COVID-19-Patienten werden in viel mehr Kliniken versorgt. Und in allen Krankenh\u00e4usern ist an einen Regelbetrieb absehbar kaum zu denken. Um die medizinische Versorgung weiter sicherstellen zu k\u00f6nnen, brauchen die Kliniken endlich eine wirtschaftliche Absicherung und Planungssicherheit f\u00fcr das Jahr 2021. Daher m\u00fcssen nun schnell neue Liquidit\u00e4tshilfen f\u00fcr alle Kliniken auf den Weg gebracht werden, deren zielgenaue Verteilung \u00fcber einen Ganzjahresausgleich am Jahresende sichergestellt wird.&#8220;  Aus Sicht des kkvd sollten sich die neuen Liquidit\u00e4tshilfen an den ausdifferenzierten Ausgleichszahlungen orientieren, die bis zum 30. September 2020 galten. Ende 2021 werden die ausgezahlten Betr\u00e4ge dann im Rahmen eines f\u00fcr alle Krankenh\u00e4user verpflichtenden Ganzjahresausgleichs abgeglichen.  R\u00fcmmelin weiter: &#8222;Zum Gl\u00fcck sind die Zahlen der Corona-Patienten in den Kliniken derzeit r\u00fcckl\u00e4ufig. Doch von einem Regelbetrieb sind alle Krankenh\u00e4user weit entfernt, das gilt auch f\u00fcr die Psychiatrie, Psychosomatik und Reha. \u00dcberall kommt es zu Personalausf\u00e4llen durch Krankheit und Quarant\u00e4ne-Ma\u00dfnahmen. Die notwendigen Infektionsschutzma\u00dfnahmen erfordern mehr Personal und verursachen zugleich deutliche Mehrkosten. Auch ist es nicht m\u00f6glich, planbare Behandlungen und Eingriffe in dem sonst \u00fcblichen Umfang zu erbringen. Doch das derzeitige Finanzierungssystem f\u00fcr Krankenh\u00e4user funktioniert nach dem Prinzip, keine Leistung hei\u00dft keine Einnahmen. Daher ist die Situation jetzt an vielen Standorten weitaus schwieriger als in der ersten Pandemiewelle im Fr\u00fchjahr 2020.&#8220;  Der kkvd fordert zudem, die Pflegepersonaluntergrenzen im Jahr 2021 auszusetzen und das 5-Tage-Zahlungsziel der Krankenkassen f\u00fcr die Begleichung von Krankenhausrechnungen dauerhaft beizubehalten. Auch sollte die Pr\u00fcfquote des Medizinischen Dienstes f\u00fcr das ganze Jahr 2021 auf maximal 5 Prozent abgesenkt bleiben.  &#8222;Unsere Forderungen zielen nicht darauf ab, die bestehenden Krankenhausstrukturen dauerhaft zu konservieren. Es geht jetzt darum, die Krankenh\u00e4user in einer akuten Ausnahmesituation abzusichern und handlungsf\u00e4hig zu halten. Eine Reform der Krankenhausstruktur und -finanzierung ist notwendig. Doch das muss planvoll sowie am Bedarf orientiert geschehen und nicht durch einen ungesteuerten Strukturwandel in der Krise&#8220;, so R\u00fcmmelin abschlie\u00dfend.  Pressebild Bernadette R\u00fcmmelin: https:\/\/kkvd.de\/downloads\/portraet-bernadette-ruemmelin\/  Die Pressemitteilung als Download im PDF-Format: https:\/\/kkvd.de\/wp-content\/uploads\/downloads\/210201_kkvd_PM_Expertenbeirat.pdf  Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands e. V. (kkvd) vertritt bundesweit 262 Krankenh\u00e4user an 345 Standorten sowie 53 Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation. Die Mitgliedseinrichtungen des kkvd haben rund 200.000 Mitarbeitende. J\u00e4hrlich werden mehr als 3,5 Millionen Patienten station\u00e4r und rund f\u00fcnf Millionen Patienten ambulant versorgt.  Pressekontakt:  Katholischer Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) Herbert M\u00f6ller, Pressesprecher Telefon 030-2408368-13 Mobil 0175-2297478 E-Mail mailto:presse.kkvd@caritas.de  Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/120887\/4826607 OTS:               Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V. KKVD  Original-Content von: Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V. KKVD, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/120887\/4826607\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Am morgigen 2. Februar tagt der Expertenbeirat zur Corona-Sicherung f\u00fcr Kliniken. 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