{"id":372215,"date":"2021-02-05T14:22:30","date_gmt":"2021-02-05T14:22:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/iva-mahnt-korrekturen-am-insektenschutzpaket-an-geplante-anwendungsverbote-fuer-pflanzenschutzmittel-rechtlich-fragwuerdig-und-in-teilen-kontraproduktiv\/"},"modified":"2021-02-05T14:22:30","modified_gmt":"2021-02-05T14:22:30","slug":"iva-mahnt-korrekturen-am-insektenschutzpaket-an-geplante-anwendungsverbote-fuer-pflanzenschutzmittel-rechtlich-fragwuerdig-und-in-teilen-kontraproduktiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/iva-mahnt-korrekturen-am-insektenschutzpaket-an-geplante-anwendungsverbote-fuer-pflanzenschutzmittel-rechtlich-fragwuerdig-und-in-teilen-kontraproduktiv\/","title":{"rendered":"IVA mahnt Korrekturen am Insektenschutzpaket an \/ Geplante Anwendungsverbote f\u00fcr Pflanzenschutzmittel rechtlich fragw\u00fcrdig und in Teilen kontraproduktiv"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (ots) &#8211; Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) h\u00e4lt einzelne der geplanten Regelungen im Rahmen des Insektenschutzpakets der Bundesregierung f\u00fcr nicht zielf\u00fchrend, wirkungslos und in Teilen kontraproduktiv.<!--more--> Dies teilte der Wirtschaftsverband heute dem Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) in seiner Stellungnahme zum \u00c4nderungsentwurf der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung mit.   Der weltweite R\u00fcckgang der Insektenpopulationen ist nach Ansicht des IVA ein ernst zu nehmendes Ph\u00e4nomen und wissenschaftlich hinreichend belegt. Umso wichtiger sei es, jetzt wirklich wirksame Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, statt sich in einer Symbolpolitik zu \u00fcben, bei der der Landwirtschaft einseitig die Rolle des S\u00fcndenbocks zugewiesen wird.   So lehnt der IVA ein pauschales Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln in Gebieten mit Bedeutung f\u00fcr den Naturschutz ab. &#8222;Von au\u00dfen betrachtet, mag mancher sich fragen, was Pflanzenschutzmittel in diesen Gebieten zu suchen haben. Aber: Es ist nicht selten, dass landwirtschaftliche Betriebe mit ihrer gesamten Anbaufl\u00e4che in Schutzgebieten liegen. Auch diese Landwirte m\u00fcssen ihre Kulturen vor Pilzen und Sch\u00e4dlingen sch\u00fctzen&#8220;, erl\u00e4utert IVA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Frank Gemmer.   Nach Ansicht des IVA w\u00fcrde ein solches Verbot sogar kontraproduktiv wirken: Schutzgebiete profitieren stark von ihrer heterogenen Landschaftsstruktur, etwa durch Obst- oder Weinbau. Wenn dort landwirtschaftliche Produktion durch ein pauschales Verbot von Pflanzenschutzmitteln unm\u00f6glich wird, k\u00f6nnte die Landschaft strukturell verarmen. &#8222;Schutzgebiete sind oft Kulturlandschaften. Manche Arten haben sich erst in Folge der agrarischen Nutzung hier angesiedelt. Verschwindet hier die Landwirtschaft, verarmt auch die Artenvielfalt. Das w\u00e4re ein B\u00e4rendienst f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t&#8220;, so Gemmer.   Nach Branchensch\u00e4tzung gingen der Landwirtschaft durch die Ma\u00dfnahmen in Summe 7 Prozent ihrer Anbaufl\u00e4che verloren. Betroffen sind vor allem Obst und Gem\u00fcse. &#8222;Schon heute k\u00f6nnen wir unseren Bedarf an diesen Nahrungsmitteln nicht selbst decken. Die Importabh\u00e4ngigkeit w\u00fcrde weiter steigen. Und nat\u00fcrlich hat es Folgen auch f\u00fcr die globale Biodiversit\u00e4t, wenn f\u00fcr unseren Bedarf in anderen Weltregionen nat\u00fcrliche Fl\u00e4chen in Agrarland umgewandelt werden&#8220;, so Gemmer. Er fordert daher: &#8222;Wir brauchen dringend eine umfassende Gesetzesfolgenabsch\u00e4tzung! Ohne diese robuste Basis bleiben die geplanten gesetzlichen Ma\u00dfnahmen willk\u00fcrlich.&#8220;   F\u00fcr rechtlich fragw\u00fcrdig h\u00e4lt der IVA die im \u00c4nderungsentwurf zur Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung angef\u00fchrte Begr\u00fcndung f\u00fcr die Einschr\u00e4nkung der Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmitteln. Der monokausale Einfluss (&#8222;negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt&#8220;) eines einzelnen Wirkstoffs, der Glyphosat hier zugewiesen wird, ist wissenschaftlich nicht belegt. Der IVA erinnert daran, dass der Wirkstoff nach intensiver \u00dcberpr\u00fcfung &#8211; mit Beteiligung deutscher Bewertungsbeh\u00f6rden &#8211; auf europ\u00e4ischer Ebene genehmigt wurde und aktuell ein Dossier zu Erneuerung der Wirkstoffgenehmigung in Br\u00fcssel eingereicht wurde. &#8222;Wir haben seit \u00fcber zehn Jahren aus gutem Grund ein europ\u00e4isches Pflanzenschutzrecht. Das d\u00fcrfen wir nicht st\u00e4ndig durch nationale Sonderwege untergraben&#8220;, betonte Gemmer.   &gt;&gt; Download Stellungnahme des IVA zum Entwurf einer F\u00fcnften Verordnung zur \u00c4nderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft: Pflanzenschutzpolitik in Deutschland (iva.de) (https:\/\/www.iva.de\/sites\/default\/files\/pdfs\/2021_02_05_iva_stellungnahme_psm_anwenvo.pdf)   Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Gesch\u00e4ftsfeldern der 55 Mitgliedsunternehmen geh\u00f6ren Pflanzenschutz, Pflanzenern\u00e4hrung, Biostimulanzien und Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung. Die vom IVA vertretene Branche steht f\u00fcr innovative Produkte f\u00fcr eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft.   Pressekontakt:   Industrieverband Agrar e. V., Pressestelle Martin May Tel. +49 69 2556-1249 oder +49 151 54417692 Fax +49 69 2556-1298 E-Mail: may.iva@vci.de https:\/\/www.iva.de https:\/\/twitter.com\/IVA_Presse  Original-Content von: Industrieverband Agrar e.V. (IVA), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/16070\/4831434\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (ots) &#8211; Der Industrieverband Agrar e. V. 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