{"id":3731,"date":"2007-06-06T15:51:08","date_gmt":"2007-06-06T15:51:08","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=3631"},"modified":"2007-06-06T15:51:08","modified_gmt":"2007-06-06T15:51:08","slug":"neuartiger_hirnschrittmacher_fr_die_behandlung_der_parkinsonkrankheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/neuartiger_hirnschrittmacher_fr_die_behandlung_der_parkinsonkrankheit\/","title":{"rendered":"Neuartiger Hirnschrittmacher f\u00fcr die Behandlung der Parkinson-Krankheit"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"UKSH_Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/UKSH_Logo.jpg\" alt=\"UKSH_Logo\" \/><br \/>\nHirnschrittmacher, wie sie beispielsweise f\u00fcr die Behandlung der Parkinson-Krankheit angewendet werden, k\u00f6nnen deutlich verkleinert und besser vertr\u00e4glich werden. Daran arbeiten, nunmehr vom zust\u00e4ndigen Bundesministerium gef\u00f6rdert, Informatiker und Neurologen der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck.<br \/>\n<!--more-->Ihr Forschungsprojekt BiCIRTS (&#8222;Nanofunktionalisierte Biosonden f\u00fcr chronische Implantation und r\u00fcckgekoppelte Tiefenhirn-Stimulation&#8220;) wird jetzt vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des F\u00f6rderprogramms &#8222;Nanobiotechnologie&#8220; mit zwei Millionen Euro gef\u00f6rdert. <\/p>\n<p>Hirnschrittmacher werden bei Parkinson-Patienten genutzt, wenn eine medikament\u00f6se Behandlung nicht mehr wirksam ist. Dabei werden elektrische Impulse \u00fcber d\u00fcnne Dr\u00e4hte in bestimmte Regionen des Gehirns gesendet, um die f\u00fcr die Krankheit charakteristischen Fehlimpulse zu unterdr\u00fccken. Anders als bei bisherigen Ger\u00e4ten, die eine Dauerstimulation erzeugen, sollen die in BiCIRTS entwickelten Biosonden eine bedarfsabh\u00e4ngige Stimulation erm\u00f6glichen. Dies geschieht durch die R\u00fcckkoppelung des miniaturisierten Stimulators mit einer breitbandigen Aufnahme neuronaler Signale in Echtzeit. <\/p>\n<p>Leiter des Projektes sind Priv.-Doz. Dr. Ulrich Hofmann vom Institut f\u00fcr Signalverarbeitung und Prozessrechentechnik der Universit\u00e4t L\u00fcbeck und Prof. Dr. Andreas Moser aus der L\u00fcbecker Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Neurologie. Beteiligt sind Wissenschaftler der Universit\u00e4t Marburg und die Firmen Inomed und IMM. <\/p>\n<p>In dem gef\u00f6rderten Projekt werden flexible Mikrosonden entwickelt, die mechanisch mit der Elastizit\u00e4t des Gehirngewebes \u00fcbereinstimmen. Der besondere Vorteil dieser neuen Sonden ist ihre Oberfl\u00e4che mit zwei Arten von Edelmetall-Mikroelektroden in hoher Zahl, die zu einer Minimierung der gehirneigenen Abwehrreaktion f\u00fchrt. Die Sonden sollen f\u00fcr Neuronen attraktiv wirken, was die langfristige Ankoppelung der Elektroden an die Gehirnumgebung f\u00f6rdert und der Biopassivierung entgegen wirkt. <\/p>\n<p>Experimente in L\u00fcbeck werden es durch eine ko-lokalisierte Platzierungstechnik von Biosonden und Mikrodialyse-Sonden erm\u00f6glichen, die neurochemischen Effekte der Stimulation wie auch der Biosonden selbst zu verfolgen. Die bedarfsgerechte Aktivierung des Stimulators erfolgt mit Hilfe eines neuartigen Datenaufnahmesystems, das durch miniaturisierte Signalkonditionierung eine vielkanalige, breitbandige neuronale Signalaufnahme erlaubt. <\/p>\n<p>Arbeitshypothese hinter der bedarfsabh\u00e4ngigen Stimulation auf kleiner Skala ist die Beobachtung, dass ein Netzwerkeffekt Krankheitssymptome wie zum Beispiel die des Morbus Parkinson moduliert, mithin also keine aufw\u00e4ndige Dauerstimulation <br \/>\nzur Symptomunterdr\u00fcckung erforderlich sein muss. <\/p>\n<p>Quelle: Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck, Informations- und Pressestelle, 23538 L\u00fcbeck Telefon (0451) 500-3004 Fax (0451) 500-3016 email: presse@uni-luebeck.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hirnschrittmacher, wie sie beispielsweise f\u00fcr die Behandlung der Parkinson-Krankheit angewendet werden, k\u00f6nnen deutlich verkleinert und besser vertr\u00e4glich werden. 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