{"id":373802,"date":"2021-02-25T14:06:17","date_gmt":"2021-02-25T14:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/wissen-nutzen-giz-stellt-evaluierungsbericht-2020-vor\/"},"modified":"2021-02-25T14:06:17","modified_gmt":"2021-02-25T14:06:17","slug":"wissen-nutzen-giz-stellt-evaluierungsbericht-2020-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wissen-nutzen-giz-stellt-evaluierungsbericht-2020-vor\/","title":{"rendered":"&#8222;Wissen nutzen&#8220;: GIZ stellt Evaluierungsbericht 2020 vor"},"content":{"rendered":"<p>Eschborn\/Berlin (ots) &#8211; Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat ihr Evaluierungssystem reformiert und legt mit dem aktuellen Evaluierungsbericht erste Ergebnisse vor. Insgesamt bildet der Bericht 215 Projektevaluierungen und deren Bewertung ab und zeigt: Die Evaluierungsreform greift. Qualit\u00e4t und Vergleichbarkeit der Evaluierungen wurden erh\u00f6ht.<!--more-->   Martin J\u00e4ger, Aufsichtsratsvorsitzender der GIZ und Staatssekret\u00e4r im BMZ, betonte: &#8222;Evaluierung bekommt immer mehr Gewicht und Aufmerksamkeit in der internationalen Zusammenarbeit und das zu Recht: Sie ist Korrektiv und Wegweiser zugleich. Wir m\u00fcssen unsere Ans\u00e4tze immer wieder auf ihre Zukunftsf\u00e4higkeit und Wirksamkeit hin \u00fcberpr\u00fcfen. Mit ihrer Evaluierungsreform erf\u00fcllt die GIZ die hohen Anspr\u00fcche deutscher und internationaler Standards an Qualit\u00e4t und Transparenz.&#8220;   Mit der Reform setzte die GIZ strengere Ma\u00dfst\u00e4be bei den Evaluierungen und verbesserte neben der methodischen Qualit\u00e4t auch deren Unabh\u00e4ngigkeit: Die Evaluierungen werden zentral von der Stabsstelle Evaluierung gesteuert, die mit unabh\u00e4ngigen externen Expert*innen arbeitet. Au\u00dferdem werden die Projekte nun erst nach deren Abschluss evaluiert, um die Wirkungen noch besser ermitteln zu k\u00f6nnen. Im Durchschnitt werden die nach den neuen Standards evaluierten Projekte mit der Note 2,3 bewertet.   &#8222;Wir wollen unsere Arbeit so wirksam wie m\u00f6glich gestalten. Evaluierungen bilden hierf\u00fcr eine unverzichtbare Grundlage. Sie liefern Fakten, auf die sich dann weitere Entscheidungen in der Projektarbeit aufsetzen lassen&#8220;, sagte GIZ-Vorstandsmitglied Ingrid-Gabriela Hoven bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. &#8222;Als Bundesunternehmen in der internationalen Zusammenarbeit haben wir immer den Anspruch, Transparenz zu schaffen, unsere Instrumente weiterzuentwickeln und so unsere Leistungen dauerhaft zu verbessern. Denn wir wollen wissen, was wirkt und als Institution dazulernen.&#8220;   Governance-Projekte &#8222;insgesamt erfolgreich&#8220;   In einem Schwerpunkt setzt sich der aktuelle Evaluierungsbericht mit der Arbeit der GIZ im Bereich der guten Regierungsf\u00fchrung (Good Governance) auseinander. Ob Korruptionsbek\u00e4mpfung, St\u00e4rkung der Zivilgesellschaft oder funktionierende kommunale Verwaltungen &#8211; das Governance-Portfolio ist vielschichtig und seit 2008 um mehr als 65 Prozent gewachsen. Fast jedes vierte Vorhaben der GIZ hat gute Regierungsf\u00fchrung zum Ziel. Die im Bericht betrachteten 65 evaluierten Governance-Vorhaben schnitten als &#8222;insgesamt erfolgreich&#8220; ab. Dies gilt vor allem f\u00fcr Projekte, die darauf abzielten, kommunale Dienstleistungen etwa von B\u00fcrger\u00e4mtern und Rath\u00e4usern zu verbessern sowie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger st\u00e4rker an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Besonders erfolgversprechend sind Ans\u00e4tze, bei denen Kommunen und Regierungen eng zusammenarbeiten, etwa bei der Dezentralisierungsreform in Ghana. Dort hat die GIZ in Zusammenarbeit mit der nationalen Steuerverwaltung und den Gemeinden ein Steuerregister aufgebaut, das Unternehmen und Immobilien erfasst. Eine Folge: Die kommunalen Steuereinnahmen steigen.   Die Evaluierung zeigt zudem, dass die Governance-Beratung stark von politischen Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Wo politische Entscheidungstr\u00e4ger willens sind, Reformen voranzutreiben, kann die Beratung wertvolle Unterst\u00fctzung leisten. &#8222;In fragilen L\u00e4ndern wie dem Irak, Mali oder Niger stellen sich besondere Herausforderungen&#8220;, erkl\u00e4rte Hoven. &#8222;Schon heute findet mehr als die H\u00e4lfte unserer Governance-Beratungen in fragilen Kontexten statt. Ein Trend, der sich k\u00fcnftig sicher weiter verst\u00e4rken wird.&#8220; Um den Herausforderungen zu begegnen, hat die GIZ mittlerweile standardm\u00e4\u00dfig eine sogenannte Kontextanalyse eingef\u00fchrt. Schon im Vorfeld eines Projekts werden etwa die politischen Machtverh\u00e4ltnisse, die Rolle von Zivilgesellschaft und Milit\u00e4r, Menschenrechtsfragen und die m\u00f6gliche Einbindung von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern analysiert, um die Projektarbeit so effektiv wie m\u00f6glich aufzustellen. Dass Governance-Beratung auch im volatilen Umfeld gelingen kann, zeigt das Beispiel Mali. Dort hat die GIZ trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen, Hunderte Gemeinden dabei beraten, ihre eigenen Finanzen zu verwalten, um der Bev\u00f6lkerung Zugang zu Abfallversorgung, Strom- und Wasseranschl\u00fcssen zu verschaffen.   Flucht und Migration: Wirkungen trotz erschwerter Bedingungen    In einem weiteren Schwerpunkt untersuchte die GIZ ihre Arbeit im Bereich Flucht und Migration. Dabei ging es nicht um eine abschlie\u00dfende Bewertung der Projekte, sondern darum, aus den Erfahrungen laufender Vorhaben zu lernen. Die Arbeit, insbesondere in den L\u00e4ndern rund um Syrien, fand unter teils schwierigen Bedingungen statt: Hunderttausende Menschen waren aus ihrer Heimat in angrenzende L\u00e4nder und Gebiete geflohen, die in keiner Weise darauf vorbereitet waren. Der Handlungsdruck f\u00fcr die GIZ und andere Organisationen war entsprechend gro\u00df.   Das Evaluierungsteam, das die Arbeit von insgesamt 95 Vorhaben betrachtete, best\u00e4rkte die GIZ in ihrem integrativen Ansatz, sowohl Gefl\u00fcchtete als auch die aufnehmenden Gemeinden zu unterst\u00fctzen, um sozialen Konflikten vorzubeugen. Dar\u00fcber hinaus muss, so die Erkenntnis, die unmittelbar notwendige Unterst\u00fctzung stets mit mittel- und langfristigen Ma\u00dfnahmen verkn\u00fcpft werden, um den Menschen Perspektiven bieten zu k\u00f6nnen. Ein Beispiel: &#8222;Cash-for Work&#8220;-Ans\u00e4tze (direkt entlohnte Besch\u00e4ftigungsma\u00dfnahmen) erm\u00f6glichen Gefl\u00fcchteten und Bewohnern aufnehmender Gemeinden kurzfristig verf\u00fcgbares Einkommen. Mittel- und langfristig sind aber auch berufliche Aus- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten n\u00f6tig, um Perspektiven aufzuzeigen. F\u00fcr eine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen ist es zudem entscheidend, kommunale Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen einzubinden und deren Besch\u00e4ftigte fit zu machen &#8211; seien es Lehrende an Schulen, Berufsschulen oder Betreuer*innen in Einrichtungen zur psycho-sozialen Unterst\u00fctzung von Gefl\u00fcchteten.   Den Evaluierungsbericht 2020 finden Sie unter www.giz.de\/wissenwaswirkt zum Download.    Pressekontakt:   Kontakt: GIZ Pressestelle presse@giz.de +49 6196 79-4466  Original-Content von: Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/12444\/4848388\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eschborn\/Berlin (ots) &#8211; Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat ihr Evaluierungssystem reformiert und legt mit dem aktuellen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-373802","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=373802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373802\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=373802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=373802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=373802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}