{"id":37656,"date":"2011-06-30T10:10:16","date_gmt":"2011-06-30T10:10:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/06\/bka-internet-kriminalitat-nimmt-weiter-zu-4\/"},"modified":"2011-06-30T10:10:16","modified_gmt":"2011-06-30T10:10:16","slug":"bka-internet-kriminalitat-nimmt-weiter-zu-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-internet-kriminalitat-nimmt-weiter-zu-4\/","title":{"rendered":"BKA: Internet-Kriminalit\u00e4t nimmt weiter zu"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"http:\/\/www.presseportal.de\/bild\/189918-preview-grafik-bitkom.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Das Bild ist abrufbar unter:  http:\/\/www.presseportal.<!--more-->de\/polizeipresse\/pm\/7     &#8211; Umfrage: Zugangsdaten von fast 7 Millionen Usern ausspioniert    &#8211; Lagebild &#8222;Cybercrime 2010&#8220;: Schaden steigt 2010 um 66 Prozent    &#8211; Phishing-F\u00e4lle bei Online-Banking um \u00fcber 80 Prozent gestiegen    &#8211; BITKOM und BKA geben Tipps zur Vorbeugung     Mit der Nutzung des Internet nimmt auch die Internet-Kriminalit\u00e4t  zu. Die Zahl der Betroffenen ist deutlich gestiegen, ebenso die  Schadensh\u00f6he. Das zeigen eine aktuelle Umfrage des BITKOM sowie das  Lagebild &#8222;Cybercrime 2010&#8220; des Bundeskriminalamtes (BKA), die beide  heute in Berlin vorgestellt wurden. &#8222;Insbesondere die Aussp\u00e4hung von  Online-Zugangsdaten, etwa f\u00fcr Plattformen oder Internet-Shops, ist im Vergleich zu 2010 stark angestiegen&#8220;, sagte Prof. Dieter Kempf,  BITKOM-Pr\u00e4sident und Vorstandsvorsitzender des Vereins &#8222;Deutschland  sicher im Netz&#8220; (DsiN). &#8222;Durch die Technisierung der Gesellschaft und die weitverbreitete Nutzung moderner Medien und Kommunikationsformen  haben diese neuen Medien auch Einzug in klassische  Kriminalit\u00e4tsformen gehalten, vor allem im Betrugsbereich&#8220;, sagte  BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke und erg\u00e4nzt: &#8222;Im Jahr 2010 wurden in der  Polizeilichen Kriminalstatistik rund 250.000 F\u00e4lle registriert, in  denen das Internet zur Tatbegehung genutzt wurde. Das ist im  Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 20 Prozent. Im Zielspektrum  der Cybergruppierungen steht die vollst\u00e4ndige Identit\u00e4t der  Internet-Nutzer, die die T\u00e4ter bedarfsangepasst und flexibel f\u00fcr ihre kriminellen &#8218;Gesch\u00e4ftsmodelle&#8216; missbrauchen.&#8220;     Laut einer aktuellen BITKOM-Umfrage haben 70 Prozent aller  deutschen Internet-Nutzer ab 14 Jahren schon einmal negative  Erfahrungen im Web gemacht. Viren und andere Schadprogramme stehen  dabei f\u00fcr 47 Prozent der User, also gut 25 Millionen Personen, an  erster Stelle. Im Vorjahr waren es noch 43 Prozent. Jeder Siebte  f\u00fchlte sich von einem Gesch\u00e4ftspartner betrogen, beispielweise bei  Online-Auktionen. Fast verdoppelt hat sich die Zahl der User, deren  Zugangsdaten zu Plattformen, Email-Diensten, Auktionsh\u00e4usern oder  Online-Banking ausspioniert wurden. Vor einem Jahr waren es noch rund 3,7 Millionen, nun sind es knapp 7 Millionen. &#8222;Der Trend geht zum  Aussp\u00e4hen pers\u00f6nlicher Daten und Passw\u00f6rter&#8220;, sagte Kempf.     Laut Umfrage hat auch die Angst vor Internet-Kriminalit\u00e4t stark  zugelegt. F\u00fchlten sich 2010 noch 75 Prozent aller User bedroht, sind  es inzwischen 85 Prozent. Einen Betrug beim Online-Banking f\u00fcrchteten im vergangenen Jahr 28 Prozent, nun sind es 37 Prozent. Noch st\u00e4rker  stieg die gef\u00fchlte Bedrohung durch das Aussp\u00e4hen und den Missbrauch  pers\u00f6nlicher Daten: 2010 hatten 46 Prozent davor Angst, jetzt 59  Prozent. Trotz der gestiegenen Angst vernachl\u00e4ssigen noch immer viele Internet-Nutzer ihre Sicherheit: Gem\u00e4\u00df der BITKOM-Studie &#8222;Datenschutz im Internet&#8220; nutzen erst drei Viertel aller Internet-Nutzer ein  Virenschutzprogramm und 70 Prozent eine Firewall, die den  Datenverkehr eines Rechners mit der Au\u00dfenwelt auf Sicherheitsprobleme hin kontrolliert. Jeder F\u00fcnfte surft demgegen\u00fcber v\u00f6llig ohne  Virenschutz oder Firewall. BITKOM und BKA haben ein Informationsblatt f\u00fcr Internet-Nutzer vorgestellt mit den wichtigsten Empfehlungen zur  Vorbeugung.     Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) best\u00e4tigt die zunehmende  Angst der Nutzer. Die Zahl der dort erfassten Cybercrime-F\u00e4lle ist im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf fast 60.000 gestiegen. Cybercrime  umfasst Straftaten, die mit moderner Informations- und  Kommunikationstechnik oder gegen diese begangen werden. Bei fast der  H\u00e4lfte (rund 27.000) dieser F\u00e4lle handelte es sich um  Computerbetr\u00fcgereien wie beispielsweise das Phishing von  Onlinebanking-Daten oder den missbr\u00e4uchlichen Einsatz von  Kreditkartendaten. Insgesamt stieg die Zahl der Computerbetr\u00fcgereien  um fast 20 Prozent. Der registrierte Schaden aller Cybercrime-Delikte ist um zwei Drittel auf insgesamt rund 61,5 Millionen Euro (2009:  fast 37 Millionen) gestiegen. Besonders stark zugenommen hat das so  genannte Phishing im Zusammenhang mit Online-Banking. F\u00fcr 2010 wurden dem BKA rund 5.300 F\u00e4lle gemeldet, 82 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Schadenssumme betrug rund 4.000 Euro pro Fall.  &#8222;Verschiedene Trojaner sind speziell auf den deutschen Bankenmarkt  ausgerichtet und verf\u00fcgen \u00fcber das technische Potenzial, das  iTAN-Verfahren erfolgreich anzugreifen&#8220;, warnte BKA-Pr\u00e4sident  Ziercke. &#8222;Wer Online-Banking macht, sollte unbedingt auf die neuen  Verfahren wie chip-TAN umsteigen&#8220;, sagte Kempf.     Zur Durchf\u00fchrung ihrer kriminellen Aktivit\u00e4ten bedienen sich die  T\u00e4ter zunehmend sogenannter Botnetze. Ende 2010 wurde eine  Schadsoftware festgestellt, die in diesem Zusammenhang gezielt  Smartphones infiziert. Ziercke: &#8222;Die T\u00e4ter folgen dem  Nutzungsverhalten der Anwender. Mobile Endger\u00e4te werden infiziert, um parallel zum PC auch an die Daten m\u00f6glicher SMS-basierter  Authentifizierungsverfahren zu gelangen, etwa f\u00fcr Online-Banking oder E-Commerce per Kreditkarte.&#8220;     Zugenommen haben laut Lagebericht verschiedene Auspr\u00e4gungen der  digitalen Erpressung. Hier fordern T\u00e4ter eine Art L\u00f6segeld,  beispielsweise f\u00fcr das Nicht-Weitergeben gestohlener Daten oder das  Unterlassen digitaler Angriffe auf die Unternehmens-Homepage. Ziercke warnte vor der Anpassungs- und Innovationsf\u00e4higkeit der  Cyber-Kriminellen: &#8222;Die Internet-Betr\u00fcger arbeiten zumeist auf  internationaler Ebene arbeitsteilig zusammen. Sie begehen nicht nur  selbst die Straftaten, sondern bieten auch Schadprogramme oder  komplette kriminelle Infrastrukturen in den Foren der Underground  Economy global zum Kauf oder zur Miete an.&#8220; Dabei seien die  angebotenen Werkzeuge aufgrund ihrer relativ einfachen Handhabung  auch f\u00fcr T\u00e4ter ohne fundierte IT-Spezialkenntnisse nutzbar.     Auch Unternehmen werden verst\u00e4rkt Ziel der Online-Betr\u00fcger. Nach  einer KPMG-Studie verzeichnete \u00fcber die H\u00e4lfte aller Unternehmen, die 2010 Opfer von Wirtschaftskriminalit\u00e4t wurden, Sch\u00e4den durch  Cybercrime. 2006 lag der Wert noch bei 23 Prozent. Betroffen sind  kleine wie gro\u00dfe Unternehmen. Zwar sind gro\u00dfe Konzerne in aller Regel technisch gut ausgestattet im Kampf gegen Online-Kriminelle. Die  Angriffe sind jedoch zielgerichteter und geschickter geworden.  &#8222;Cyber-Kriminelle setzen vermehrt auf Social Engineering: Sie  versuchen, sich Zugang zu sensiblen Informationen zu verschaffen,  indem sie Mitarbeiter unter Druck setzen oder ihre Hilfsbereitschaft  ausnutzen&#8220;, sagte Kempf. Kleinere und mittlere Unternehmen haben oft  Nachholbedarf bei der Organisation ihrer IT-Sicherheit. Das ergab  eine aktuelle Umfrage von &#8222;Deutschland sicher im Netz&#8220; unter fast  1.400 meist kleineren Unternehmen: Nur jedes Vierte schult und  informiert regelm\u00e4\u00dfig seine Mitarbeiter, nur jedes Dritte hat ein  IT-Sicherheitskonzept, das von der Gesch\u00e4ftsleitung getragen wird. 37 Prozent sichern ihre gesch\u00e4ftlichen Daten nicht t\u00e4glich, 7 Prozent  nie.     Ziercke und Kempf k\u00fcndigten an, den Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Polizei weiter zu intensivieren. BKA und BITKOM wollen auch bei der Aufkl\u00e4rung der Nutzer eng kooperieren.     Weitere Einzelheiten zum Thema &#8222;Cybercrime&#8220; gibt es auf www.bka.de unter &#8222;Berichte und Statistiken&#8220;\/ &#8222;Kriminalit\u00e4tslage&#8220;. Das  Informationsblatt von BKA und BITKOM mit den wichtigsten Tipps f\u00fcr  die Vorbeugung gegen Internet-Betrug kann heruntergeladen werden  unter www.bitkom.org\/files\/documents\/BITKOM_BKA_Infoblatt_Schutz_vor_ IT-Kriminalitaet_2010.pdf, die Studie &#8222;Datenschutz im Internet&#8220; unter www.bitkom.org\/de\/publikationen\/38338_68303.aspx, die Studie  &#8222;IT-Sicherheitslage im Mittelstand&#8220; von Deutschland sicher im Netz  unter  www.sicher-im-netz.de\/unternehmen\/sicherheitslage_mittelstand.aspx.     <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2071082\/bka-internet-kriminalitaet-nimmt-weiter-zu\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Das Bild ist abrufbar unter: http:\/\/www.presseportal.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-37656","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37656","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37656"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37656\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}