{"id":3767,"date":"2007-06-11T18:50:43","date_gmt":"2007-06-11T18:50:43","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=3667"},"modified":"2007-06-11T18:50:43","modified_gmt":"2007-06-11T18:50:43","slug":"bund_frdert_zentrum_fr_schwerbrandverletzte_der_universitt_zu_lbeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bund_frdert_zentrum_fr_schwerbrandverletzte_der_universitt_zu_lbeck\/","title":{"rendered":"Bund f\u00f6rdert Zentrum f\u00fcr Schwerbrandverletzte der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"MULLogo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/MULLogo.JPG\" alt=\"MULLogo\" \/><br \/>\nSieben deutsche Zentren f\u00fcr Schwerbrandverletzte werden durch den Bundesminister f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert. Eines dieser Zentren ist auch das des Universit\u00e4tsklinikums Schleswig &#8211; Holstein Campus L\u00fcbeck.<\/p>\n<p><!--more-->Das die Bildung roter Blutk\u00f6rperchen verst\u00e4rkende Erythropoietin (EPO) kann in der Verbrennungsmedizin f\u00fcr die Hautregeneration genutzt werden. Eine klinische Multicenterstudie dazu an sieben deutschen Verbrennungszentren<br \/>\nwurde am Zentrum f\u00fcr Schwerbrandverletzte des Universit\u00e4tsklinikums Schleswig-Holstein, Campus L\u00fcbeck, konzipiert. Sie wird jetzt vom<br \/>\nBundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,1 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Bei Patienten mit gro\u00dffl\u00e4chigen Verbrennungs- oder Verbr\u00fchungsverletzungen<br \/>\nkann eine wiederholte Spalthautentnahme von derselben Entnahmestelle<br \/>\nnotwendig sein, um zu transplantierende Areale decken zu k\u00f6nnen. H\u00e4ufig regenerieren die Entnahmestellen jedoch nicht ausreichend schnell, so dass bei solchen Patienten ein Mangel an Spenderhaut zu weiteren und weitreichenden Komplikationen mit fatalem Ausgang f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Seit etwa drei Jahren sind zahlreiche regenerative und zytoprotektive Effekte von niedrigdosiertem Erythropoietin bekannt. In der Mulicenterstudie sollen diese Effekte sowohl auf die Entnahmestellen von Spalthaut als auch auf die Verbrennungs-und Verbr\u00fchungsverletzungen selbst untersucht werden. Die Ergebnisse sollen zur Etablierung einer neuen Therapie mit einer deutlichen Verringerung der Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t schwerbrandverletzter Patienten f\u00fchren.<\/p>\n<p>Leiter der Studie &#8222;Regenerative Effekte von niedrig dosiertem Erythropoietin bei Verbrennungs- und Verbr\u00fchungsverletzungen&#8220; (&#8222;A multicenter study on regenerative effects of low-dose erythropoietin, LDE, in burn and scald injuries&#8220;) ist Prof. Dr. med. Hans-G\u00fcnther Machens aus der Sektion f\u00fcr Plastische und Handchirurgie und dem Zentrum f\u00fcr Schwerbrandverletzte des Universit\u00e4tsklinikums in L\u00fcbeck. Beteiligt sind die Verbrennungszentren am Krankenhaus Bogenhausen, am Universit\u00e4tsklinikum der Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule Aachen, am Klinikum K\u00f6ln-Merheim, an den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost in Halle\/Saale, an der Eberhard-Karls-Universit\u00e4t und der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik T\u00fcbingen und am Klinikum N\u00fcrnberg-S\u00fcd. Die Analytik erfolgt am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum Leipzig und am Institut f\u00fcr Physiologie der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck, die Biostatistik und Datenverarbeitung am Institut f\u00fcr Forschung in der Operativen Medizin der Universit\u00e4t Witten\/Herdecke.<\/p>\n<p>Mindestens 150 Patienten, bei denen aufgrund der Verletzung die Indikation zur Spalthauttransplantation besteht, werden untersucht. Sie werden prospektiv randomisiert und zus\u00e4tzlich doppelblind zur Standardtherapie<br \/>\nentweder niedrig-dosiertes Erythropoeitin (200 IE\/kg KG\/Woche) subkutan erhalten oder ein Placebo. Die Injektionen erfolgen jeden zweiten Tag \u00fcber eine Gesamtdauer von 28 Tagen. Das follow-up dauert zw\u00f6lf Monate nach Trauma. Als objektivierbarer Prim\u00e4rendpunkt der Studie wird die Dauer bis zur Reepithelialisierung einer definierten Spalthautentnahmestelle bei betroffenen Patienten genannt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Studiendauer werden den Patienten zus\u00e4tzlich 110 Milliliter Blut entnommen sowie zwei Millimeter durchmessende Stanzbiopsien aus den<br \/>\nSpalthautentnahmearealen, der kontralateralen gesunden Haut und aus tief dermalen Verbrennungs- und Verbr\u00fchungsverletzungen. Die wissenschaftlichen Arbeitsziele der damit verbundenen Analytik umfassen die Aufkl\u00e4rung der<br \/>\nWirkungsweise von EPO bei der Geweberegeneration nach einer Hautverbrennung<br \/>\noder Hautverbr\u00fchung zweiten oder dritten Grades. Wichtig wird die Abgrenzung der systemischen Wirkung von EPO zur direkten ewebespezifischen Wirkung bei der beschleunigten Wundheilung. Des Weiteren soll mit Hilfe genomischer und proteomischer Untersuchungsmethoden festgestellt werden, ob diese Wirkung \u00fcber einen h\u00e4matopoetischen oder nicht h\u00e4matopoetischen Mechanismus erfolgt.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung der Studie \u00fcber drei Jahre erfolgt im Rahmen des Programms der Bundesregierung &#8222;Gesundheitsforschung: Forschung f\u00fcr den Menschen&#8220; und in enger Abstimmung mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).<\/p>\n<p>Quelle: Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieben deutsche Zentren f\u00fcr Schwerbrandverletzte werden durch den Bundesminister f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert. 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