{"id":379382,"date":"2021-01-14T10:03:22","date_gmt":"2021-01-14T10:03:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-achtung-geldwaesche-das-lka-warnt-vor-angeblich-lukrativen-stellenangeboten-fuer-finanz-und-warenagenten-106\/"},"modified":"2021-01-14T10:03:22","modified_gmt":"2021-01-14T10:03:22","slug":"lka-sh-achtung-geldwaesche-das-lka-warnt-vor-angeblich-lukrativen-stellenangeboten-fuer-finanz-und-warenagenten-106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-achtung-geldwaesche-das-lka-warnt-vor-angeblich-lukrativen-stellenangeboten-fuer-finanz-und-warenagenten-106\/","title":{"rendered":"LKA-SH: Achtung Geldw\u00e4sche: Das LKA warnt vor angeblich lukrativen Stellenangeboten f\u00fcr Finanz- und Warenagenten"},"content":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Die Geldw\u00e4schedienststelle des Landekriminalamtes registriert im Verlauf der Corona-Pandemie vermehrt, dass Menschen auf Anzeigen reagieren, die ihnen aus dem Homeoffice heraus leicht verdientes Geld suggerieren. Am Ende sehen sie sich dann allerdings oftmals mit einer Anzeige wegen des Verdachts der leichtfertigen Geldw\u00e4sche und einem Schuldenberg konfrontiert.<!--more-->   In Zeiten, in denen viele B\u00fcrger*innen sich gezwungen sehen, nach Nebent\u00e4tigkeiten aus dem Homeoffice heraus zu suchen, haben T\u00e4ter leichtes Spiel, die mit einer perfiden Masche einen vermeintlich sicheren Job mit guten Verdienstm\u00f6glichkeiten versprechen.   Mit seri\u00f6s wirkenden Suchanzeigen in einschl\u00e4gigen Internetportalen suchen sie so genannte &#8222;App-Tester&#8220;. Es kommt auch vor, dass die T\u00e4ter gezielt Arbeitssuchende mit diesem Jobangebot ansprechen. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann mittels Messenger, wie z.B. WhatsApp. Die Angeworbenen er\u00f6ffnen angeblich zu Testzwecken online Konten bei verschiedenen Banken. Sie erhalten sogar Verhaltenshinweise f\u00fcr die obligatorische Onlinebefragung per Videochat.  Die Daten f\u00fcr die Konten geben sie dann an ihre Auftraggeber weiter, die die Zug\u00e4nge sofort \u00e4ndern und die Konten dann f\u00fcr wenige Wochen nutzen, um aus Betrugstaten stammende Gelder in L\u00e4nder wie Litauen, Lettland, Russland oder die T\u00fcrkei zu transferieren, bis den Geldw\u00e4scheabteilungen der Banken diese Geldbewegungen auffallen und sie den Geldw\u00e4scheverdacht durch den Kontoinhaber zur Anzeige bringen. \u00dcberweisungen von 20.000 bis 30.000 Euro pro Konto sind keine Seltenheit. Das eingegangene Geld wird in der Regel tagesaktuell durch die T\u00e4ter weitergeleitet.   Den &#8222;App-Testern&#8220; werden von den Anwerbern seri\u00f6s wirkende Arbeitsvertr\u00e4ge zugesandt. Wenn sie im Internet nach der Firma suchen, sto\u00dfen sie auf existierende Betriebe. Lediglich die angegebenen Mailadressen und Handynummern auf den Vertr\u00e4gen k\u00f6nnten Verdacht erregen. Pro eingerichtetem Konto werden 20 Euro Verg\u00fctung vereinbart, die sie allerdings nie erhalten. Nicht selten werden 6 bis 8 Konten eingerichtet, bevor Banken und Polizei aufmerksam werden.  Die gutgl\u00e4ubigen Kontoeinrichter fallen meist aus allen Wolken, wenn die Polizei sie mit ihren Taten konfrontiert.   Mit einer vermeintlich noch lukrativeren Masche werden in gleichen Portalen und mit \u00e4hnlicher Anbahnungsform Menschen gesucht, die f\u00fcr die Auftraggeber Warenpakete annehmen, sammeln und weiter verschicken. Neben den bereits beschriebenen Arbeitsvertr\u00e4gen werden ihnen bis zu 16 Euro Stundenlohn versprochen. Sogar die bereits frankierten Adressaufkleber in die oben genannten Staaten werden \u00fcbersandt. Die so genannten Warenagenten nehmen an sie adressierte P\u00e4ckchen mit Handys oder Tablets an und leiten sie dann in gr\u00f6\u00dferen Chargen weiter.   Die Begr\u00fcndung f\u00fcr dieses &#8222;Gesch\u00e4ftsmodell&#8220; wird ihnen damit erkl\u00e4rt, dass man sich die Waren aufgrund angeblicher Handelssanktionen nicht direkt senden lassen kann oder die Waren hier angeblich schlicht billiger als in den Ziell\u00e4ndern seien. Zugrunde liegen hier nat\u00fcrlich Betrugsdelikte. In der Regel erfahren die Warenagenten erst dann von ihrem Fehlverhalten, wenn die Polizei auf sie zukommt.   &#8222;Die Hauptt\u00e4ter agieren aus der digitalen Deckung heraus und sind f\u00fcr uns schwer ermittelbar&#8220;, erkl\u00e4rt Roland Otto, Mitarbeiter im Geldw\u00e4schesachgebiet des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein. Die Verfolgung von ins Ausland transferierten Geldern ist sehr aufw\u00e4ndig und oft schwierig. Auch die verschickten Pakete werden im Ausland noch mehrmals weitergeleitet, bevor sie ihren Empf\u00e4nger erreichen. Und die Handys, die oftmals die einzige Kontaktm\u00f6glichkeit zu den T\u00e4tern darstellen, sind meist auf nichtexistierende Personen angemeldet.   &#8222;Die Finanz- und Warenagenten, wie wir die App-Tester und Warenweiterleiter nennen, haben sich strafbar gemacht und k\u00f6nnen wegen leichtfertiger Geldw\u00e4sche belangt werden. So werden leichtgl\u00e4ubige Jobsuchende nicht selten zu teils hohen Geldstrafen verurteilt&#8220;, erkl\u00e4rt der Ermittler. Aber das sind nicht die einzigen Folgen, denn neben der Vorstrafe werden sie meist auch f\u00fcr die entstandenen Sch\u00e4den haftbar gemacht und stehen pl\u00f6tzlich vor einem gro\u00dfen Schuldenberg.   <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/2256\/4811929\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Die Geldw\u00e4schedienststelle des Landekriminalamtes registriert im Verlauf der Corona-Pandemie vermehrt, dass Menschen auf Anzeigen reagieren, die ihnen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-379382","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379382","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379382"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379382\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379382"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379382"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379382"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}