{"id":379410,"date":"2021-04-13T14:17:09","date_gmt":"2021-04-13T14:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/bdu-praesident-ralf-strehlau-die-corona-pandemie-legt-die-defizite-staatlichen-handelns-schonungslos-offen\/"},"modified":"2021-04-13T14:17:09","modified_gmt":"2021-04-13T14:17:09","slug":"bdu-praesident-ralf-strehlau-die-corona-pandemie-legt-die-defizite-staatlichen-handelns-schonungslos-offen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bdu-praesident-ralf-strehlau-die-corona-pandemie-legt-die-defizite-staatlichen-handelns-schonungslos-offen\/","title":{"rendered":"BDU-Pr\u00e4sident Ralf Strehlau: &#8222;Die Corona-Pandemie legt die Defizite staatlichen Handelns schonungslos offen.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; Die Aufforderung des Haushaltsausschusses im Bundestag an Bundesministerien, bis Mitte des Jahres konkrete Einsparungen beim Einsatz externer Dienstleister &#8211; somit auch von Unternehmensberatern &#8211; zu benennen, sieht der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) in hohem Ma\u00dfe kritisch.<!--more--> &#8222;Wir erleben zurzeit auf vielen Ebenen, dass die Corona-Pandemie die Defizite staatlichen Handelns schonungslos offenlegt&#8220;, so BDU-Pr\u00e4sident Ralf Strehlau. J\u00fcngste Beispiele wie die holprige Impfstoff- und Maskenbeschaffung oder die fehlerbehaftete Steuerung der Impflogistik zeigten sowohl akuten als auch langfristigen Handlungsbedarf. Gem\u00e4\u00df eines exklusiven Berichts in der heutigen Wirtschaftszeitung Handelsblatt hat auch der Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums in einem Gutachten eklatante R\u00fcckst\u00e4nde bei der Digitalisierung in Deutschlands Beh\u00f6rden sowie verschiedene Formen von Organisationsversagen moniert. &#8222;Es ist und bleibt ein gro\u00dfer Irrtum zu glauben, die \u00d6ffentliche Hand habe intern gen\u00fcgend Kompetenzen, um die dringend notwendige Transformation auf den Verwaltungsebenen alleine zu stemmen. Im Gegenteil: Es braucht sogar absehbar mehr Expertise von au\u00dfen. Denn die Ver\u00e4nderung von Organisationen und Verwaltungen ist von innen heraus nicht m\u00f6glich.&#8220;   Auch w\u00fcrden die Aufgaben und deren Komplexit\u00e4t bei Bund, L\u00e4ndern und Kommunen weiter steigen. Dies mache alleine schon der stetig steigende Bundeshaushalt oder die zunehmende Zahl an gesetzlichen Regelungen deutlich. Es m\u00fcsse z\u00fcgig umfassende Initiativen f\u00fcr die drastisch steigenden Anforderungen an den Einsatz von digitaler Technik geben. &#8222;Hier hinken wir alleine im europ\u00e4ischen Vergleich massiv hinterher. Das offenbaren j\u00fcngste Vergleichszahlen der Europ\u00e4ischen Kommission nochmals eindr\u00fccklich. Digitale Services der \u00d6ffentlichen Hand entwickeln sich in Deutschland im Schneckentempo. Bleibt es dabei, geraten wir im internationalen Vergleich noch st\u00e4rker ins Hintertreffen&#8220;, so der BDU-Pr\u00e4sident. Die dringend notwendigen Ver\u00e4nderungen d\u00fcrften nicht durch die geforderte Einsparaufforderung des Haushaltsausschusses gef\u00e4hrdet werden. Vielmehr m\u00fcsse es darum gehen, die aus der Digitalisierung resultierenden Anpassungen von Konzepten, Strukturen und Prozessen in den Verwaltungen. schnellst m\u00f6glich umzusetzen. Impulse, Innovationen und Best-Practice-L\u00f6sungen aus der Privatwirtschaft sowie aus internationalen Projekten k\u00f6nnten hierbei wirkungsvolle Unterst\u00fctzung leisten, so der BDU.   Mangel an hochqualifiziertem Personal in den Verwaltungen   Hinzu komme: Die dynamisch gewachsenen Anforderungen an Wissen in einer komplexer werdenden Welt haben mit der Ausbildung und Weiterbildung im \u00d6ffentlichen Sektor nicht immer mitgehalten. Die Folge: Es gibt einen Mangel an hochqualifiziertem Personalauf der Verwaltungsebene. Besonders fehle es aus Sicht des Consultingverbandes an betriebswirtschaftlichem und technologischem Know-how. Hingegen lie\u00dfen die vorhandenen juristischen Kompetenzen sicherlich weitgehend zu, die erforderlichen T\u00e4tigkeiten &#8211; zum Beispiel im Rahmen von Gesetzesvorhaben &#8211; mit eigenen Fachkr\u00e4ften zu bew\u00e4ltigen.   Consulting-Nachfrage von Kunden aus dem Public Sector weltweit h\u00f6her   Der aktuelle Vergleich von internationalem Zahlenmaterial (Quellen: FEACO, AMCF, BDU, 2019-2021) belegt, dass der Anteil am Consulting-Gesamtumsatz von Kunden aus der \u00d6ffentlichen Hand in Deutschland eher niedrig ausf\u00e4llt. Hierzulande liegt der Anteil bei 9,9 Prozent (Quelle: BDU). Der US-Consultingverband AMCF gibt mit 30 Prozent eine dreimal so hohe Quote an. Das europ\u00e4ische Mittel liegt bei 13,9 Prozent. Gro\u00dfbritannien und D\u00e4nemark kommen auf einen Anteil von jeweils 22 Prozent, Spanien auf 17,5 Prozent sowie Frankreich auf 10,0 Prozent. (Quelle: FEACO).   In Deutschland w\u00e4chst der Consulting-Gesamtmarkt seit vielen Jahren st\u00e4rker als die Nachfrage aus dem Public Sector. Der Anteil dieser Kundenbranche lag in den vergangenen Jahren jeweils stabil zwischen neun und zehn Prozent. Gem\u00e4\u00df der aktuellen BDU-Branchenstudie zum Beratungsmarkt 2021 betrug der Gesamtumsatz der Consultingbranche im Jahr 2020 insgesamt 34,6 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil von 9,9 Prozent, der davon auf Kunden der gesamten \u00d6ffentlichen Hand entf\u00e4llt, entspricht 3,42 Milliarden Euro.   Pressekontakt:   Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. Klaus Reiners \/\/ Pressesprecher Joseph-Schumpeter-Allee 29, 53227 Bonn T +49 (0) 228 9161-22 klaus.reiners@bdu.de  Original-Content von: BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/9562\/4887976\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; Die Aufforderung des Haushaltsausschusses im Bundestag an Bundesministerien, bis Mitte des Jahres konkrete Einsparungen beim Einsatz externer<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-379410","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379410"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379410\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}