{"id":38222,"date":"2011-07-20T16:16:33","date_gmt":"2011-07-20T14:16:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=38222"},"modified":"2011-07-20T16:16:33","modified_gmt":"2011-07-20T14:16:33","slug":"atomaufsicht-erteilt-zustimmung-zum-wiederanfahren-des-kernkraftwerks-brokdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/atomaufsicht-erteilt-zustimmung-zum-wiederanfahren-des-kernkraftwerks-brokdorf\/","title":{"rendered":"Atomaufsicht erteilt Zustimmung zum Wiederanfahren des Kernkraftwerks Brokdorf"},"content":{"rendered":"<p>Kiel\/Brokdorf. Das f\u00fcr die Atomaufsicht zust\u00e4ndige schleswig-holsteinische Justizministerium hat heute (20. Juli) die Zustimmung zum Wiederanfahren des Kernkraftwerks Brokdorf erteilt. Die Anlage kann damit nach Abschluss des j\u00e4hrlichen Brennelementwechsels und der damit verbundenen Jahresrevision wieder ans Netz gehen.<!--more--><\/p>\n<p>Das Kernkraftwerk Brokdorf war am 15. Juni 2011 zur Durchf\u00fchrung der Jahresrevision vom Netz genommen worden. W\u00e4hrend des diesj\u00e4hrigen Anlagenstillstands wurden 48 der insgesamt 193 im Reaktorkern befindlichen Brennelemente gegen neue ausgetauscht. Weiterhin wurden mehrere der 61 Steuerelemente ausgewechselt. Steuerelemente werden zur Leistungsregulierung des Reaktors verwendet. Wie im Vorjahr sind wiederum umfangreiche wiederkehrende Pr\u00fcfungen, Instandhaltungsarbeiten und kleinere \u00c4nderungen zur Optimierung der Sicherheit der Anlage und ihres Betriebs durchgef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>In diesem Jahr wurde auch die alle 4 Jahre vorgesehene integrale Leckratenpr\u00fcfung des Reaktorsicherheitsbeh\u00e4lters erfolgreich durchgef\u00fchrt. Der Sicherheitsbeh\u00e4lter soll bei St\u00f6rf\u00e4llen mit Freisetzung radioaktiver Stoffe innerhalb des Beh\u00e4lters so standhalten, dass eine unzul\u00e4ssige Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Umgebung verhindert wird.<\/p>\n<p>Aus aktuellem Anlass (Fukushima, Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung der Reaktor-Sicherheitskommission des Bundes) hat die Atomaufsicht weiterhin gepr\u00fcft, ob die Notfalleinrichtungen der Kernkraftwerksbetreiberin auch unter erschwerten Randbedingungen hinreichend wirksam sind. Dabei wurde auch das Notfallschutzkonzept vertieft unter Hinzuziehung von Sachverst\u00e4ndigen gepr\u00fcft. Ziel ist es, die vorhandenen Sicherheitsreserven auch bei Notfallma\u00dfnahmen st\u00e4ndig weiter zu entwickeln. Die weitere Optimierung des Notfallschutzkonzepts wird eine dauerhafte Aufgabe bleiben.<\/p>\n<p>Im Zuge von Sonderpr\u00fcfungen kam es w\u00e4hrend der Revision zu zwei Meldepflichtigen Ereignissen, die von der Kernkraftwerksbetreiberin gegen\u00fcber der Atomaufsicht ordnungsgem\u00e4\u00df angezeigt wurden:<\/p>\n<p>Zum einen wurden bei der Inspektion von Brennelementen sowie der Durchf\u00fchrung von Fallzeitmessungen der Steuerelemente vereinzelte Abweichungen vom spezifizierten Zustand festgestellt. Mit Sonderpr\u00fcfungen wurden deshalb alle nun f\u00fcr den Einsatz vorgesehenen 193 Brennelemente gesondert inspiziert und vermessen sowie alle 61 Steuerelemente einer speziellen G\u00e4ngigkeitspr\u00fcfung unterzogen. Nach der Beladung des neu konfigurierten Reaktorkerns wurden weitere Fallzeitmessungen der Steuerelemente durchgef\u00fchrt. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass die Abschaltsicherheit der Anlage gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n<p>Zum anderen f\u00fchrte die auf Grund eines in einem anderen Kernkraftwerk aufgetretenen Ereignisses veranlasste umfangreiche \u00dcberpr\u00fcfung von Feinsicherungen in Baugruppen leittechnischer Systeme zu einem Austausch nicht spezifikationsgerecht eingesetzter Sicherungen.<\/p>\n<p>Die Revisionsarbeiten wurden von der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht und den von der Beh\u00f6rde hinzugezogenen Sachverst\u00e4ndigenorganisationen T\u00dcV NORD, Energie-Systeme Nord, Germanischer Lloyd sowie Bausachverst\u00e4ndigen intensiv kontrolliert und \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Nach Inkrafttreten der j\u00fcngsten Atomgesetz\u00e4nderungen auf Bundesebene wird das Kernkraftwerk Brokdorf noch l\u00e4ngstens bis Ende 2021 in Betrieb bleiben. Die beiden anderen schleswig-holsteinischen Kernkraftwerke Brunsb\u00fcttel und Kr\u00fcmmel werden ihren Leistungsbetrieb nicht wieder aufnehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel\/Brokdorf. Das f\u00fcr die Atomaufsicht zust\u00e4ndige schleswig-holsteinische Justizministerium hat heute (20. 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