{"id":382696,"date":"2021-05-07T14:50:26","date_gmt":"2021-05-07T14:50:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/lokaljournalismus-in-europa-ernsthaft-gefaehrdet-foto-2\/"},"modified":"2021-05-07T19:04:45","modified_gmt":"2021-05-07T17:04:45","slug":"lokaljournalismus-in-europa-ernsthaft-gefaehrdet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lokaljournalismus-in-europa-ernsthaft-gefaehrdet\/","title":{"rendered":"Lokaljournalismus in Europa ernsthaft gef\u00e4hrdet"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full aligncenter\" title=\"Berichterstatter Jan Trei zeigt sich \u00fcber die Zukunft des Lokaljournalismus besorgt \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/133076 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/d5d294df-27ea-4b82-81dd-462b369d8c28\/Rapporteur%20Jan%20Trei.jpg\" \/><\/p>\n<p>Br\u00fcssel (ots) &#8211; Die Gesch\u00e4ftsmodelle lokaler Medien und ihre Unabh\u00e4ngigkeit sind durch den beschleunigten \u00dcbergang zu digitalen Vertriebskan\u00e4len, ver\u00e4nderte Nutzergewohnheiten und sinkende Werbeeinnahmen gef\u00e4hrdet. Der Europ\u00e4ische Ausschuss der Regionen (AdR) begr\u00fc\u00dft daher den von der Europ\u00e4ischen Kommission vorgeschlagenen Aktionsplan (https:\/\/ec.europa.<!--more-->eu\/commission\/presscorner\/detail\/de\/IP_20_2239), betont jedoch, dass die alarmierende Finanzlage lokaler und regionaler Medien noch st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden muss. In einem politischen Mehrebenensystem wie der europ\u00e4ischen Demokratie sind kleinere Lokalmedien, die direkt mit den Anliegen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vertraut sind, von entscheidender Bedeutung, um demokratische Kontrolle und Legitimit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten &#8211; so hei\u00dft es in der Stellungnahme (https:\/\/cor.europa.eu\/de\/our-work\/Pages\/OpinionTimeline.aspx?opid=CDR-51-2021) des Berichterstatters Jan Trei (EE\/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Viimsi, die auf der AdR-Plenartagung im Mai vorgestellt wurde. Als Eckpfeiler einer gesunden und nachhaltigen Demokratie bieten pluralistische Medienlandschaften den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern verl\u00e4ssliche Informationen und Plattformen f\u00fcr offene politische Debatten. Allerdings werden die Vielfalt und Unabh\u00e4ngigkeit der Medien in ganz Europa durch kommerziellen Druck und ein sich rasch ver\u00e4nderndes technologisches Umfeld bedroht. Daher forderten die AdR-Mitglieder unter Bezugnahme auf die Charta der Grundrechte der Europ\u00e4ischen Union mehr finanzielle Unterst\u00fctzung und begr\u00fc\u00dften den Plan der Kommission, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr den audiovisuellen und den Nachrichtenmediensektor in dem branchen\u00fcbergreifenden Aktionsbereich des Programms Kreatives Europa 2021-2027 effizienter zu gestalten. Die finanzielle Unterst\u00fctzung soll auf eine Weise gew\u00e4hrt werden, die Freiheit und Medienpluralismus achtet und f\u00f6rdert. Gerry Woop (https:\/\/cor.europa.eu\/en\/members\/Pages\/memberprofile.aspx?MemberId=2034817)(DE\/SPE), Berliner Europastaatssekret\u00e4r, sagte: &#8222;Wir m\u00fcssen die lokalen und regionalen Medien bei der digitalen Transformation nachhaltig unterst\u00fctzen. Blieben sie auf der Strecke, w\u00fcrde dies dem Medienpluralismus in Europa dauerhaften Schaden zuf\u00fcgen. Gerade die COVID-19-Pandemie hat noch einmal die Bedeutung eines starken Mediensektors verdeutlicht. Wir brauchen unabh\u00e4ngige Medien, die auch in Krisensituationen in der Lage sind, die Bev\u00f6lkerung mit faktenbasierten Informationen zu versorgen. Dabei d\u00fcrfen wir uns nicht nur auf die gr\u00f6\u00dften und reichweitenst\u00e4rksten Akteure verlassen. Gerade die lokalen und regionalen Medien spielen f\u00fcr das \u00f6ffentliche Leben und die politische Debatte eine wichtige Rolle.&#8220; AdR-Berichterstatter Jan Trei (https:\/\/cor.europa.eu\/DE\/members\/Pages\/memberprofile.aspx?MemberId=2032164) (EE\/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Viimsi, betonte: &#8222;Die COVID-19-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig starke Medien als Institutionen sind, die die Gesellschaft faktengest\u00fctzt und ausgewogen informieren, um eine offene Debatte zu erm\u00f6glichen. Gleichzeitig hat die durch die Krise verursachte Rezession die M\u00f6glichkeiten der Medien beschnitten, ihrer Verantwortung nachzukommen. Damit es auf allen Ebenen weiterhin eine qualitativ hochwertige Medienberichterstattung gibt, sind Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen erforderlich. Insbesondere gilt es, das \u00dcberleben lokaler und regionaler Medienunternehmen zu sichern. Dabei m\u00fcssen die besonderen Gegebenheiten kleiner L\u00e4nder ber\u00fccksichtigt werden, in denen die Ressourcen f\u00fcr lokale und regionale Medien aufgrund der geringen Gr\u00f6\u00dfe des Marktes begrenzt sind.&#8220; In seiner Stellungnahme weist Jan Trei darauf hin, dass bei k\u00fcnftigen Rechtsvorschriften und F\u00f6rderma\u00dfnahmen je nach der wirtschaftlichen Lage der lokalen und regionalen Medien differenziert vorgegangen werden muss. Gro\u00dfe nationale und europ\u00e4ische Medienunternehmen werden derzeit mit der externen Konkurrenz durch amerikanische Technologieriesen und die Plattformwirtschaft konfrontiert &#8211; dieses Problem sollte durch die Anwendung des neuen Gesetzespakets \u00fcber digitale Dienste gel\u00f6st werden. Ganz anders sehen hingegen die Herausforderungen f\u00fcr kleinere lokale Zeitungen und Radiosender aus: Da sie ein begrenztes Publikum in einem bestimmten geographischen Gebiet bedienen, verf\u00fcgen sie h\u00e4ufig auch nur \u00fcber ein eingeschr\u00e4nktes Wachstumspotenzial. Um das Entstehen von &#8222;Nachrichten-W\u00fcsten&#8220; in d\u00fcnn besiedelten Gebieten zu verhindern, sollten die \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien ihre regionale Berichterstattung erweitern und f\u00fcr das Publikum \u00fcber ein breites Spektrum von Kommunikationskan\u00e4len zug\u00e4nglich bleiben. &#8222;Das Fehlen eines ausreichenden rechtlichen, regulatorischen und politischen Rahmens im digitalen \u00d6kosystem behinderte den erfolgreichen \u00dcbergang f\u00fcr den Mediensektor bereits vor dem COVID-19-Ausbruch. Die lokalen und regionalen Medien sind in einer besonders schwierigen Lage. Wir brauchen eine umfassende Strategie, um die wirtschaftliche Lebensf\u00e4higkeit des europ\u00e4ischen Mediensektors wiederherzustellen. Wir m\u00fcssen europ\u00e4ischen Medienunternehmen bei der Erholung helfen, gleiche Wettbewerbsbedingungen f\u00fcr sie und neue Marktteilnehmer gew\u00e4hrleisten und ihren Wandel unterst\u00fctzen&#8220;, so Dace Melbarde (https:\/\/www.europarl.europa.eu\/meps\/de\/130256\/DACE_MELBARDE\/home) (LV\/EKR), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses f\u00fcr Kultur und Bildung des Europ\u00e4ischen Parlaments, die an der Plenardebatte teilnahm. Die Stellungnahme wird von den Mitgliedern des Europ\u00e4ischen Ausschusses der Regionen am 7. Mai per elektronischer Abstimmung offiziell verabschiedet. Pressekontakt: Tobias Kolonko Tel. +32 (0)2 282 2003 Mobil +31 638097739 tobias.kolonko@ext.cor.europa.eu Original-Content von: Europ\u00e4ischer Ausschuss der Regionen, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/133076\/4909768\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel (ots) &#8211; Die Gesch\u00e4ftsmodelle lokaler Medien und ihre Unabh\u00e4ngigkeit sind durch den beschleunigten \u00dcbergang zu digitalen Vertriebskan\u00e4len, ver\u00e4nderte Nutzergewohnheiten<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":382733,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[21479],"class_list":["post-382696","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-lokaljournalismus-in-europa-ernsthaft-gefaehrdet-foto"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382696"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":382735,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382696\/revisions\/382735"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}