{"id":386308,"date":"2021-05-30T14:57:29","date_gmt":"2021-05-30T14:57:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/bvte-extreme-verbotsideen-von-dkfz-und-co-helfen-nicht-weiter-harm-reduction-hilft-bei-der-vermeidung-der-folgeerkrankungen-des-rauchens-und-verdient-eine-hoehere-wertschaetzung\/"},"modified":"2021-05-30T14:57:29","modified_gmt":"2021-05-30T14:57:29","slug":"bvte-extreme-verbotsideen-von-dkfz-und-co-helfen-nicht-weiter-harm-reduction-hilft-bei-der-vermeidung-der-folgeerkrankungen-des-rauchens-und-verdient-eine-hoehere-wertschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bvte-extreme-verbotsideen-von-dkfz-und-co-helfen-nicht-weiter-harm-reduction-hilft-bei-der-vermeidung-der-folgeerkrankungen-des-rauchens-und-verdient-eine-hoehere-wertschaetzung\/","title":{"rendered":"BVTE: Extreme Verbotsideen von DKFZ und Co. helfen nicht weiter \/ &#8222;Harm Reduction&#8220; hilft bei der Vermeidung der Folgeerkrankungen des Rauchens und verdient eine h\u00f6here Wertsch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Rauchen ist r\u00fcckl\u00e4ufig, besonders bei Jugendlichen. Der Raucheranteil sank in dieser Altersgruppe auf etwa 5-6 % und der Zigarettenkonsum in Deutschland hat sich seit der Jahrtausendwende fast halbiert. Trotz der umfassenden gesundheitlichen Aufkl\u00e4rung rauchen noch immer etwa 15 Millionen Erwachsene.<!--more-->   &#8222;Wir k\u00f6nnen nicht erwarten, dass Tabakrauchen in den n\u00e4chsten Jahren verschwinden wird&#8220;, sagt Jan M\u00fccke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BVTE. &#8222;Die extremen Verbotsforderungen des DKFZ f\u00fcr ein tabak- und e-Zigarettenfreies Deutschland bis 2040 atmen einen totalit\u00e4ren und illiberalen Geist. Sie sind v\u00f6llig aus der Zeit gefallen und ignorieren intelligentere Politikans\u00e4tze wie die &#8222;Tobacco Harm Reduction&#8220;, die in anderen L\u00e4ndern erfolgreich umgesetzt werden. Es ist an der Zeit, das alte Schwarz-Wei\u00dfdenken &#8222;Quit or Die&#8220; in Deutschland zu beenden.   Raucher kennen die gesundheitlichen Risiken, aber haben oft nur eine ungenaue Vorstellung \u00fcber alternative Produkte wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer oder Nikotinprodukte, die zur Schadensminimierung (Harm Reduction) verwendet werden k\u00f6nnten. &#8222;Harm Reduction&#8220; ist eine pragmatische Option, um den Tabak- oder Nikotinkonsum mit geringeren Gesundheitsrisiken zu verbinden. Nikotin an sich ist nicht krebserregend und tr\u00e4gt kaum zur Toxizit\u00e4t des Tabakrauches bei. Innovative Produkte, die Verbrennungsprozesse vermeiden und die Schadstofffreisetzung deutlich reduzieren, sind deshalb eine realistische M\u00f6glichkeit, die Risiken f\u00fcr sp\u00e4tere Krebserkrankungen oder andere tabakassoziierte Krankheiten wirksam zu begrenzen.   \u00dcber die gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten und Tabakerhitzer wurde viel diskutiert, so dass der Eindruck einer gro\u00dfen Uneinigkeit zwischen den Experten entstanden ist. Entscheidend ist aber, dass wegen der viel geringeren Schadstoffemissionen E-Zigaretten ein etwa 100-fach niedrigeres Krebsrisiko als Tabakzigaretten bergen. Tabakerhitzer erreichen eine bis zu 25-fache Reduktion(\u00b2,\u00b3). &#8222;Das sind keine Spekulationen, sondern die Ergebnisse von Modellierungsans\u00e4tzen und Verfahren der quantitativen Risikobewertung&#8220;, sagt Frank Henkler-Stephani, Senior Director Harm Reduction des BVTE. Diese wissenschaftlichen Methoden befinden sich noch in der Entwicklung, erreichen aber bereits jetzt eine hohe Verl\u00e4sslichkeit (?). Das gro\u00dfe Potential von alternativen Produkten zur nachhaltigen Senkung der Krebsrisiken wird auch durch analytische und toxikologische Studien belegt. Die Risiken f\u00fcr Herzkreislauferkrankungen oder andere tabakassoziierte Krankheiten sind ebenfalls deutlich reduziert. Orale Nikotinprodukte (Pouches, Nikotinbeutel) weisen im Vergleich zur Zigarette ebenfalls sehr geringe Gesundheitsrisiken auf. Eine Freisetzung von krebserregenden Stoffen kann hier generell ausgeschlossen werden.   Es gibt also gute und ermutigende Argumente f\u00fcr eine &#8222;Harm Reduction&#8220;-Strategie. Dieser Ansatz wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aber auch von Beh\u00f6rden und einigen \u00e4rztlichen Fachgesellschaften kritisch gesehen, die nur die Entw\u00f6hnung als legitime Zielstellung anerkennen. Das war nicht immer so. Artikel 9 des WHO Tabakrahmenabkommens zielt auch auf eine Senkung der Toxizit\u00e4t, die durch eine Begrenzung von gesundheitssch\u00e4dlichen Emissionen erreicht werden kann. Diese Zielstellung wird derzeit nicht weiterverfolgt, obwohl eine effektive Umsetzung mit den neuen Technologien m\u00f6glich w\u00e4re.   &#8222;Harm Reduction&#8220; erfordert \u00dcberzeugungsarbeit, sie setzt auf eine ausgewogene Aufkl\u00e4rung. Hier gibt es erhebliche Defizite. Das Suchtpotential wird stark thematisiert, wobei &#8222;Harm Reduction&#8220; nicht mit Entw\u00f6hnung gleichgesetzt werden darf. Toxikologische Bewertungen suchen dagegen oft die Nadel im Heuhaufen, vor allem um die Sch\u00e4dlichkeit alternativer Produkte zu belegen. Risiken beim Konsum von E-Zigaretten, die nur f\u00fcr einige Ger\u00e4te oder Betriebsbedingungen (u.a. \u00dcberhitzung) relevant sind, werden \u00fcberbetont, wobei die wirklich entscheidenden Unterschiede zur Tabakzigarette aus dem Blickfeld geraten. Zweifel am Nutzen, fehlende Daten oder die M\u00f6glichkeit eines &#8222;Gateway Effekts&#8220; f\u00fcr Kinder und Jugendliche werden oft in den Mittelpunkt ger\u00fcckt. Der potentielle Nutzen f\u00fcr Raucher wird h\u00e4ufig heruntergespielt oder gar nicht erw\u00e4hnt (\u00b9).   Untersuchungen des Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung (BfR) ergaben im Jahr 2019, dass die Gesundheitsrisiken f\u00fcr E-Zigaretten im Vergleich zur Tabakzigarette von einer Mehrheit der Befragten als gleich oder sogar h\u00f6her eingesch\u00e4tzt wurden (BfR Verbrauchermonitor 2019, Spezial E-Zigaretten). Auch Zigarettenraucher folgten mehrheitlich dieser Fehleinsch\u00e4tzung, die dringend korrigiert werden muss.   Nat\u00fcrlich sind die neuen Tabak- und Nikotinprodukte nicht risikofrei. Dennoch w\u00e4re es verantwortungsvoll und konsequent, Rauchern einen Umstieg auf risikoreduzierte Produkte zu empfehlen. \u00c4rztliche Fachgesellschaften sollten hier st\u00e4rker Verantwortung wahrnehmen. &#8222;Harm Reduction&#8220; kann zur Vermeidung tabakassoziierter Krankheiten einen wichtigen Beitrag leisten. Das geschieht nicht im Selbstlauf, sondern erfordert Aufkl\u00e4rung, eine faire Behandlung in den Medien und breite Unterst\u00fctzung durch die Politik und \u00d6ffentlichkeit.   1) https:\/\/www.dkfz.de\/de\/krebspraevention\/strategie-tabakfrei-2040.html   2) Rodrigo et al., 2021. Cancer Potencies and margin of exposure used for comparative risk assessment of heated tobacco products and electronic cigarettes aerosols with cigarette smoke. Arch Toxicol 95:283-298.   3) W.E. Stephens, 2018. Comparing the cancer potencies of emissions from vapourised nicotine products including e-cigarettes with those of tobacco smoke. Tob Control 27:10-17.   4) Slob et al., 2020. A method for comparing the impact on carcinogenicity of tobacco products: A case study on heated tobacco versus cigarettes. Risk Analysis 40: 1355-1366.   Ansprechpartner f\u00fcr R\u00fcckfragen:   Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) Jan M\u00fccke Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Unter den Linden 42 10117 Berlin Tel. +49 30 814 59 36-52 Fax +49 30 814 59 36-51 presse@bvte.de www.bvte.de  Original-Content von: Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/141532\/4927924\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Rauchen ist r\u00fcckl\u00e4ufig, besonders bei Jugendlichen. 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