{"id":388744,"date":"2021-06-15T15:04:54","date_gmt":"2021-06-15T15:04:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/opel-abgasskandal-vorsicht-vor-freiwilliger-servicekampagne\/"},"modified":"2021-06-15T15:04:54","modified_gmt":"2021-06-15T15:04:54","slug":"opel-abgasskandal-vorsicht-vor-freiwilliger-servicekampagne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/opel-abgasskandal-vorsicht-vor-freiwilliger-servicekampagne\/","title":{"rendered":"Opel Abgasskandal: Vorsicht vor freiwilliger Servicekampagne"},"content":{"rendered":"<p>N\u00fcrnberg (ots) &#8211; Tausende Opel-Fahrer werden demn\u00e4chst Post erhalten. Hierbei wird den Haltern verschiedener Diesel-Varianten von Astra, Corsa und Insignia nahegelegt werden, im Rahmen einer freiwilligen Servicekampagne ein Software-Update an ihren Fahrzeugen vornehmen zu lassen, um das Emissions-Verhalten zu verbessern.<!--more--> &#8222;Betroffene sollten im Zusammenhang mit der Durchf\u00fchrung derartiger freiwilliger Servicema\u00dfnahmen \u00e4u\u00dferst vorsichtig sein und sich zuvor rechtlich beraten lassen&#8220;, warnen Dr. Marcus Hoffmann und Mirko G\u00f6pfert, Partner der im Verbraucherschutzrecht t\u00e4tigen Kanzlei Dr. Hoffmann &amp; Partner Rechtsanw\u00e4lte aus N\u00fcrnberg.   Der Dieselskandal bei Opel weitet sich aktuell aus. Opel versuchte bereits seit 2016 die Abgasproblematik bei zahlreichen neueren Modellen zun\u00e4chst mit einer &#8222;freiwilligen Verbesserungsma\u00dfnahme&#8220; durch ein Software-Update in den Griff zu bekommen. Hierbei ist es Opel indessen offenbar nicht rechtzeitig gelungen, ausreichend viele der betroffenen Modelle Cascada, Insignia und Zafira mit einem Software-Update zu versehen.   Am 17.10.2018 erlie\u00df das KBA sodann einen R\u00fcckrufbescheid, der das bislang freiwillige Softwareupdate als sofort verpflichtend anordnete. Von dem amtlichen R\u00fcckruf waren seinerzeit Dieselmotoren des Typs B16DTH und B20DTH mit der Abgasnorm Euro 6 betroffen. Den meisten Fahrern der betroffenen Opel-Modelle wurde bereits mitgeteilt, dass sie jetzt das Software-Update aufspielen m\u00fcssen. Falls das Update innerhalb einer gewissen Frist nicht installiert werden sollte, wird deutlich darauf hingewiesen, dass die zust\u00e4ndige Zulassungsbeh\u00f6rde die Betriebsuntersagung einleiten kann. &#8222;Der Opel Dieselskandal zeigt exemplarisch, dass ebenso wie bei vielen anderen Herstellern auch aus einem &#8222;freiwilligen&#8220; R\u00fcckruf pl\u00f6tzlich ein verpflichtender R\u00fcckruf werden kann&#8220;, meint Rechtsanwalt Dr. Hoffmann.   Dinge wiederholen sich. Denn Opel teilte nunmehr aktuell mit, dass das KBA die Genehmigung f\u00fcr eine &#8222;freiwillige Servicekampagne zur Verbesserung des Emissions-Verhaltens von Fahrzeugen mit Dieselmotor&#8220; erteilt habe. Dabei gehe es um den Stickoxid-Aussto\u00df verschiedener Diesel-Varianten von Astra, Corsa und Insignia aus den Modelljahren 2014 bis 2018.   Es steht also zu erwarten, dass Tausende weitere Opel-Fahrer demn\u00e4chst ein Schreiben der Opel Automobile GmbH erhalten werden, worin ihnen die Installierung eines Software-Updates nahegelegt wird. &#8222;Falls es Opel im Rahmen dieser &#8222;freiwilligen Servicema\u00dfnahme&#8220; &#8211; erneut &#8211; nicht gelingt, einen gewissen Prozentsatz der Fahrzeuge nachzur\u00fcsten, werden sich aller Voraussicht nach &#8211; wiederum &#8211; verpflichtende R\u00fcckrufe anschlie\u00dfen&#8220;, warnt Rechtsanwalt G\u00f6pfert. Wie die Vergangenheit bereits gezeigt hat, droht sodann die Zwangsstillegung der Opel-Fahrzeuge.   In den zun\u00e4chst harmlos klingenden &#8222;Software-Update-Schreiben&#8220; der Opel Automobile GmbH k\u00f6nnen auch ansonsten erhebliche Gefahren lauern. Wie bei s\u00e4mtlichen anderen Herstellern auch, k\u00f6nnen sich die Ma\u00dfnahmen negativ auf die Fahrzeuge auswirken. Dies ist auch nicht wirklich \u00fcberraschend. Denn wenn die Abgasproblematik mit einem blo\u00dfen Software-Update &#8222;ganz schnell und einfach&#8220; ohne sch\u00e4dliche Auswirkungen auf den Motor in den Griff zu bekommen w\u00e4re, stellt sich nach Auffassung der N\u00fcrnberger Rechtsanw\u00e4lte doch folgende Frage: Warum wurde die Motorsteuerungssoftware nicht schon bei der Herstellung der Motoren entsprechend programmiert, sondern seitens der Hersteller unter bewusster Inkaufnahme von ganz erheblichen Haftungsrisiken &#8222;getrickst&#8220;? &#8222;Viele Autobesitzer berichteten uns demgem\u00e4\u00df von negativen Auswirkungen nach Durchf\u00fchrung solcher Ma\u00dfnahmen, wie etwa nachlassender Leistung, einem erh\u00f6hten Spritverbrauch bis hin zu einer Versottung des Motors&#8220;, wei\u00df Rechtsanwalt G\u00f6pfert aus der Praxis zu berichten.   Es zeigt sich also, dass sich Autobesitzer an freiwilligen Servicema\u00dfnahmen nicht vorschnell beteiligen, sondern zuvor rechtlichen Rat einholen sollten. Wenn das Softwareupdate erst einmal aufgespielt worden ist, wird es f\u00fcr Opel-Fahrer in einem Gerichtsverfahren deutlich schwieriger, etwaige Manipulationen der urspr\u00fcnglichen Software nachzuweisen. Auch deshalb sollte man sehr vorsichtig sein. Nachdem auch Verj\u00e4hrungsfristen zu beachten sind und die Gefahr eines sich anschlie\u00dfenden verpflichtenden R\u00fcckrufs durch das KBA besteht, empfiehlt sich rasches Handeln.   Pressekontakt:   Dr. Hoffmann &amp; Partner Rechtsanw\u00e4lte Rechtsanwalt Dr. Marcus Hoffmann Virchowstra\u00dfe 20d 90409 N\u00fcrnberg  Tel:+49 (0) 911 567 94 00 Fax:+49 (0) 911 657 94 01 E-Mail:presse@drhoffmann-partner.de  Original-Content von: Dr. Hoffmann &amp; Partner Rechtsanw\u00e4lte, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/133537\/4942680\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>N\u00fcrnberg (ots) &#8211; Tausende Opel-Fahrer werden demn\u00e4chst Post erhalten. Hierbei wird den Haltern verschiedener Diesel-Varianten von Astra, Corsa und Insignia<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-388744","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388744","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=388744"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388744\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=388744"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=388744"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=388744"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}