{"id":3908,"date":"2007-07-08T18:38:15","date_gmt":"2007-07-08T18:38:15","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=3808"},"modified":"2007-07-08T18:38:15","modified_gmt":"2007-07-08T18:38:15","slug":"im_geschichtserlebnisraum_roter_hahn_donnert_die_erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/im_geschichtserlebnisraum_roter_hahn_donnert_die_erde\/","title":{"rendered":"Im &#8222;Geschichtserlebnisraum&#8220; Roter Hahn donnert die Erde"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Luebeck Lokales\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/LuebeckLokales.JPG\" alt=\"Lokales\" \/><br \/>\nWenn Isabelle und Ulme \u00fcber ihre neue Waldweide im Geschichtserlebnisraum in L\u00fcbeck-K\u00fccknitz traben, donnert die Erde. Es sind zwei Pferdedamen, die mit ihrem Gewicht offensichtlich nicht unzufrieden sind.<!--more-->Immerhin bringen sie jeweils rund 800 Kilo auf die Waage. Neben den beiden Schleswiger Kaltblutpferden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sind seit einigen Tagen auch zwei Parkrindbullen aus der Arche Warder, dem Zentrum f\u00fcr seltene Nutztierrassen, auf den Bauspielplatz Roter Hahn e. V. gezogen. <br \/>\nBeide Einrichtungen leihen ihre wertvollen und vom Aussterben bedrohten Nutzrassetiere an den L\u00fcbecker Verein dauerhaft aus. Die Stuten sollen hier in Zukunft auch Nachwuchs bekommen, denn mit nur knapp 300 Tieren weltweit, ist das \u00dcberleben der Pferderasse stark gef\u00e4hrdet. Im Rahmen des 2005 begonnenen Baus einer fr\u00fchmittelalterlichen Klosteranlage werden die Tiere f\u00fcr das entsprechende Bild einer kulturhistorischen Landschaft sorgen. Rund zehn Hektar gro\u00df soll die historische belegte und aus heutiger Naturschutzsicht interessante Form der Waldweide werden. Das Gel\u00e4nde stellt die Friedrich Sch\u00fctt + Sohn Baugesellschaft mbH &#038; Co. KG gegen eine symbolische Jahrespacht von einem Euro pro Hektar zur Verf\u00fcgung. Die Herrichtung mit Z\u00e4unen, Tr\u00e4nken und Weidetoren f\u00f6rdert die Stiftung mit rund 15 000 Euro.<\/p>\n<p>&#8222;Dieses Geld ist gut angelegt&#8220;, ist sich Konrad Nabel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Naturschutz sicher, denn die Weide bringe nicht nur ein St\u00fcck gesch\u00fctzte Natur mitten in die Stadt, sondern werte das Gel\u00e4nde im Bezug auf Naturschutz und naturnahe Landschaftsgestaltung enorm auf. Nabel betonte zudem den sozial-p\u00e4dagogischen Wert des Projektes. &#8222;Neben dem therapeutischen Reiten sollen Schulverweigerer und straff\u00e4llig gewordene Jugendliche mit den Pferden im Forst das Holzr\u00fccken lernen&#8220;, sagte er. Diese den Boden und den Wald schonende Arbeitsweise spiele gerade im mit \u00d6kosiegel ausgezeichneten L\u00fcbecker Stadtforst eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p>&#8222;Die Hansestadt L\u00fcbeck ist heute um ein gutes St\u00fcck reicher geworden&#8220;, freute sich Umweltsenator Thorsten Gei\u00dfler bei der feierlichen Begr\u00fc\u00dfung der neuen Vorzeigetiere. Bei dem Bauspielplatz in K\u00fccknitz handele es sich um eine <br \/>\n&#8222;vorbildliche Initiative, die man geradezu unterst\u00fctzen muss!&#8220; Der bereits begonnene Aufbau einer mittelalterlichen Klosteranlage sei schon deshalb ein &#8222;wunderbares Projekt&#8220;, weil es &#8222;uns an unsere geschichtlichen Wurzeln heranf\u00fchrt.&#8220;<\/p>\n<p>Hintergrund: Rund 60 000 Tiere sind seit Er\u00f6ffnung 1999 auf dem Bauspielplatz zu Hause. Ziegen, Schafe, Pferde, Kaninchen, Meerschweinchen und Gefl\u00fcgel z\u00e4hlen insgesamt fast 20 K\u00f6pfe, die Bienenv\u00f6lker machen die Tierzahl komplett. &#8222;Kinder und Jugendliche st\u00e4rken durch den Umgang mit den Tieren ihr Selbstvertrauen, lernen Verantwortungsbewusstsein und machen auf dem Bauspielplatz elementare Naturerfahrungen&#8220;, beschreibt P\u00e4dagoge J\u00f6rn Puhle den Ansatz seiner Arbeit auf dem Bauspielplatz, der mitten in einem sozialen Brennpunkt L\u00fcbecks liegt. Schulen aus ganz L\u00fcbeck und Umgebung nutzen den Platz schon als gr\u00fcnes Klassenzimmer. Die Verankerung im Stadtteil ist mindestens genauso wichtig. Jeder kann Isabelle und Ulme beim monatlichen offenen Treff f\u00fcr Jung und Alt im Caf\u00e9 Hahn einen Besuch abstatten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Isabelle und Ulme \u00fcber ihre neue Waldweide im Geschichtserlebnisraum in L\u00fcbeck-K\u00fccknitz traben, donnert die Erde. 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