{"id":391423,"date":"2021-07-01T13:47:12","date_gmt":"2021-07-01T13:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/klares-signal-durch-einweg-plastikverbote-schluss-mit-dem-muell-mehrweg-muss-standard-werden\/"},"modified":"2021-07-01T13:47:12","modified_gmt":"2021-07-01T13:47:12","slug":"klares-signal-durch-einweg-plastikverbote-schluss-mit-dem-muell-mehrweg-muss-standard-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/klares-signal-durch-einweg-plastikverbote-schluss-mit-dem-muell-mehrweg-muss-standard-werden\/","title":{"rendered":"Klares Signal durch Einweg-Plastikverbote: Schluss mit dem M\u00fcll, Mehrweg muss Standard werden"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;   &#8211;  Verbot von Einweggeschirr, Wattest\u00e4bchen und Luftballonst\u00e4ben aus Kunststoff ab dem 3. Juli 2021 zeigt, dass Wegwerfprodukte keine Zukunft mehr haben  &#8211;  Nicht verbotenes Einweggeschirr aus Aluminium, Pappe oder Palmbl\u00e4ttern ist nicht umweltfreundlich und sollte mit einer Abgabe von mindestens 20 Cent belegt werden  &#8211;  L\u00f6sung der gesamten Verpackungsm\u00fcllflut braucht <!--more-->Vermeidungsziel, Umsetzung der Mehrwegquote f\u00fcr Getr\u00e4nkeverpackungen, Verteuerung von Einwegverpackungen    Berlin (ots) &#8211; Das ab dem 3. Juli in Kraft tretendende Verbot f\u00fcr bestimmte Einweg-Plastikprodukte wie Geschirr, Strohhalme oder Wattest\u00e4bchen zeigt, dass Wegwerfartikel keine Zukunft mehr haben. Damit jetzt aber nicht \u00e4hnlich umweltsch\u00e4dliche Einwegartikel aus anderen Materialien angeboten werden, muss die kommende Bundesregierung Mehrwegalternativen zum Standard machen. Daf\u00fcr m\u00fcssen nach Einsch\u00e4tzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Mehrwegsysteme f\u00fcr Coffee-to-go-Becher und Essenboxen konsequent gef\u00f6rdert und nicht verbotene Einweg-Alternativen aus Aluminium, Pappe oder Palmbl\u00e4ttern mit einer Abgabe von mindestens 20 Cent belegt werden. Mit den Einnahmen k\u00f6nnen dann Mehrwegsysteme gest\u00e4rkt, Einweg-Alternativen dagegen unattraktiver gemacht werden.   Um das Problem der immer gr\u00f6\u00dfer werdenden gesamten Verpackungsm\u00fcllmengen in den Griff zu bekommen, ist ein verbindliches Abfallvermeidungsziel f\u00fcr Deutschland notwendig. Auch muss die Bundesregierung endlich daf\u00fcr sorgen, dass die Abf\u00fcller und H\u00e4ndler die 70 Prozent Mehrwegquote f\u00fcr Getr\u00e4nkeverpackungen im Verpackungsgesetz auch einhalten. Zudem muss die Produktion sinnloser Einwegverpackungen durch eine Prim\u00e4rressourcenabgabe deutlich teurer werden, damit sich diese nicht mehr rechnen.   &#8222;Das Verbot bestimmter Einweg-Plastikprodukte ist richtig, darf jedoch nicht zum Ausweichen auf Einweg aus anderen Materialien f\u00fchren. Es bringt nichts, wenn Einwegartikel aus Kunststoff verboten, aber solche aus Pappe, Palmbl\u00e4ttern oder Aluminium erlaubt bleiben. Deren Umweltbilanzen sind \u00e4hnlich schlecht wie die von konventionellen Einweg-Plastikprodukten. Es f\u00e4llt dann auch kein Gramm weniger Abfall an. Deshalb ist eine konsequente politische Mehrwegf\u00f6rderung n\u00f6tig. Hierzu ist eine Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-to-go-Becher und -Essensboxen aus nicht verbotenen Materialien erforderlich. Nur wenn sich die Nutzung von Mehrweg im Vergleich zu Einweg auch auszahlt, werden wiederverwendbare Verpackungen zum Standard&#8220;, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Barbara Metz.   F\u00fcr Getr\u00e4nkebecher, Essensboxen, Sushi- und auch Pizzaverpackungen gibt es inzwischen verbraucherfreundliche und ma\u00dfgeschneiderte Mehrwegsysteme mit Pfand (z.B. Recup) oder App-basiert ohne Pfand (z.B. Vytal). &#8222;Mehrweg funktioniert bei gro\u00dfen und kleinen Gastronomen ganz hervorragend und muss jetzt ausgerollt werden. Letztlich k\u00f6nnen sich Verbraucherinnen und Verbraucher nur dann f\u00fcr Pool-Mehrwegbecher und Boxen entscheiden, wenn diese auch angeboten werden. Deshalb m\u00fcssen gro\u00dfe Gastronomieunternehmen wie McDonalds oder Starbucks endlich Mehrwegsysteme anbieten und nicht weiter boykottieren. Je mehr Unternehmen und Filialen sich an Mehrwegsystemen beteiligen, desto verbraucherfreundlicher werden diese&#8220;, erkl\u00e4rt der DUH-Leiter f\u00fcr Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.   Mit dem Verbot von wenigen Einweg-Plastikprodukten wird der gesamte Berg an Verpackungsabf\u00e4llen allerdings nicht viel kleiner werden. Deutschland ist mit rund 228 Kilogramm Verpackungsm\u00fcll pro Kopf und Jahr trauriger Spitzenreiter in Europa. Deshalb braucht es einen ganzheitlichen Ansatz. &#8222;Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Dieses Ziel muss die zuk\u00fcnftige Bundesregierung endlich konsequent umsetzen. Verbindlichkeit bei der Abfallvermeidung l\u00e4sst sich nur durch ein gesetzliches Vermeidungsziel und eine konsequente Mehrwegf\u00f6rderung erreichen. Ziel muss sein, den Verpackungsabfall bis 2025 auf j\u00e4hrlich nur noch 120 Kilogramm pro Person zu halbieren. Eine Abfallpolitik ohne ein Vermeidungsziel ist vergleichbar mit einer Klimapolitik ohne ein CO2-Minderungsziel. Was in der Klimaschutzpolitik l\u00e4ngst selbstverst\u00e4ndlich ist, fehlt bislang f\u00fcr Verpackungsm\u00fcll. Durch eine Ressourcenabgabe auf Verpackungen aus Neumaterial kann zudem das Herstellen unn\u00f6tiger Verpackungen verteuert und so ein weiterer Beitrag zur Vermeidung geleistet werden&#8220;, sagt Barbara Metz.   Nicht verbotene Einweg-Artikel, wie zum Beispiel Einweg-Plastikflaschen f\u00fcr Getr\u00e4nke, sollten ebenfalls durch eine Abgabe von mindestens 20 Cent deutlich teurer werden, um eine Lenkungswirkung in Richtung Mehrweg zu erreichen. Gro\u00dfe Teile des Handels boykottieren die im Verpackungsgesetz festgelegte Mehrwegquote von 70 Prozent.   Links:   &#8211;  FAQs zur Einwegkunststoffverbotsverordnung und Informationen zu Mehrweg im Au\u00dfer-Haus-Konsum: https:\/\/www.duh.de\/becherheld\/ &#8211;  Informationen zur Plastikstrategie der EU: https:\/\/www.duh.de\/projekte\/plastikstrategie\/   Pressekontakt:   Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin DUH 0170 7686923, metz@duh.de  Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft DUH 030 2400867-43, 0151 18256692, fischer@duh.de  DUH-Newsroom:  030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe, www.instagram.com\/umwelthilfe, www.linkedin.com\/company\/umwelthilfe  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/4957472\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; Verbot von Einweggeschirr, Wattest\u00e4bchen und Luftballonst\u00e4ben aus Kunststoff ab dem 3. 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