{"id":391690,"date":"2021-07-06T08:00:06","date_gmt":"2021-07-06T08:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/bka-bundeskriminalamts-und-generalstaatsanwaltschaft-frankfurt-am-main-zit-teilen-mit-bundesweite-ermittlungen-nach-der-auswertung-von-encrochat-daten-erfolgreich\/"},"modified":"2021-07-06T08:00:06","modified_gmt":"2021-07-06T08:00:06","slug":"bka-bundeskriminalamts-und-generalstaatsanwaltschaft-frankfurt-am-main-zit-teilen-mit-bundesweite-ermittlungen-nach-der-auswertung-von-encrochat-daten-erfolgreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-bundeskriminalamts-und-generalstaatsanwaltschaft-frankfurt-am-main-zit-teilen-mit-bundesweite-ermittlungen-nach-der-auswertung-von-encrochat-daten-erfolgreich\/","title":{"rendered":"BKA: Bundeskriminalamts und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main -ZIT- teilen mit: Bundesweite Ermittlungen nach der Auswertung von Encrochat-Daten erfolgreich &#8211;"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"Bildquelle: Polizei Niedersachsen\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/970bb7ba-5267-4ba0-9cd8-8aa318f633a2\/210706%20Bild1_IndoorPlantage.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Mehr als 2.250 Ermittlungsverfahren schw\u00e4chen Strukturen der organisierten Rauschgiftkriminalit\u00e4t   Mehr als 2.250 Ermittlungsverfahren eingeleitet, mehr als 750 Haftbefehle vollstreckt und beachtliche Drogenmengen sichergestellt: Ein nachhaltiger Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalit\u00e4t ist deutschen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden durch die Auswertung von kryptierten <!--more-->Handys gelungen. Das Bundeskriminalamt (BKA) f\u00fchrt seit M\u00e4rz 2020 im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main &#8211; Zentralstelle zur Bek\u00e4mpfung der Internetkriminalit\u00e4t (ZIT) ein Ermittlungsverfahren gegen die Nutzer von kryptierten Mobiltelefonen des Providers Encrochat insbesondere wegen des Verdachts des bandenm\u00e4\u00dfigen Handeltreibens mit Bet\u00e4ubungsmitteln in nicht geringer Menge und der Bildung einer kriminellen Vereinigung.   I.   Grundlage waren Ermittlungen eines Joint-Investigation-Teams (JIT) aus franz\u00f6sischen und niederl\u00e4ndischen Ermittlerinnen und Ermittlern, Europol und Eurojust, in deren Verlauf die kryptierten Smartphones des Anbieters Encrochat \u00fcberwacht werden konnten. Im April 2020 erhielt das BKA \u00fcber Europol Encrochat-Daten, die einen Bezug zu Deutschland aufwiesen. Die Verwendung der Daten wurde durch die franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden aufgrund einer Europ\u00e4ischen Ermittlungsanordnung der ZIT genehmigt.   Das BKA zog Expertinnen und Experten aus den eigenen Reihen zusammen und richtete eine so genannte Besondere Aufbauorganisation (BAO) ein. Diese koordiniert die eigenen Ermittlungen und \u00fcbermittelte zudem Sachverhalte an zust\u00e4ndige Strafverfolgungsbeh\u00f6rden im Inland weiter, beispielsweise an Polizeien der Bundesl\u00e4nder, den Zoll oder an die Bundespolizei.   BKA-Expertinnen und Experten f\u00fcr IT-Forensik bereiteten die Daten technisch auf. Dabei kamen automatisierte Verfahren sowie die Expertise von Kriminalisten aus verschiedenen Fachbereichen zum Einsatz. Ergebnis: die Chats bestanden nahezu ausschlie\u00dflich aus strafrechtlich relevanten Inhalten. Die Ermittlerinnen und Ermittler des BKA konzentrierten sich deshalb zun\u00e4chst auf die Identifizierung der Personen hinter den Nutzernamen in den Chats. Aus mehreren hunderttausend Chatverl\u00e4ufen von in Deutschland eingebuchten Encrochat-Nutzern konnten so tausende Nutzer identifiziert werden.   Insgesamt wurden durch die Encrochat-Daten nahezu im ganzen Bundesgebiet bisher mehr als 2.250 Ermittlungsverfahren eingeleitet und rund 360 bereits bestehende Ermittlungsverfahren wesentlich unterst\u00fctzt.   In \u00fcber 520 Ermittlungsverfahren wurden bisher polizeiliche Einsatzma\u00dfnahmen, wie Festnahmen, Sicherstellungen und Durchsuchungen durchgef\u00fchrt. Dabei wurden rund 750 Haftbefehle vollstreckt. Fast 3,2 Tonnen Cannabis, etwa 320 Kilogramm synthetische Drogen, \u00fcber 125.500 Ecstasy-Tabletten, fast 400 Kilogramm Kokain und 10 Kilogramm Heroin wurden sichergestellt. Dar\u00fcber hinaus konnten rund 310 Schusswaffen und \u00fcber 12.200 Schuss Munition aus dem Verkehr gezogen werden. Im Zuge der Einsatzma\u00dfnahmen wurden Verm\u00f6gensarreste in H\u00f6he von etwa 168 Millionen Euro sowie vorl\u00e4ufige Verm\u00f6genssicherungen von rund 28 Millionen Euro erzielt. Im BKA werden Ermittlungsverfahren mit den Schwerpunkten organisierte Rauschgiftkriminalit\u00e4t und Waffenhandel gef\u00fchrt, mit den Begleitdelikten Korruption, Geldw\u00e4sche und Gewaltdelikte.   Die Auswertung der Encrochat-Daten erm\u00f6glichte den deutschen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden einen tiefen Einblick in die Vorgehensweise und Zusammenarbeit von T\u00e4tergruppierungen der organisierten Rauschgiftkriminalit\u00e4t in Deutschland. Die bundesweiten Ermittlungen werden die Strukturen der T\u00e4tergruppierungen empfindlich schw\u00e4chen.   Christian Hoppe, Leiter der BAO im BKA: &#8222;Vor allem f\u00fcr die Rauschgift-Handelsdelikte und den Rauschgiftschmuggel haben die Informationen das Bild zur Situation in Deutschland vervollst\u00e4ndigt. Von den Rauschgiftlieferanten \u00fcber die Logistiker der Einfuhr und der Verteilung in Deutschland bis hin zu deren Abnehmern konnten wir mit einem Schlag alle Tatbeteiligten ausmachen. Erkenntnisse \u00fcber die Struktur der T\u00e4tergruppierungen, ihre Vorgehensweise und ihre Vernetzung wurden in das polizeiliche Hellfeld \u00fcberf\u00fchrt. Insbesondere die Feststellung, dass jeder vierte Tatverd\u00e4chtige bewaffnet war, unterstreicht das hohe Gef\u00e4hrdungspotential der T\u00e4tergruppierungen der organisierten Rauschgiftkriminalit\u00e4t f\u00fcr unsere Gesellschaft.&#8220;   II.   Beispielsweise konnten aufgrund der durch das BKA aufbereiteten und ausgewerteten Daten in einem Verfahren der ZIT, welches gemeinsam mit der BAO des BKA gef\u00fchrt wird, vier Tatverd\u00e4chtige identifiziert werden, die im Verdacht stehen, seit M\u00e4rz 2020 unerlaubt Bet\u00e4ubungsmittel (Marihuana) von Spanien nach Deutschland einzuf\u00fchren, um diese gewinnbringend zu ver\u00e4u\u00dfern. Daneben besteht der Verdacht, dass Mitglieder der Gruppierung auch mit Kokain Handel getrieben haben sollen. Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen sollen die eingef\u00fchrten und gehandelten Bet\u00e4ubungsmittel einen Marktwert von mindestens 5 Millionen Euro haben.   Aufgrund dieses Tatverdachts fanden Mitte M\u00e4rz Durchsuchungen in insgesamt acht Objekten in Frankfurt am Main, Dietzenbach, Neu-Isenburg, Gro\u00df-Umstadt, Troisdorf und Bonn statt. Dabei konnten vier Kurierfahrzeuge und etwa 800.000 Euro Bargeld beschlagnahmt werden. Im Zuge der Ma\u00dfnahmen konnten drei der vier Beschuldigten festgenommen werden und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der vierte Beschuldigte, der sich zum Zeitpunkt der Ma\u00dfnahmen in Spanien aufgehalten haben soll, befindet sich noch auf der Flucht. Nach ihm wird mit Europ\u00e4ischem Haftbefehl gefahndet. Den Beschuldigten droht im Falle einer Verurteilung eine mehrj\u00e4hrige Gesamtfreiheitsstrafe. Das Gesetz sieht f\u00fcr Taten des bandenm\u00e4\u00dfigen Handeltreibens mit Bet\u00e4ubungsmitteln in nicht geringer Menge einen Strafrahmen von f\u00fcnf bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe vor.   Das BKA und die ZIT bedanken sich bei allen an den operativen Ma\u00dfnahmen beteiligten Strafverfolgungsbeh\u00f6rden in den Bundesl\u00e4ndern, beim Zoll und der Bundespolizei sowie bei den internationalen Partnern f\u00fcr die bisherige hervorragende Zusammenarbeit.   Einladung f\u00fcr Pressevertreter und Pressevertreterinnen   F\u00fcr O-T\u00f6ne stehen das Bundeskriminalamt und die ZIT Frankfurt am Main heute ab 10:00 Uhr zur Verf\u00fcgung:   Im Bundeskriminalamt steht Ihnen Christian Hoppe, Leitender Kriminaldirektor und Leiter der BAO im BKA f\u00fcr Einzeltermine im Bundeskriminalamt in Wiesbaden, Thaerstra\u00dfe 11, 65193 Wiesbaden, zur Verf\u00fcgung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin \u00fcber die Pressestelle des BKA,   Tel.: 0611-55-13083,   Email: pressestelle@bka.bund.de.   Wir bitten Sie, mit m\u00f6glichst kleinen Teams zu erscheinen und die geltenden Abstands- und Hygieneregelungen zu beachten. Bitte denken Sie auch an ihren Mund-Nasen-Schutz. Wir empfehlen, vor Ihrem Besuch im BKA einen Corona-Schnelltests durchzuf\u00fchren.   Zum Betreten des BKA ben\u00f6tigen Sie ein g\u00fcltiges Personaldokument.   Bitte f\u00fcllen Sie im Vorfeld das Akkreditierungsformular und den Auskunftsbogen unter www.bka.de\/Presseakkreditierung aus und senden die Dokumente &#8211; jeweils eigenh\u00e4ndig unterschrieben &#8211; an pressestelle@bka.bund.de.   Aufgrund der aktuellen Einschr\u00e4nkungen durch die Corona-Pandemie steht Ihnen die Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main &#8211; Zentralstelle zur Bek\u00e4mpfung der Internetkriminalit\u00e4t (ZIT) &#8211; Dr. Julia Bussweiler &#8211; f\u00fcr Einzeltermine im Au\u00dfenbereich der ZIT, Konrad-Adenauer-Stra\u00dfe 15, 60313 Frankfurt am Main, zur Verf\u00fcgung, Bitte vereinbaren Sie einen Termin \u00fcber die Pressestelle der ZIT:   Tel. +49 611 3265-8707   Email: presse@gsta.justiz.hessen.de   <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/7\/4960758\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Mehr als 2.250 Ermittlungsverfahren schw\u00e4chen Strukturen der organisierten Rauschgiftkriminalit\u00e4t Mehr als 2.250 Ermittlungsverfahren eingeleitet, mehr als 750<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-391690","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391690","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=391690"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391690\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=391690"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=391690"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=391690"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}