{"id":39316,"date":"2011-08-04T08:44:21","date_gmt":"2011-08-04T06:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=39316"},"modified":"2011-08-04T08:44:21","modified_gmt":"2011-08-04T06:44:21","slug":"firmeninsolvenzen-sinken-im-1-halbjahr-2011-um-109-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/firmeninsolvenzen-sinken-im-1-halbjahr-2011-um-109-prozent\/","title":{"rendered":"Firmeninsolvenzen sinken im 1. Halbjahr 2011 um 10,9 Prozent"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-39317\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/08\/firmeninsolvenzen-sinken-im-1-halbjahr-2011-um-109-prozent\/firmeninsolvenzen_je10000_unternehmen\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-39317\" title=\"firmeninsolvenzen_je10000_unternehmen\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/firmeninsolvenzen_je10000_unternehmen-260x320.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/firmeninsolvenzen_je10000_unternehmen-260x320.jpg 260w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/firmeninsolvenzen_je10000_unternehmen-276x340.jpg 276w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/firmeninsolvenzen_je10000_unternehmen.jpg 407w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>Foto: obs\/B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. KG<\/p>\n<p>Bei der aussagekr\u00e4ftigeren relativen Betrachtung je 10.000 Firmen m\u00fcssen in Bayern (32 je 10.000 Unternehmen) und Baden-W\u00fcrttemberg (35) am wenigsten Firmen aufgeben. W\u00e4hrend der Bundesdurchschnitt bei 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen liegt, gestaltet sich die Situation in Bremen mit 91 F\u00e4llen je 10.000 Firmen am gravierendsten. Auch in Sachsen-Anhalt (84) und Sachsen (73) ist die Lage angespannt. <!--more--><\/p>\n<p>Bei der aussagekr\u00e4ftigeren relativen Betrachtung je 10.000 Firmen &#8230;<\/p>\n<p>Hamburg (ots) &#8211; Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2011 in Deutschland weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig. Die aktuelle Studie der Hamburger Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel meldet in diesem Untersuchungszeitraum 10,9 Prozent weniger Firmenpleiten als im Referenzhalbjahr 2010. Demnach mussten im ersten Halbjahr 2011 lediglich 15.302 Unternehmen aufgeben. &#8222;Die konjunkturelle Lage in Deutschland wirkt sich auch positiv auf die Firmeninsolvenzstatistik aus&#8220;, erl\u00e4utert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin. Da das konjunkturelle Hoch laut f\u00fchrenden Wirtschaftsinstituten anhalten soll &#8211; wenn auch in abgeschw\u00e4chter Form &#8211; rechnet B\u00fcrgel f\u00fcr das Gesamtjahr 2011 mit einer auf bis zu 30.000 F\u00e4lle sinkenden Zahl an Firmeninsolvenzen. Das entspricht dem zahlenm\u00e4\u00dfigen Niveau vor der Finanzkrise. &#8222;W\u00fcrde sich der wirtschaftliche Aufw\u00e4rtstrend im aktuellen Jahr weiter fortsetzen, g\u00e4be es bezogen auf die vergangene Dekade nur im Jahr 2007 weniger Firmeninsolvenzen als im Jahr 2011&#8220;, erg\u00e4nzt Sellin. Einziger Makel: Im zweiten Quartal 2011 mussten 6,1 Prozent mehr Firmen einen Insolvenzantrag stellen als im ersten Quartal des Jahres: Waren es in den ersten drei Monaten lediglich 7.423 Unternehmen, standen im Folgequartal 7.879 Firmen vor dem Aus. Die weitere Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen k\u00f6nnte indes stark von der Schuldenkrise in Europa, die den hiesigen wirtschaftlichen Aufschwung zu d\u00e4mpfen droht, beeinflusst werden.<\/p>\n<p>Bei den absoluten Zahlen im L\u00e4ndervergleich verteilen sich die 15.302 Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr am st\u00e4rksten auf Nordrhein-Westfalen (3.187), Bayern (1.870) und Niedersachsen (1.701). Bei der aussagekr\u00e4ftigeren relativen Betrachtung je 10.000 Firmen m\u00fcssen in Bayern (32 je 10.000 Unternehmen) und Baden-W\u00fcrttemberg (35) am wenigsten Firmen aufgeben. W\u00e4hrend der Bundesdurchschnitt bei 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen liegt, gestaltet sich die Situation in Bremen mit 91 F\u00e4llen je 10.000 Firmen am gravierendsten. Auch in Sachsen-Anhalt (84) und Sachsen (73) ist die Lage angespannt.<\/p>\n<p>Mit einer Ausnahme ist die Zahl der Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr in allen Bundesl\u00e4ndern r\u00fcckl\u00e4ufig: Lediglich Bremen verzeichnet einen Zuwachs von 5,7 Prozent auf 223 F\u00e4lle. Den st\u00e4rksten R\u00fcckgang um minus 18,5 Prozent erlebt hingegen Baden-W\u00fcrttemberg. Aber vor allem auch in Bayern und Sachsen-Anhalt (je minus 17,2 Prozent) sowie Berlin (minus 17,1) sinken die Werte zweistellig.<\/p>\n<p>Den L\u00f6wenanteil der Firmeninsolvenzen im Untersuchungszeitraum halten Gewerbetriebe und Einzelunternehmen mit 44,5 Prozent, gefolgt von den GmbHs mit einem Anteil von 35,8 Prozent unter den Pleitiers. Bei allen analysierten Rechtsformen sinken die Insolvenzzahlen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010 &#8211; bei der GmbH &amp; Co. KG sogar um minus 23 Prozent, bei den Gewerbebetrieben und Einzelunternehmen immerhin um minus 2,4 Prozent.<\/p>\n<p>Ein Viertel der Unternehmen (25,7 Prozent), die im ersten Halbjahr 2011 Insolvenz anmelden mussten, war nur bis zu zwei Jahre am Markt aktiv. Diese j\u00fcngste Altersgruppe, die statistisch oft unter Eigenkapitalmangel leidet, verzeichnet jedoch gegen\u00fcber dem 1. Halbjahr 2010 eine minimale Verbesserung um minus 1,5 Prozent. &#8222;Viele der insolventen Unternehmen wurden vor zwei Jahren zu Hochzeiten der Finanzkrise gegr\u00fcndet. Die Folgen des schwierigen Startzeitpunkts werden jetzt erkennbar&#8220;, kommentiert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Sellin. Indes betr\u00e4gt der Anteil jener Unternehmen an der Insolvenzstatistik, die l\u00e4nger als 50 Jahre am Markt aktiv sind, lediglich 2,5 Prozent. Zudem gehen die Unternehmensinsolvenzen in dieser Gruppe um 19,7 Prozent zur\u00fcck. \u00c4hnlich gute R\u00fcckg\u00e4nge um 19,8 Prozent verzeichnet die Gruppe der mehr als 20 Jahre am Markt Aktiven.<\/p>\n<p>Die Ursachen f\u00fcr Unternehmenspleiten sind vielf\u00e4ltig: Einfl\u00fcsse haben erstens das Ausbleiben neuer Auftr\u00e4ge oder die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Auftr\u00e4ge. Zweitens sorgen Dominoeffekte daf\u00fcr, dass zahlungsunf\u00e4hige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz rei\u00dfen. Drittens bedroht die nach wie vor restriktive Kreditvergabe der Banken Firmenexistenzen &#8211; vor allem bei kleinen und Jungunternehmen. Viertens sind oft innerbetriebliche Fehler sowie fehlendes Eigenkapital f\u00fcr ein erh\u00f6htes Insolvenzrisiko verantwortlich. Aber auch in Phasen guter Konjunktur gilt: W\u00e4hrend einer positiven Wirtschaftslage sind Unternehmen nicht vor innerbetrieblichen Fehlern und einer daraus resultierenden Zahlungsunf\u00e4higkeit gefeit.<\/p>\n<p>B\u00fcrgel Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. KG ist mit 60 B\u00fcros in Deutschland eines der f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Wirtschafts- und Bonit\u00e4tsinformationen sowie Inkassodienstleistungen. B\u00fcrgel ist ein Tochterunternehmen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG (Allianz Group) und der KG EOS Holding GmbH &amp; Co. KG (Otto Group).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: obs\/B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. 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