{"id":39587,"date":"2011-08-08T13:09:15","date_gmt":"2011-08-08T11:09:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=39587"},"modified":"2011-08-08T13:09:15","modified_gmt":"2011-08-08T11:09:15","slug":"nabu-fordert-deutliche-verbesserungen-fur-die-energiewende-und-den-artenschutz-jahresbilanz-und-ausblick-von-deutschlands-mitgliederstarkstem-umweltverband","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nabu-fordert-deutliche-verbesserungen-fur-die-energiewende-und-den-artenschutz-jahresbilanz-und-ausblick-von-deutschlands-mitgliederstarkstem-umweltverband\/","title":{"rendered":"NABU fordert deutliche Verbesserungen f\u00fcr die Energiewende und den Artenschutz &#8211; Jahresbilanz und Ausblick von Deutschlands mitgliederst\u00e4rkstem Umweltverband"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-32897\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/05\/nabu-riesenbanner-zeigt-deutschland-betoniert-sich-zu-alle-zehn-minuten-zerstoren-wir-landschaft-in-der-grose-eines-fusballfeldes\/nabu_logo\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-32897\" title=\"NABU_Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/NABU_Logo.gif\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"95\" \/><\/a>Berlin (ots) &#8211; Berlin &#8211; &#8222;Die Entwicklung von Deutschlands mitgliederst\u00e4rkstem Umweltverband ist sehr erfreulich. Im vergangenen Jahr haben wir stolz den 111. Geburtstag des NABU gefeiert und die Unterst\u00fctzung unserer Arbeit f\u00fcr den Naturschutz und eine nachhaltige Umweltpolitik ist weiter gewachsen&#8220;, sagte NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichts 2010 am Montag in Berlin. &#8222;In der Klima- und Energiepolitik hat der NABU wichtige Akzente gesetzt und im Bereich Naturschutz haben wir respektable Erfolge f\u00fcr den Erhalt der Artenvielfalt erzielt. Ganz besonders freut uns, dass nun knapp eine halbe Million Mitglieder und F\u00f6rderer den NABU dabei unterst\u00fctzen&#8220;, betonte Tschimpke.<!--more--><\/p>\n<p>Auch im Jahr 2010 ist der NABU weiter gewachsen und bleibt mit seinen rund 445.000 Mitgliedern (2009: 426.000) der mitgliederst\u00e4rkste Umweltverband Deutschlands. Hinzu kommen noch mehr als 40.000 F\u00f6rderer, die den NABU dauerhaft unterst\u00fctzen. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeitr\u00e4gen und Spenden konnten weiter gesteigert werden und bilden mit einem Anteil von 73 Prozent das Fundament der Naturschutzarbeit. Den gr\u00f6\u00dften Teil der Einnahmen von insgesamt 24,1 Millionen Euro machten mit 14,2 Millionen Euro (2009: 13,5 Millionen Euro) die Mitgliedsbeitr\u00e4ge aus.<\/p>\n<p>Die NABU-Aktiven haben im vergangenen Jahr ganze 3,3 Millionen unentgeltliche Arbeitsstunden f\u00fcr den Naturschutz geleistet. Der NABU f\u00f6rderte 2010 die Arbeit seiner Orts- und Kreisgruppen mit 7,6 Millionen Euro. Der Zufluss an Spendengeldern stieg erfreulich, so dass die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe bedeutende Fl\u00e4chen erwerben konnte, wie die Orchideenwiesen am Rothenstein und die Liebenauer Kiesgruben, wo zahlreiche gef\u00e4hrdete Vogelarten zuhause sind. Als &#8222;Vogel des Jahres 2010&#8220; w\u00e4hlte der NABU zusammen mit seinem bayerischen Partner, dem Landesbund f\u00fcr Vogelschutz (LBV), den Komoran und hofft, dass damit die Debatte um den Fischliebhaber versachlicht werden konnte.<\/p>\n<p>Im Bereich Klima- und Energiepolitik kritisiert der NABU das Jahr 2010 als ein Jahr vertaner Chancen und r\u00fcckw\u00e4rts gewandter Politik. &#8222;Leider ist es nicht selten eine Katastrophe, die politische Entscheidungsprozesse auf den richtigen Weg bringt. So hat die Bundesregierung erst nach der Atom-Katastrophe im japanischen Fukushima eine energiepolitische Kehrtwende vollzogen, nachdem sie kurz zuvor noch eine Laufzeitverl\u00e4ngerung f\u00fcr die deutschen Atomkraftwerke durchgedr\u00fcckt hatte&#8220;, sagte Tschimpke. &#8222;Wenn wir diese Energiewende nun wirklich konsequent und vern\u00fcnftig umsetzen, dann kann Deutschland tats\u00e4chlich zum Vorreiter im weltweiten Klimaschutz und f\u00fcr eine nachhaltige, naturvertr\u00e4gliche Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft werden &#8211; daf\u00fcr bleibt allerdings noch eine Menge zu tun&#8220;, betonte der NABU-Pr\u00e4sident. Auf die r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte und \u00fcberaus konzernfreundliche Energiepolitik der Bundesregierung hatte der NABU mit der Verleihung des &#8222;Dinosauriers des Jahres 2010&#8220; an den Chef des Stromkonzerns RWE, J\u00fcrgen Gro\u00dfmann, reagiert. &#8222;Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft stehen die energiepolitischen Dinosaurier nun zumindest in Deutschland vor dem Aussterben. Doch f\u00fcr eine echte Energiewende m\u00fcssen wir nun vor allem auch die riesigen Potenziale beim Stromsparen und in der Energieeffizienz nutzen &#8211; aber ausgerechnet in diesem Bereich springt das Gesetzespaket der Bundesregierung viel zu kurz&#8220;, kritisierte Tschimpke.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die internationale Klimapolitik fordert der NABU deutliche Verbesserungen und statt Sonntagsreden endlich konkrete Taten. &#8222;Bei der Weltklimakonferenz im mexikanischen Canc\u00fan haben sich die Delegierten zwar auf grunds\u00e4tzliche Ziele geeinigt, blieben aber bei den konkreten Ma\u00dfnahmen fast jede Antwort schuldig. Das darf sich in diesem Jahr auf der Folgekonferenz in Durban auf keinen Fall wiederholen, sonst laufen wir sehenden Auges in eine klimapolitische Katastrophe mit verheerenden Auswirkungen f\u00fcr die Menschen und die Natur auf der ganzen Welt&#8220;, mahnte der NABU-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Im Bereich Umwelt- und Naturschutz wurden aus NABU Sicht respektable Erfolge erzielt, insbesondere f\u00fcr einen wichtigen Schwerpunkt der Verbandsarbeit, dem Erhalt bedrohter Lebensr\u00e4ume und der Artenvielfalt. &#8222;Im Internationalen Jahr der Biodiversit\u00e4t 2010 konnte auf der Weltnaturschutzkonferenz im japanischen Nagoya eine ehrgeizige Naturschutzstrategie bis 2020 erzielt werden, was wir als Meilenstein zur Wahrung des Artenreichtums und damit der Lebensqualit\u00e4t und Produktivit\u00e4t des Menschen verbuchen&#8220;, erkl\u00e4rte der NABU-Pr\u00e4sident. &#8222;Doch die Umsetzung muss konkret und schnell erfolgen, denn weltweit und auch bei uns in Deutschland werden die Roten Listen der vom Aussterben bedrohten Arten immer l\u00e4nger. Wir brauchen eine starke Allianz f\u00fcr den Naturschutz.&#8220;. Dies w\u00fcrde verst\u00e4rkt auch in der Wirtschaft erkannt, wie die starke Nachfrage von Unternehmen nach Beratung und Kooperationen zeigt. Doch die politisch Verantwortlichen seien oft in Aktionslosigkeit erstarrt, wie auch die Naturschutz-Analyse Anfang 2010 gezeigt h\u00e4tte. &#8222;Der Schutz der Natur darf nicht l\u00e4nger als l\u00e4stiger Kostenfaktor betrachtet werden. Intakte Lebensr\u00e4ume sind Gratis-Dienstleister f\u00fcr gesunde Luft, sauberes Wasser und B\u00f6den. Die Politik, aber auch jeder Einzelne von uns kann und muss zur Sicherung unserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen beitragen.&#8220;.<\/p>\n<p>In diesem Sinn baut der NABU sein Engagement weiter aus: Im Jubil\u00e4umsjahr wurden das Projekt &#8222;Renaturierung der Unteren Havel&#8220; mit Unterst\u00fctzung des Bundesumwelt-ministeriums, der angrenzenden Bundesl\u00e4nder und Sponsoren gestartet sowie die Stiftung NABU International gegr\u00fcndet. Mit den Arbeitsschwerpunkten Klimaschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt st\u00e4rkt die Stiftung internationale Naturschutzprojekte des NABU und anderer Organisationen und initiiert eigene Projekte zum Schutz des weltweiten Naturerbes.<\/p>\n<p>Der NABU-Jahresbericht ist im Internet zu finden unter www.NABU.de\/Jahresbericht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Berlin &#8211; &#8222;Die Entwicklung von Deutschlands mitgliederst\u00e4rkstem Umweltverband ist sehr erfreulich. 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