{"id":40299,"date":"2011-08-16T15:22:36","date_gmt":"2011-08-16T13:22:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=40299"},"modified":"2011-08-16T15:22:36","modified_gmt":"2011-08-16T13:22:36","slug":"einheitlicher-zuschlag-von-50-zentimetern-bei-kustenschutzanlagen-an-der-ostsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/einheitlicher-zuschlag-von-50-zentimetern-bei-kustenschutzanlagen-an-der-ostsee\/","title":{"rendered":"Einheitlicher Zuschlag von 50 Zentimetern bei K\u00fcstenschutzanlagen an der Ostsee"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Die L\u00e4nder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben sich nach intensiver Beratung auf einen einheitlichen Zuschlag von 50 Zentimetern zur Ber\u00fccksichtigung eines verst\u00e4rkten Meeresspiegelanstieges bei den zuk\u00fcnftig zu verst\u00e4rkenden K\u00fcstenschutzanlagen an der Ostsee verst\u00e4ndigt. &#8222;&#8220;Durch diese vorausschauende Ma\u00dfnahme soll gew\u00e4hrleistet werden, dass die Bev\u00f6lkerung in beiden L\u00e4ndern auch zuk\u00fcnftig sicher vor Sturmfluten wohnen und arbeiten kann&#8220;&#8220;, so die gemeinsame Position der f\u00fcr K\u00fcstenschutz zust\u00e4ndigen Minister Dr. Juliane Rumpf, Schleswig-Holstein, und Dr. Till Backhaus, Mecklenburg-Vorpommern.<!--more--><\/p>\n<p>Der Zusammenhang zwischen Erderw\u00e4rmung und verst\u00e4rktem Anstieg des Meeresspiegels ist unbestritten. Da eine weitere Zunahme der Erdtemperatur und in der Folge des Meeresspiegels wohl nicht mehr zu vermeiden sind, muss dies beim Ausbau und der Verst\u00e4rkung von K\u00fcstenschutzanlagen ber\u00fccksichtigt werden. F\u00fcr die K\u00fcstenschutzanlagen an der Nordseek\u00fcste legen Schleswig-Holstein (seit 2001) sowie Niedersachsen und Bremen (seit 2009) bei anstehenden Verst\u00e4rkungsma\u00dfnahmen bereits einen Zuschlag von 50 Zentimetern zur Ber\u00fccksichtigung des Meeresspiegelanstiegs zugrunde. Dem schlie\u00dfen sich Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nun auch f\u00fcr die Ostsee an.<\/p>\n<p>Dieser Entscheidung waren aufw\u00e4ndige Untersuchungen zur Bemessung der Ostseek\u00fcstenschutzanlagen vorangegangen. Ziel war es letztendlich, an Nord- und Ostseek\u00fcste ein vergleichbares Sicherheitsniveau zu gew\u00e4hrleisten. Nicht nur der Betrag zur Ber\u00fccksichtigung des Meeresspiegelanstiegs, sondern das gesamte Verfahren zur Bemessung der K\u00fcstenschutzanlagen sollte einander angeglichen werden. Mit dem neuen Bemessungsverfahren ist dies gelungen. Neben dem bisher ma\u00dfgeblichen Sturmflutereignis des Jahres 1872 basiert es insbesondere auf einer aktualisierten Extremwertstatistik der Ostseek\u00fcstenpegel. Der Betrag von 50 Zentimetern f\u00fcr den Meeresspiegelanstieg bis 2100 wird dem hinzugerechnet.<\/p>\n<p>Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus und die schleswig-holsteinische Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf lobten die reibungslose und fachlich fundierte Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen als Voraussetzung f\u00fcr die z\u00fcgige Verst\u00e4ndigung. &#8222;&#8220;Mit der Festlegung eines einheitlichen Betrages zur Ber\u00fccksichtigung des infolge der Klimaerw\u00e4rmung verst\u00e4rkt steigenden Meeresspiegels leisten unsere L\u00e4nder einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und gew\u00e4hrleisten auch k\u00fcnftig das hohe Schutzniveau in den sturmflutgef\u00e4hrdeten Gebieten an der Ostseek\u00fcste. Wasser kennt keine Grenzen. Daher ist ein vereinheitlichtes Vorgehen an Nord- und Ostseek\u00fcste geboten&#8220;&#8220;, stellten beide \u00fcbereinstimmend fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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