{"id":403523,"date":"2021-08-27T12:03:58","date_gmt":"2021-08-27T12:03:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/bauernverband-erntebilanz-2021-rukwied-erneut-unterdurchschnittliche-ernte\/"},"modified":"2021-08-27T12:03:58","modified_gmt":"2021-08-27T12:03:58","slug":"bauernverband-erntebilanz-2021-rukwied-erneut-unterdurchschnittliche-ernte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bauernverband-erntebilanz-2021-rukwied-erneut-unterdurchschnittliche-ernte\/","title":{"rendered":"Bauernverband &#8211; Erntebilanz 2021 \/ Rukwied: Erneut unterdurchschnittliche Ernte"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; (DBV) Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet in diesem Jahr mit einer Getreideernte von 42,4 Millionen Tonnen. Damit bleibt die Getreideernte rund eine Million Tonnen bzw. knapp 2 Prozent unter Vorjahr und 4,7 Prozent hinter dem Mittel der Jahre 2015 bis 2020 (44,2 Millionen Tonnen). Die Winterrapsernte beziffert der DBV auf 3,4 Millionen Tonnen.<!--more--> Dies geht aus der vorl\u00e4ufigen DBV-Erntebilanz hervor, welche auf Daten aus den Landesbauernverb\u00e4nden basiert. Da die Ernte witterungsbedingt nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossen ist, k\u00f6nnen sich die Zahlen noch geringf\u00fcgig \u00e4ndern. &#8222;Die diesj\u00e4hrige Getreideernte f\u00e4llt insgesamt zum wiederholten Male unterdurchschnittlich aus. Zahlreiche Hagel- und Starkregenereignisse haben uns gezeigt, dass die Landwirte die Auswirkungen des Klimawandels direkt zu sp\u00fcren bekommen&#8220;, sagt der Pr\u00e4sident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied. &#8222;Hinzu kommen stark gestiegene Kosten bei Betriebsmitteln, die die Landwirte wirtschaftlich belasten. Insbesondere die Schweinehalter stehen mit dem R\u00fccken an der Wand&#8220;, so Rukwied.   &#8222;Wir sind zun\u00e4chst zuversichtlich in die Ernte gestartet, aber die ersten Druschergebnisse entt\u00e4uschten. Dies hat sich best\u00e4tigt. Hinzu kamen st\u00e4ndige Ernteunterbrechungen durch wiederkehrende Niederschl\u00e4ge. Die Ernte 2021 wurde zur Zitterpartie&#8220;, stellt Rukwied fest.   Kulturen wie Mais, Zuckerr\u00fcben und Gem\u00fcse haben von den Sommerniederschl\u00e4gen profitiert und stehen im Moment gut da. Auch der Gr\u00fcnlandaufwuchs ist in diesem Jahr gut. Wir hoffen auf besseres Wetter f\u00fcr die anstehenden Herbstarbeiten. Der Durchschnittsertrag \u00fcber alle Getreidearten entspricht mit sieben Tonnen pro Hektar erneut dem Mittel der Jahre 2015 bis 2019. Die Getreideanbaufl\u00e4che hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht ge\u00e4ndert, in beiden Jahren betrug sie rund 6 Millionen Hektar.   F\u00fcr die einzelnen Kulturen legt der DBV die folgende Bilanz vor:   Winterweizen ist weiterhin die bedeutendste Getreideart im deutschen Ackerbau. Nach der vorl\u00e4ufigen Bodennutzungshaupterhebung des Statistischen Bundesamtes wurde Winterweizen zur Ernte 2021 auf einer Fl\u00e4che von rund 2,8 Millionen Hektar angebaut. Dies entspricht einer leichten Steigerung zum Vorjahr von 4,4 Prozent. Im Bundesdurchschnitt wurde ein Ertrag von 7,3 Tonnen pro Hektar erzielt, womit der Vorjahresertrag in H\u00f6he von 7,8 Tonnen pro Hektar unterboten wird. Auf Basis der aktualisierten Anbaufl\u00e4che ergibt sich eine Erntemenge von 21,1 Millionen Tonnen (Vorjahr: 21,7 Millionen Tonnen).   Der Anbau von Wintergerste erfolgte auf einer Fl\u00e4che von etwas mehr als 1,2 Millionen Hektar. Damit f\u00e4llt die Anbaufl\u00e4che minimal kleiner aus als im Vorjahr (gut 1,3 Millionen Hektar). Der Ertrag liegt im Bundesdurchschnitt bei 7,3 Tonnen pro Hektar (Vorjahr: 6,7 Tonnen pro Hektar). Damit schneidet sie auch besser ab als im 5-j\u00e4hrigen Mittel (6,8 t pro Hektar). In Summe wurden damit in 2021 ca. 9,1 Millionen Tonnen geerntet, was einer Steigerung von 3,7 Prozent oder etwa 325.000 Tonnen entspricht.   Der Winterroggen h\u00e4lt mit 631.000 Hektar in etwa das Niveau vom Vorjahr und die Fl\u00e4che f\u00e4llt erneut \u00fcberdurchschnittlich aus (2015 bis 2020: 587.000 Hektar). Dieses Jahr wurde bei weitem nicht so viel Roggen zur Ganzpflanzenernte geh\u00e4ckselt wie die letzten Jahre. Die Erntemenge von rund 3,5 Millionen Tonnen entspricht in etwa der des Vorjahres, der Ertrag von knapp 5,7 Tonnen pro Hektar liegt mit 2,8 Prozent etwas oberhalb des mehrj\u00e4hrigen Durchschnitts von 5,1 Tonnen pro Hektar.   Der R\u00fcckgang der Fl\u00e4che des Sommerweizens f\u00e4llt mit knapp 30 Prozent sehr drastisch aus. Die Fl\u00e4che lag im Vorjahr noch bei ca. 420.000 Hektar, dieses Jahr waren es hingegen nur noch gut 300.000 Hektar. Da auch der Ertrag mit 5,1 Tonnen pro Hektar geringer ausfiel, betr\u00e4gt die voraussichtliche Erntemenge nur noch 156.000 Tonnen und damit ganze 34,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Nicht ganz so stark, aber doch deutlich, reduzierten die Bauern den Anbau der Sommergerste. Sie wurde im Jahr 2020 noch auf einer Fl\u00e4che von 363.000 Hektar angebaut, im Jahr 2021 sank dieser Wert auf 299.000 Tausend Hektar Die Ertr\u00e4ge erreichen im Bundesmittel zwar wie in der letztj\u00e4hrigen Ernte rund 5,4 Tonnen pro Hektar, durch den geringeren Anbauumfang liegt die Erntemenge aber nur bei 1,9 Millionen Tonnen (Vorjahr: 1,8 Millionen Tonnen). Da die Sommergerste traditionell meist als Braugerste genutzt wird, ist es erfreulich, dass sich die Erzeugerpreise mit gut 240 Euro pro Tonne deutlich erholt haben (2020: 162 Euro pro Tonne).   Die wichtigste \u00d6lpflanze im deutschen Anbau ist Winterraps. Nach einem starken R\u00fcckgang des Anbaus in den Jahren zuvor steigt die Fl\u00e4che wieder kontinuierlich an. Zur Ernte 2020 wurde Raps auf einer Fl\u00e4che von 954.000 Hektar angebaut, dieses Jahr waren es schon 999.500 Hektar, was einem Anstieg von knapp 5 Prozent entspricht. Das F\u00fcnf-Jahresmittel von 1,2 Millionen Hektar wird zwar immer noch verfehlt, die guten Preise und die global knappe Versorgung lassen jedoch eine weitere Steigerung der Anbaufl\u00e4che erwarten. Die Rapsertr\u00e4ge liegen mit 3,3 Tonnen pro Hektar allerdings leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 in H\u00f6he von 3,4 Tonnen pro Hektar. Neben den schwierigen Witterungsbedingungen liegt dies nach wie vor an den fehlenden Bek\u00e4mpfungsm\u00f6glichkeiten wichtiger Rapssch\u00e4dlinge. Diese lassen das Ertragsrisiko ansteigen und den gleitenden mehrj\u00e4hrigen Durchschnittertrag kontinuierlich sinken. Die Rapsernte f\u00e4llt dementsprechend mit knapp 3,4 Millionen Tonnen etwas niedriger aus als im Vorjahr (3,5 Millionen Tonnen) und bleibt deutlich hinter dem mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt von 4,1 Millionen Tonnen zur\u00fcck.   Erfreulicherweise haben die Preise im Gegensatz zum letzten Jahr deutlich zugelegt. Der Brotweizen liegt Ende August bei 219 Euro pro Tonne (August 2020: 160 Euro pro Tonne) und der Preis f\u00fcr die Futtergerste kletterte auf 193 Euro pro Tonne im Gegensatz zu nur 142 Euro pro Tonne im Vorjahr. Beim Raps f\u00e4llt die Steigerung mit rund 50 Prozent noch h\u00f6her aus, inzwischen erl\u00f6st die Tonne 543 Euro und damit fast 200 Euro mehr als vor 12 Monaten. Die knappe Versorgung der Weltm\u00e4rkte gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich die wirtschaftliche Situation der Ackerbaubetriebe von den vorangegangenen mageren Jahren zumindest ein wenig erholt.   Pressekontakt:   Deutscher Bauernverband (DBV) Axel Finkenwirth Pressesprecher Claire-Waldoff-Str. 7 10117 Berlin a.finkenwirth@bauernverband.net 030-31904-240  Original-Content von: Deutscher Bauernverband (DBV), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6599\/5004696\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; (DBV) Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet in diesem Jahr mit einer Getreideernte von 42,4 Millionen Tonnen. 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