{"id":403848,"date":"2021-08-29T10:27:20","date_gmt":"2021-08-29T10:27:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/dbb-fordert-5-prozent-mehr-einkommen-mindestens-aber-175-euro\/"},"modified":"2021-08-29T10:27:20","modified_gmt":"2021-08-29T10:27:20","slug":"dbb-fordert-5-prozent-mehr-einkommen-mindestens-aber-175-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/dbb-fordert-5-prozent-mehr-einkommen-mindestens-aber-175-euro\/","title":{"rendered":"dbb fordert 5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 175 Euro"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211; Am 1. September 2021 starten die Tarifverhandlungen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten des Landes Hessen. Der dbb fordert eine Einkommenssteigerung um 5 Prozent &#8211; mindestens aber um 175 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.   &#8222;Die Besch\u00e4ftigten des \u00f6ffentlichen Dienstes halten dieses Land rund um die Uhr am Laufen.<!--more--> Gerade in Ausnahmesituationen wie der Corona-Pandemie sehen wir, wie wichtig eine leistungsf\u00e4hige \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge ist. Deshalb muss hier investiert werden, gerade auch in die Bezahlung. Aus Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die geleistete Arbeit der Kolleginnen und Kollegen und um auch in Zukunft ausreichend Fach- und Nachwuchskr\u00e4fte f\u00fcr den Staatsdienst gewinnen zu k\u00f6nnen&#8220;, sagte Volker Geyer, dbb Fachvorstand Tarifpolitik, am Freitagabend nach dem Beschluss der gewerkschaftlichen Forderungen.   Heini Schmitt, Vorsitzender des dbb Landesbundes in Hessen, unterstrich: &#8222;Die Landesregierung hantiert gerade im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie mit zus\u00e4tzlichen Milliarden, Stichwort &#8218;Sonderverm\u00f6gen&#8216;. Da kann es nicht sein, dass ausgerechnet f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst kein Geld da ist. Wir brauchen einen ordentlichen Tarifabschluss, der dann zeitgleich systemgerecht auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempf\u00e4ngerinnen und -empf\u00e4nger von Land und Kommunen \u00fcbertragen werden muss. Die Frage der Herstellung einer insgesamt verfassungstreuen Alimentierung wollen wir bewusst nicht in diese Einkommensrunde hineintragen, zumal die Entscheidung unserer Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof noch nicht entschieden ist.&#8220;   Nach ausf\u00fchrlicher Diskussion wurden folgende Forderungen beschlossen:   &#8211; Erh\u00f6hung der Tabellenentgelte um 5 %, mindestens aber 175 Euro monatlich   &#8211; Erh\u00f6hung der Ausbildungs- und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich   &#8211; Wiederinkraftsetzung der Vorschrift zur \u00dcbernahme von Auszubildenden im TVA-H und TVA-H Pflege   &#8211; Laufzeit 12 Monate   Weiterhin fordert der dbb:   &#8211; eine Anhebung der Jahressonderzahlung f\u00fcr die EG 9a und 9b von 60 auf 90 %   &#8211; die Einf\u00fchrung einer dynamischen Pflegezulage von 120 EUR monatlich f\u00fcr alle Pflegekr\u00e4fte im Justizvollzug und den Justizvollzugskrankenh\u00e4usern   &#8211; die Erf\u00fcllung der Verhandlungszusage aus der Tarifeinigung von 2019 zur Entgeltordnung f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten im Stra\u00dfenbetriebsdienst und Stra\u00dfenbau analog der tarifvertraglichen Regelung bei der Autobahn GmbH des Bundes   &#8211; die Entfristung der Regelung zu den Besitzst\u00e4nden aus dem Tarifvertrag zu \u00a7 73 MTL II betreffende Besitzstandswahrung vom 27. Februar 1964 gem\u00e4\u00df Anlage 1 Teil C des TV\u00dc-H und eine Dynamisierung der Betr\u00e4ge nach \u00a7 50 Nr. 2 zu \u00a7 19 Abs. 4 und 5 TV-H \/ pauschalierte Erschwerniszulagen   &#8211; die Weiterentwicklung von Eingruppierungsvorschriften im TV-H bzw. Anpassung an das Tarifrecht im \u00dcbrigen \u00f6ffentlichen Dienst, z.B. in den Bereichen Landschaftsingenieure, Meisterinnen und Meistern, Besch\u00e4ftigte mit Restaurierungs-, Pr\u00e4parierungs- und Konservierungsarbeiten, Laborantinnen und Laboranten   &#8211; Digitalisierung und Home-Office: Im Zuge der Modernisierung der Arbeitswelt erwarten wir eine tarifvertragliche Regelung zum mobilen Arbeiten bzw. Home-Office, in der die Rahmenbedingungen hierf\u00fcr festgelegt werden, sowie die Absicherung \/ Qualifizierung der Besch\u00e4ftigte im Zusammenhang mit digitalem Arbeiten   &#8211; Entlastung der Besch\u00e4ftigten z.B. durch Verringerung der Jahresarbeitszeit, Anerkennung von Reisezeit als Arbeitszeit   &#8211; Beschr\u00e4nkungen im Befristungsrecht: In \u00a7 40 wird Nr. 8 zu \u00a7 30 TV-H dahin erg\u00e4nzt, dass die Ausweitung unbefristeter Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr wissenschaftliche und k\u00fcnstlerische Besch\u00e4ftigte auf zun\u00e4chst 35 % zum Jahr 2023 und mindestens 50 % bis zum Jahr 2025 angestrebt wird. F\u00fcr administrativ-technische Besch\u00e4ftigte sollen Befristungen nur in F\u00e4llen pers\u00f6nlicher Vertretung m\u00f6glich sein   &#8211; die Einbeziehung wissenschaftlicher und k\u00fcnstlerischer Hilfskr\u00e4fte in den Geltungsbereich des TV-H Weiterhin erwartet der dbb die zeitgleiche- und systemgerechte \u00dcbertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Beamtinnen \/ Beamten sowie Versorgungsempf\u00e4nger\/-innen des Landes Hessen und der Kommunen Alle weiteren Informationen zur Einkommensrunde sind auf der Sonderseite des dbb zur Einkommensrunde 2021 unter www.dbb.de\/einkommensrunde abrufbar.   Hintergrund:   Am 1. September 2021 starten in Wiesbaden die Verhandlungen f\u00fcr den Tarifvertrag Hessen (TV-H). Davon sind rd. 72.000 Tarifbesch\u00e4ftigte sowie indirekt die Beamtinnen und Beamten, Versorgungsempf\u00e4ngerinnen und -empf\u00e4nger, auf die das Tarifergebnis \u00fcbertragen werden soll. Die n\u00e4chste Verhandlungsrunde ist f\u00fcr den 14.\/15. Oktober 2021 in Dietzenbach angesetzt.   Pressekontakt:   Andreas N\u00f6then Pressesprecher 0170 7335511 presse@dbbhessen.de  Original-Content von: dbb Hessen beamtenbund und tarifunion, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/112703\/5005704\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211; Am 1. September 2021 starten die Tarifverhandlungen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten des Landes Hessen. 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