{"id":406643,"date":"2021-09-22T09:00:14","date_gmt":"2021-09-22T09:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/un-klimakonferenz-mehr-als-50-ngos-fordern-landwirtschaftliche-tierhaltung-als-hauptursache-der-klimakrise-anzuerkennen\/"},"modified":"2021-09-22T09:00:14","modified_gmt":"2021-09-22T09:00:14","slug":"un-klimakonferenz-mehr-als-50-ngos-fordern-landwirtschaftliche-tierhaltung-als-hauptursache-der-klimakrise-anzuerkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/un-klimakonferenz-mehr-als-50-ngos-fordern-landwirtschaftliche-tierhaltung-als-hauptursache-der-klimakrise-anzuerkennen\/","title":{"rendered":"UN-Klimakonferenz: Mehr als 50 NGOs fordern, landwirtschaftliche Tierhaltung als Hauptursache der Klimakrise anzuerkennen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;   Mehr als 50 Tierschutz-, Umwelt- und Ern\u00e4hrungssorganisationen aus der ganzen Welt haben sich in einem Schreiben an Alok Sharma, den Pr\u00e4sidenten der diesj\u00e4hrigen UN-Klimakonferenz COP26 und die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) gewandt.<!--more--> Sie fordern die Verantwortlichen auf, die katastrophalen Auswirkungen der Tierhaltung auf den Planeten auf der Konferenz Anfang November in Glasgow \u00f6ffentlich anzuerkennen.  In der Agrarindustrie werden jedes Jahr mehr als 88 Milliarden Tiere f\u00fcr die Lebensmittelproduktion gez\u00fcchtet und geschlachtet. Die Branche ist f\u00fcr sch\u00e4tzungsweise 14,5 % (http:\/\/www.fao.org\/news\/story\/en\/item\/197623\/icode\/) der vom Menschen weltweit verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Obwohl die Tierhaltung damit zu den gr\u00f6\u00dften Verursachern der Klimakrise z\u00e4hlt, wird sie von den L\u00e4ndern der Welt in ihren Klimaschutzstrategien weitgehend vernachl\u00e4ssigt.   Das Schreiben wurde unter anderem von der Albert Schweitzer Stiftung f\u00fcr unsere Mitwelt, der Humane Society International, Compassion in World Farming, 50by40, Animal Equality, Vier Pfoten International, ProVeg International, der RSPCA und The Humane League unterzeichnet. Die Verb\u00e4nde erwarten, dass die formelle Anerkennung die Staats- und Regierungschefs dazu ermutigen wird, Strategien zur Reduktion des Fleisch- und Milchkonsums zu erarbeiten. Ohne diese wird es kaum m\u00f6glich sein, das im Pariser Abkommen festgelegte Maximum von 2\u00b0C &#8211; besser 1,5\u00b0C &#8211; Temperaturanstieg nicht zu \u00fcberschreiten.   Neben den erheblichen Treibhausgasemissionen ist die landwirtschaftliche Tierhaltung auch der gr\u00f6\u00dfte anthropogene Fl\u00e4chennutzer: Die Produktion von Fleisch, Eiern und Milchprodukten sowie Aquakulturen beanspruchen etwa 83 % (https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/29853680\/) der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che, diese liefern aber nur 37 % des weltweiten Eiwei\u00dfbedarfs und 18 % der Kalorien. Die Tierhaltung ist auch eine der Hauptursachen (http:\/\/www.fao.org\/3\/a0701e\/a0701e00.htm) f\u00fcr die Abholzung der W\u00e4lder, das Artensterben, die Verschlechterung der Bodenqualit\u00e4t, die Ersch\u00f6pfung der Wasserressourcen und die Umweltverschmutzung.   Wissenschaftler:innen fordern Ern\u00e4hrungswende  Wissenschaftler:innen sind sich einig, dass eine weltweite Umstellung auf eine pflanzlichere Ern\u00e4hrung der Schl\u00fcssel (https:\/\/josephpoore.com\/Science%20360%206392%20987%20-%20Accepted%20Manuscript.pdf) zur Bek\u00e4mpfung der Klimaerhitzung sein wird. So zum Beispiel die 107 Expert:innen, die einen Bericht (https:\/\/www.ipcc.ch\/srccl\/) f\u00fcr den Weltklimarat (IPCC) erstellt haben, und die mehr als 11 000 Unterzeichner:innen aus 153 L\u00e4ndern einer k\u00fcrzlich in der Zeitschrift BioScience ver\u00f6ffentlichten Warnung (https:\/\/academic.oup.com\/bioscience\/advance-article\/doi\/10.1093\/biosci\/biz088\/5610806?searchresult=1).   Der j\u00fcngste Bericht (https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/sixth-assessment-report-working-group-i\/) des Weltklimarats der Vereinten Nationen (IPCC) hat gezeigt, dass sich die Klimakrise versch\u00e4rfen wird, wenn die Treibhausgasemissionen weiter ansteigen, und dass die Zukunft des Planeten von den Entscheidungen abh\u00e4ngt, die die Menschheit heute trifft. Der Bericht ist eine deutliche Warnung, alle Hauptverursacher der Klimakrise, einschlie\u00dflich der Intensivtierhaltung, in allen L\u00e4ndern gemeinsam anzugehen.   Einige St\u00e4dte und L\u00e4nder beginnen, den Fleischkonsum in ihre Klimaschutzstrategien einzubeziehen. So will die Stadt Berkeley in den USA ihre Ausgaben f\u00fcr Tierprodukte in st\u00e4dtischen Kantinen bis 2024 um die H\u00e4lfte reduzieren, indem sie mehr pflanzliche Speisen anbietet. In Frankreich soll es zuk\u00fcnftig regelm\u00e4\u00dfig vegetarische Optionen in den \u00f6ffentlichen Kantinen geben. Und D\u00e4nemark empfiehlt in seinen \u00fcberarbeiteten Ern\u00e4hrungsrichtlinien, weniger Fleisch und daf\u00fcr pflanzlicher zu essen.   Das Schreiben im Wortlaut   &#8211; https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/klimakonferenz-fokus-ernaehrung  Die unterzeichnenden Organisationen   &#8211;  50by40  &#8211;  A Well-Fed World  &#8211;  AbibiNsroma Foundation  &#8211;  Albert Schweitzer Stiftung f\u00fcr unsere Mitwelt  &#8211;  Alianima  &#8211;  Animal Equality  &#8211;  Animal Legal Defense Fund  &#8211;  Animals Aotearoa  &#8211;  Aquatic Life Institute  &#8211;  Bank Information Center  &#8211;  Brighter Green  &#8211;  Center for Biological Diversity  &#8211;  Coalition for Sustainable Food Practices  &#8211;  Compassion in World Farming  &#8211;  Creature Kind  &#8211;  Default Veg  &#8211;  Djurens R\u00e4tt  &#8211;  Earthjustice  &#8211;  Eat for the Earth  &#8211;  Eurogroup for Animals  &#8211;  EuroVeg  &#8211;  Factory Farming Awareness Coalition  &#8211;  Farm Forward  &#8211;  Farm Sanctuary  &#8211;  Feedback  &#8211;  Fish Welfare Initiative  &#8211;  Foundation for Advice and Action in the Defence of Animals (FAADA)  &#8211;  FOUR PAWS International  &#8211;  Fundaci\u00f3n Vegetarianos Hoy  &#8211;  Green REV Institute  &#8211;  Harvard Animal Law &amp; Policy Program  &#8211;  Humane Society International  &#8211;  Humane Society of the United States  &#8211;  Jem pre Zem  &#8211;  LAV  &#8211;  Nourish Scotland  &#8211;  One Kind  &#8211;  Phoenix Zones Initiatives  &#8211;  Plant Based Health Professionals UK  &#8211;  ProVeg International  &#8211;  RSPCA  &#8211;  Science and Environmental Health Network  &#8211;  Sinergia Animal  &#8211;  Song Thuan Chay  &#8211;  The Global Federation of Animal Sanctuaries  &#8211;  The Humane League  &#8211;  The Humane League UK  &#8211;  The Raven Corps  &#8211;  True Animal Protein Price Coalition  &#8211;  True Health Initiative  &#8211;  Vegan Society  &#8211;  Veganuary  &#8211;  VegeProject Japan (VPJ)   \u00dcber die Albert Schweitzer Stiftung f\u00fcr unsere Mitwelt  Die Albert Schweitzer Stiftung setzt sich gegen Massentierhaltung und f\u00fcr die vegane Lebensweise ein. Daf\u00fcr nutzt sie juristische Mittel und wirkt auf wichtige Akteure aus Wirtschaft und Politik ein, um Tierschutzstandards zu erh\u00f6hen, den Verbrauch von Tierprodukten zu reduzieren und das pflanzliche Lebensmittelangebot zu verbessern. Interessierten bietet sie fundierte Informationen und zeigt Alternativen auf. Mehr erfahren Sie auf https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de.   Pressekontakt:  Diana von Webel Albert Schweitzer Stiftung f\u00fcr unsere Mitwelt +49 30 400 54 68-15 presse@albert-schweitzer-stiftung.de  Original-Content von: Albert Schweitzer Stiftung f\u00fcr unsere Mitwelt, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/55647\/5026613\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Mehr als 50 Tierschutz-, Umwelt- und Ern\u00e4hrungssorganisationen aus der ganzen Welt haben sich in einem Schreiben an<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-406643","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/406643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=406643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/406643\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=406643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=406643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=406643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}