{"id":409296,"date":"2021-10-12T14:03:06","date_gmt":"2021-10-12T14:03:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/ostseeschock-vier-wichtige-fischpopulationen-fuer-die-fischerei-nicht-mehr-nutzbar\/"},"modified":"2021-10-12T14:03:06","modified_gmt":"2021-10-12T14:03:06","slug":"ostseeschock-vier-wichtige-fischpopulationen-fuer-die-fischerei-nicht-mehr-nutzbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ostseeschock-vier-wichtige-fischpopulationen-fuer-die-fischerei-nicht-mehr-nutzbar\/","title":{"rendered":"Ostseeschock: Vier wichtige Fischpopulationen f\u00fcr die Fischerei nicht mehr nutzbar"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;    &#8211;  Deutsche Umwelthilfe und Initiative Our Fish warnen: Westlicher Hering und Dorsch in der Ostsee sind massiv gef\u00e4hrdet und d\u00fcrfen nicht mehr befischt werden  &#8211;  EU-Fischereiminister entscheiden \u00fcber Fangquoten f\u00fcr 2022 in der Ostsee: Nur sechs von zehn Fangquoten entsprechen wissenschaftlichen Empfehlungen  &#8211;  EU und Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft <!--more-->m\u00fcssen endlich Wandel in der Ostseefischerei umsetzen   Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Initiative Our Fish kritisieren die Entscheidungen der EU-Fischereiminister zu den Fangquoten f\u00fcr die Ostsee, da sie hinter den Vorschl\u00e4gen der EU-Kommission zur\u00fcckbleiben. Erneut widersprechen vier von zehn Fangquoten f\u00fcr 2022 den wissenschaftlichen Empfehlungen. Laut Wissenschaft sind bereits vier von zehn kommerziell befischten Populationen &#8211; Lachs, westlicher Hering sowie westlicher und \u00f6stlicher Dorsch &#8211; in einem so schlechten Zustand, dass sie f\u00fcr die Fischerei nicht mehr nutzbar sind. Die Klimakrise verschlimmert die Situation f\u00fcr die Fische zus\u00e4tzlich. Die DUH fordert deshalb die Einf\u00fchrung eines \u00f6kosystembasierten Fischereimanagements, das die Wechselbeziehung zwischen den verschiedenen Fischarten sowie die Auswirkungen der Klimakrise ber\u00fccksichtigt.   &#8222;Die Fischerei in der deutschen Ostsee steht vor dem Aus&#8220;, sagt Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DUH. &#8222;Die Fischereiministerinnen und -minister der EU haben versagt. Sie haben \u00fcber Jahre zu hohe Fangquoten festgelegt, sodass nun vier Populationen f\u00fcr die Fischerei nicht mehr nutzbar sind. Um Dorsch und Hering noch zu retten, braucht es neben einem sofortigen Fangstopp weitere einschneidende Ma\u00dfnahmen. Wir fordern bessere Kontrollen f\u00fcr die Einhaltung der Fanggrenzen, einen sofortigen verpflichtenden Einsatz selektiver Netze f\u00fcr die Grundfischfischerei und die \u00dcberwachung der Anlandeverpflichtung auf See. Nach wie vor werden jedes Jahr mehrere Tonnen an Dorschen illegal \u00fcber Bord geworfen.&#8220;   Die EU-Fischereiministerinnen und -minister setzten die Fangmengen f\u00fcr westlichen Dorsch, Lachs im Golf von Finnland, Scholle, Sprotte und Hering in der zentralen Ostsee h\u00f6her an als von der EU-Kommission vorgeschlagen wurde. Diese Entscheidung wird weitere negative Folgen f\u00fcr die Fischpopulationen und f\u00fcr das \u00d6kosystem der Ostsee nach sich ziehen. Bundesfischereiministerin Julia Kl\u00f6ckner hat in den letzten vier Jahren vers\u00e4umt, einen echten Wandel in der Ostseefischerei herbeizuf\u00fchren und ein Fischereimanagement umzusetzen, das auf die fragilen \u00d6kosysteme in der Ostsee R\u00fccksicht nimmt und jetzt m\u00fcssen die Fischerinnen und Fischer mit den existenzbedrohenden Konsequenzen leben.   Dazu Rebecca Hubbard, Direktorin der Our Fish-Initiative: &#8222;Die Situation in der Ostsee ist wirklich tragisch. Wir h\u00e4tten den Zusammenbruch der Fischpopulationen und die verheerenden Auswirkungen auf die Fischerinnen und Fischer bereits vor Jahren verhindern k\u00f6nnen, wenn die EU-Fischereiministerinnen und -minister auf die Wissenschaft geh\u00f6rt h\u00e4tten. Jetzt ist es dringend erforderlich, dass die EU-Fischereiministerinnen und -minister eine zukunftsf\u00e4hige Fischerei f\u00f6rdern, die umweltschonend und klimafreundlich operiert und zum Wiederaufbau gesunder Fischpopulationen beitr\u00e4gt.&#8220;  Hintergrund:  Die Empfehlungen des Internationalen Rats f\u00fcr Meeresforschung f\u00fcr die Fangmengen liefern die wissenschaftliche Grundlage f\u00fcr den Vorschlag der EU-Kommission und die anschlie\u00dfenden Beratungen des EU-Ministerrates (Agrifish Council) \u00fcber die zul\u00e4ssigen Gesamtfangmengen in der Ostsee. Die j\u00e4hrlichen Verhandlungen der EU-Fischereiministerinnen und -minister im Oktober finden hinter verschlossenen T\u00fcren statt. Das macht es f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit beinahe unm\u00f6glich nachzuvollziehen, welcher EU-Staat die \u00dcberfischung weiter vorantreibt.   Im letzten Jahr wurden zwei von zehn Fangquoten nicht im Einklang mit wissenschaftlichen Empfehlungen festgelegt. Der Kipppunkt in der Ostsee wurde jedoch bereits erreicht. Deshalb sind weitgreifende \u00c4nderungen notwendig, um eine Erholung der Fischpopulationen zu erm\u00f6glichen und das \u00d6kosystem Ostsee noch zu retten.   \u00dcber Our Fish:  Die Initiative Our Fish m\u00f6chte sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die GFP umsetzen und f\u00fcr nachhaltige Fischbest\u00e4nde in den europ\u00e4ischen Gew\u00e4ssern sorgen. Die DUH koordiniert diese Arbeit in Deutschland.   Links:  Einigung des Ministerrates \u00fcber Fangbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr 2022 in der Ostsee: https:\/\/ots.de\/WmQUbh  Pressekontakt:  Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer DUH 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de  Rebecca Hubbard, Programmdirektorin Our Fish +34 657669425, rebecca@our.fish  Katja Hockun, Projektmanagerin Meeresnaturschutz DUH 030 2400867-895, hockun@duh.de  DUH-Newsroom:  030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe, www.instagram.com\/umwelthilfe, www.linkedin.com\/company\/umwelthilfe  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/5044465\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; Deutsche Umwelthilfe und Initiative Our Fish warnen: Westlicher Hering und Dorsch in der Ostsee sind massiv<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-409296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=409296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409296\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=409296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=409296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=409296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}