{"id":409626,"date":"2021-10-17T10:15:40","date_gmt":"2021-10-17T10:15:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/bevoelkerung-nicht-ueberfordern-mobilitaet-ermoeglichen-erwartungen-des-adac-an-einen-koalitionsvertrag\/"},"modified":"2021-10-17T10:15:40","modified_gmt":"2021-10-17T10:15:40","slug":"bevoelkerung-nicht-ueberfordern-mobilitaet-ermoeglichen-erwartungen-des-adac-an-einen-koalitionsvertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bevoelkerung-nicht-ueberfordern-mobilitaet-ermoeglichen-erwartungen-des-adac-an-einen-koalitionsvertrag\/","title":{"rendered":"Bev\u00f6lkerung nicht \u00fcberfordern. Mobilit\u00e4t erm\u00f6glichen. \/ Erwartungen des ADAC an einen Koalitionsvertrag"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211;   An einen jetzt zu verhandelnden Koalitionsvertrag hat der ADAC klare Erwartungen. ADAC Verkehrspr\u00e4sident Gerhard Hillebrand und ADAC Technikpr\u00e4sident Karsten Schulze sehen eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen darin, Klimaschutzziele zu erreichen, ohne die Bev\u00f6lkerung zu \u00fcberfordern oder Mobilit\u00e4t unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig einzuschr\u00e4nken.<!--more--> Dabei ist f\u00fcr den ADAC klar, dass Klimaschutzziele erreicht werden m\u00fcssen. Deshalb m\u00fcsse es jetzt darum gehen, die Verbesserung des Angebots an klimaneutraler Mobilit\u00e4t zu beschleunigen und bei Anpassungen im Abgabensystem immer die finanzielle Gesamtwirkung auf die Verbraucher im Blick zu behalten.   Das schriftlich festgehaltene Ergebnis der Sondierungsgespr\u00e4che lasse Aussagen zur zuk\u00fcnftigen Entwicklung des CO2-Preises und zur konkreten Ausgestaltung des angek\u00fcndigten Subventionsabbaus offen. Es sei zu hoffen, dass das Bewusstsein aller Verhandlungspartner f\u00fcr finanzielle Belastungsgrenzen der Verbraucher gestiegen sei und die Ma\u00dfnahmen jenseits von Kostensteigerungen und Verboten im Fokus der weiteren Verhandlungen stehen werden, so ADAC Verkehrspr\u00e4sident Hillebrand: &#8222;Mobilit\u00e4t und Klimaschutz d\u00fcrfen kein Widerspruch sein. Niemand darf \u00fcber steigende Kosten von der M\u00f6glichkeit ausgeschlossen werden, mobil zu sein. Ich hoffe &#8211; und gehe angesichts der aktuellen Spritpreissteigerung davon aus, dass ein noch schneller ansteigender CO2-Preis vom Tisch ist.&#8220;   Bei der von den Sondierungsparteien in Aussicht gestellten konsequenten Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes d\u00fcrfe es im Sinne der Berechenbarkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit von Politik weder um einen schnelleren Anstieg des CO2-Preises noch um andere drastische Verteuerungen von Verkehr gehen, so Hillebrand. Es sei wichtig, die Gesamtwirkung auf den Verbraucher im Blick zu halten und nicht nur einzelne Instrumente wie eine City-Maut isoliert zu betrachten. Dazu geh\u00f6rt auch die politisch in den letzten Jahren bereits beschlossene Verteuerung des Bewohnerparkens in vielen Kommunen.   F\u00fcr viele Verbraucher fehlten noch Alternativen zum Pkw bzw. zu fossilen Antriebsenergien, mit denen die Menschen emissionsarm unterwegs sein k\u00f6nnen. Die Pl\u00e4ne der Parteien zu Investitionen in Ladeinfrastruktur, \u00f6ffentlichen Verkehr und Digitalisierung sowie zur Verbesserung der Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum lassen den Willen erkennen, auf dem Weg zu klimaneutraler Mobilit\u00e4t weiter voran zu kommen. Dass dies Zeit ben\u00f6tige und die Umsetzung beschleunigt werden m\u00fcsse, lasse das Sondierungspapier deutlich erkennen.   Hillebrand weiter: &#8222;Die Verhandlungsparteien m\u00fcssen auch an jene Menschen denken, die bisher keine Alternative zum fossil angetriebenen Pkw haben. Klimaschutz darf nicht aus der Perspektive der Stadt gedacht werden. Insbesondere Menschen auf dem Land, die lange Wege zur Arbeit zur\u00fccklegen, m\u00fcssen entlastet werden. Im Koalitionsvertrag muss die Anhebung der Entfernungspauschale mit der Anrechenbarkeit ab dem ersten Kilometer festgeschrieben werden, um finanzielle Mehrbelastungen abzufedern.&#8220;   ADAC Technikpr\u00e4sident Karsten Schulze begr\u00fc\u00dft das ausdr\u00fcckliche Bekenntnis zur Technologieoffenheit und die Erw\u00e4hnung von eFuels als Option f\u00fcr Neufahrzeuge. &#8222;Ich erwarte aber, dass die Verhandlungsparteien in einem Koalitionsvertrag eFuels auch f\u00fcr den Pkw-Bestand in den Blick nehmen und Planungssicherheit f\u00fcr die Nutzung von eFuels im Stra\u00dfenverkehr schaffen. Ohne eFuels werden die mittelfristigen Klimaschutzziele nicht zu erreichen sein, dar\u00fcber muss sich eine zuk\u00fcnftige Regierung im Klaren sein&#8220;, sagt Schulze.   Trotz eines ambitionierten Hochlaufs der Elektromobilit\u00e4t w\u00fcrden 2030 noch mindestens 30 Millionen Pkw-Bestandsfahrzeuge mit Diesel- oder Ottomotor in Deutschland unterwegs sein, erkl\u00e4rt der ADAC Technikpr\u00e4sident: &#8222;Ohne E-Fuels werden diese nicht CO2-reduziert genutzt und perspektivisch klimaneutral betrieben werden k\u00f6nnen.&#8220; Weltweit gehe es um 1,5 Milliarden Fahrzeuge mit herk\u00f6mmlichen Verbrennungsmotor. &#8222;eFuels k\u00f6nnen eine globale L\u00f6sung f\u00fcr eine globale Herausforderung sein&#8220;, so Schulze.   Der ADAC Technikpr\u00e4sident weiter: &#8222;Im Koalitionsvertrag m\u00fcssen steigende Mindestquoten von eFuels und fortschrittlichen Biokraftstoffen f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr im Treibhausgasminderungsgesetz und Deutschlands Positionierung zu den EU-Beratungen zur RED III festgehalten werden. Klimaneutral erzeugte Kraftstoffe sind von der Energiebesteuerung freizustellen. Die Produktion regenerativer Energie in Deutschland muss forciert und eine Importstrategie f\u00fcr klimaneutrale Kraftstoffe auch f\u00fcr den Pkw-Verkehr definiert werden.&#8220;   Pressekontakt:  ADAC Kommunikation T +49 89 76 76 54 95 aktuell@adac.de  Original-Content von: ADAC, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7849\/5048307\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; An einen jetzt zu verhandelnden Koalitionsvertrag hat der ADAC klare Erwartungen. 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