{"id":410706,"date":"2021-10-27T03:00:00","date_gmt":"2021-10-27T03:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/deutsche-umwelthilfe-veroeffentlicht-kriterienkatalog-fuer-nachhaltigen-und-sozial-gerechten-umbau-der-europaeischen-fischerei\/"},"modified":"2021-10-27T03:00:00","modified_gmt":"2021-10-27T03:00:00","slug":"deutsche-umwelthilfe-veroeffentlicht-kriterienkatalog-fuer-nachhaltigen-und-sozial-gerechten-umbau-der-europaeischen-fischerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/deutsche-umwelthilfe-veroeffentlicht-kriterienkatalog-fuer-nachhaltigen-und-sozial-gerechten-umbau-der-europaeischen-fischerei\/","title":{"rendered":"Deutsche Umwelthilfe ver\u00f6ffentlicht Kriterienkatalog f\u00fcr nachhaltigen und sozial gerechten Umbau der europ\u00e4ischen Fischerei"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;    &#8211;  DUH und weitere Fischerei-Organisationen fordern Umgestaltung der Fangquoten-Verteilung auch nach \u00f6kologischen Kriterien  &#8211;  Artikel 17 der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU erm\u00f6glicht nachhaltigen Wandel und muss nun umgesetzt werden  &#8211;  Mehrere Fischpopulationen in Nord- und Ostsee in extrem schlechtem Zustand aufgrund jahrelang zu hoher Fangquoten sowie der <!--more-->Biodiversit\u00e4ts- und Klimakrise   Sp\u00e4testens seitdem die EU-Mitgliedstaaten k\u00fcrzlich aufgrund des extrem schlechten Zustands einiger Fischpopulationen in der Ostsee Fangstopps festlegen mussten, ist klar: Die Fischerei in Europa muss nachhaltig werden. Hierf\u00fcr haben die Initiative Our Fish und Low Impacts Fishers of Europe (LIFE) einen Kriterienkatalog vorgestellt. Der schlechte Zustand von beispielsweise Hering, Dorsch und Lachs erfordern einen schnellen Umbau der Industrie hin zu einer umweltschonenden, CO2-armen und sozial gerechten Fischerei. Deshalb fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH), dass der daf\u00fcr eingef\u00fchrte Artikel 17 der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der Europ\u00e4ischen Union nun in allen EU-Mitgliedstaaten schnellstm\u00f6glich Anwendung findet.   &#8222;Aktuell mangelt es in der Europ\u00e4ischen Union vor allem am politischen Willen und klaren Verfahren, um die Gemeinsame Fischereipolitik umzusetzen&#8220;, sagt Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DUH. &#8222;Durch Artikel 17 erhalten Fischerinnen und Fischer, die umweltfreundliche und nachhaltige Fangmethoden einsetzen, als Erstes Zugang zu Fischereiressourcen. Umweltsch\u00e4dliche Fischereimethoden wie mit Grundschleppnetzen k\u00f6nnen hingegen ausgeschlossen werden. Die bestehende Biodiversit\u00e4ts- und Klimakrise macht ein schnelles Handeln dringend erforderlich: Einige Fischpopulationen sind in so schlechtem Zustand, dass sie f\u00fcr die Fischerei bereits jetzt nicht mehr nutzbar sind. Deshalb fordern wir Deutschland dazu auf, Artikel 17 endlich anzuwenden und bei der Zuteilung von Fangquoten \u00f6kologische Kriterien zu ber\u00fccksichtigen.&#8220;   Die Europ\u00e4ische Union muss bei der derzeitigen Erarbeitung des &#8222;Aktionsplans zur Erhaltung der Fischereiressourcen&#8220; die Umsetzung von Artikel 17 vorantreiben und die Neuverteilung der Fischereiquoten einleiten.   Dazu Rebecca Hubbard, Programmdirektorin bei Our Fish: &#8222;Gesunde Meeres\u00f6kosysteme sind entscheidend f\u00fcr die Menschheit in Zeiten der Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise. Die Gemeinsame Fischereipolitik der EU enth\u00e4lt die Instrumente, die einen Wandel in der EU-Fischerei herbeif\u00fchren k\u00f6nnen, die Auswirkungen auf gesch\u00fctzte Arten und Meeres\u00f6kosysteme minimieren, die Kohlenstoffspeicherung erh\u00f6hen und den sozialen Nutzen f\u00fcr K\u00fcstengemeinden maximiert.&#8220;  &#8222;Seit vielen Jahren haben die von den Mitgliedstaaten verwendeten Mechanismen zur Zuteilung ihrer Fangquoten dazu gef\u00fchrt, dass sich die Fangm\u00f6glichkeiten in den H\u00e4nden einiger weniger gro\u00dfer Akteure konzentriert haben, zum Nachteil der kleinen, umweltschonenden Fischer und der Meeresumwelt&#8220;, kritisiert Brian O&#8217;Riordan, Exekutivsekret\u00e4r von Low Impact Fishers of Europe. &#8222;Das derzeitige System ist ungeeignet, da es diejenigen belohnt, die am meisten fischen. Vielmehr brauchen wir ein System, das diejenigen belohnt, die am nachhaltigsten fischen und der Gesellschaft den gr\u00f6\u00dften Nutzen bringen.&#8220;  Hintergrund:  F\u00fcr die Umsetzung von Artikel 17 der GFP werden transparente und objektive Kriterien ben\u00f6tigt, die sowohl von sozialer und wirtschaftlicher als auch \u00f6kologischer Natur sein m\u00fcssen. Der nun ver\u00f6ffentlichte Bericht stellt fest, dass die EU einen gerechten \u00dcbergang zu einer umweltschonenden und CO2-armen Fischerei erreichen kann, wenn sie besagten Artikel umsetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, schl\u00e4gt der Bericht Kriterien und Verfahren vor, die von der Europ\u00e4ische Kommission und den EU-Mitgliedstaaten genutzt werden k\u00f6nnen. Mit Hilfe der vorgeschlagenen \u00f6kologischen Kriterien k\u00f6nnen zum Beispiel die Auswirkungen der Fischerei auf den Meeresboden sowie die H\u00f6he der Kohlenstoffemissionen von Fischereifahrzeugen beim Transport, der Verarbeitung und dem Verkauf von Fisch und Meeresfr\u00fcchten einbezogen werden. Daneben gibt es auch soziale und wirtschaftliche Kriterien: Die Anzahl der direkt und indirekt Besch\u00e4ftigten und die Wirtschaftlichkeit des Flottensegments ohne finanzielle F\u00f6rderung durch nationale Regierungen oder die EU sind zwei Beispiele.   \u00dcber Our Fish:  Die Initiative Our Fish m\u00f6chte sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die GFP umsetzen und f\u00fcr nachhaltige Fischbest\u00e4nde in den europ\u00e4ischen Gew\u00e4ssern sorgen. Die DUH koordiniert diese Arbeit in Deutschland.   \u00dcber LIFE:  LIFE ist eine Dachorganisation von Fischern f\u00fcr Fischer. Die Organisation versteht sich dabei als Interessenvertretung der bisher \u00fcberwiegend schweigsamen europ\u00e4ischen K\u00fcstenfischerinnen und K\u00fcstenfischer, die Fangger\u00e4te und -methoden mit geringen Auswirkungen verwenden. Ziel ist es daher, ihnen eine wirksame Vertretung in Br\u00fcssel und auf der Ebene der Mitgliedstaaten zu bieten.   Link:  Bericht von DUH, Our Fish und LIFE: http:\/\/l.duh.de\/p211026a  Pressekontakt:  Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer DUH 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de  Rebecca Hubbard, Programmdirektorin Our Fish +34 657669425, rebecca@our.fish  Brian O&#8217;Riordan, Exekutivsekret\u00e4r, Low Impact Fishers of Europe +32 26525201, deputy@lifeplatform.eu  Katja Hockun, Projektmanagerin Meeresnaturschutz DUH 030 2400867-895, hockun@duh.de  DUH-Newsroom:  030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe, www.instagram.com\/umwelthilfe, www.linkedin.com\/company\/umwelthilfe  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/5056683\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; DUH und weitere Fischerei-Organisationen fordern Umgestaltung der Fangquoten-Verteilung auch nach \u00f6kologischen Kriterien &#8211; Artikel 17 der<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-410706","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=410706"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410706\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=410706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=410706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=410706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}