{"id":411226,"date":"2021-11-02T19:03:00","date_gmt":"2021-11-02T19:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/125-deutscher-aerztetag-aerztetag-fuer-klimaneutralitaet-des-gesundheitswesens-bis-2030\/"},"modified":"2021-11-02T19:03:00","modified_gmt":"2021-11-02T19:03:00","slug":"125-deutscher-aerztetag-aerztetag-fuer-klimaneutralitaet-des-gesundheitswesens-bis-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/125-deutscher-aerztetag-aerztetag-fuer-klimaneutralitaet-des-gesundheitswesens-bis-2030\/","title":{"rendered":"125. Deutscher \u00c4rztetag \/ \u00c4rztetag f\u00fcr Klimaneutralit\u00e4t des Gesundheitswesens bis 2030"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;   Berlin &#8211; Deutschland braucht eine nationale Strategie f\u00fcr eine klimafreundliche Gesundheitsversorgung. Der daf\u00fcr notwendige Investitionsbedarf, etwa f\u00fcr den Bau klimaneutraler Krankenh\u00e4user sowie f\u00fcr die Nutzung klimaneutral gewonnener Energie im Gesundheitsbereich, muss in dieser Strategie zwingend ber\u00fccksichtigt sein.<!--more--> Das forderte der 125. Deutsche \u00c4rztetag im Rahmen seiner Beratungen zum Thema &#8222;Klimaschutz ist Gesundheitsschutz&#8220;. Die Abgeordneten forderten die Bundesl\u00e4nder auf, Sonderfonds zu schaffen, aus denen Kliniken finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Bau klimaschonender Infrastruktur erhalten.  Die Abgeordneten des \u00c4rztetages appellierten zudem an die Verantwortlichen im Gesundheitswesen, die notwendigen Ma\u00dfnahmen zum Erreichen der Klimaneutralit\u00e4t des Gesundheitswesens bis zum Jahr 2030 zielstrebig, konsequent und zeitnah in Angriff zu nehmen. Daf\u00fcr bed\u00fcrfe es Klimaschutzpl\u00e4ne in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens. Auch sollten Klimaschutzbeauftragte etabliert werden, die f\u00fcr die Umsetzung dieser Pl\u00e4ne zust\u00e4ndig sind.  &#8222;Wir d\u00fcrfen vom Klimaschutz nicht nur sprechen, sondern m\u00fcssen ihn auch praktizieren&#8220;, sagte PD Dr. Peter Bobbert, Vorstandsmitglied der Bundes\u00e4rztekammer (B\u00c4K) auf dem \u00c4rztetag. Auch das Gesundheitswesen tr\u00e4gt zur Entstehung klimasch\u00e4dlicher Emissionen bei. &#8222;Wir m\u00fcssen deshalb daf\u00fcr sorgen, dass das Gesundheitswesen nicht zu einem Trigger des Klimawandels wird&#8220;, betonte Bobbert. Das m\u00fcsse eine der vordringlichsten Aufgaben der neuen Bundesregierung sein.  &#8222;Es ist unsere \u00e4rztliche Pflicht, die Auswirkungen des Klimawandels klar zu benennen, die daraus resultierenden Gefahren f\u00fcr die Gesundheit aufzuzeigen und Gegenma\u00dfnahmen einzufordern&#8220;, betonte Dr. Gerald Quitterer, der ebenfalls Mitglied des B\u00c4K-Vorstandes ist. Die \u00c4rzteschaft m\u00fcsse ihren Beitrag dazu leisten, dass sich das Gesundheitswesen darauf vorbereitet, die Folgen des Klimawandels zu bew\u00e4ltigen. Dazu geh\u00f6re auch, sich f\u00fcr eine intakte Umwelt als Basis f\u00fcr gesunde Lebensbedingungen einzusetzen. &#8222;Denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz und Gesundheitsschutz ist Klimaschutz. Eines geht ohne das andere nicht&#8220;, so Quitterer.  Immer h\u00e4ufiger kommt es auch in Deutschland zu klimabedingten Hitzewellen, die vor allem f\u00fcr \u00e4ltere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen t\u00f6dlich verlaufen k\u00f6nnen. In einer vierst\u00fcndigen, engagiert gef\u00fchrten Debatte bekr\u00e4ftigten die Delegierten, dass Bund, L\u00e4nder und Kommunen sowie die Einrichtungen des Gesundheitswesens in der Pflicht seien, umgehend Ma\u00dfnahmen zur Gefahrenabwehr bei Hitzewellen zu intensivieren. Dazu geh\u00f6re, die f\u00fcr den Aufbau resilienter Strukturen notwendigen Finanzmittel bereitzustellen. Auch sollte das Wissen um die gesundheitlichen Folgen von Hitze ad\u00e4quat in die Aus-, Weiter- und Fortbildung aller Gesundheitsberufe integriert werden.  Neben einem nationalen Hitzeschutzplan bed\u00fcrfe es aus Sicht der \u00c4rzteschaft konkreter Ma\u00dfnahmenpl\u00e4ne f\u00fcr Kliniken, Not- und Rettungsdienste sowie Pflegeeinrichtungen zur Vorbereitung auf Extremwetterereignisse. Gesundheitseinrichtungen sollten nach dem Willen des \u00c4rztetages an das Fr\u00fchwarnsystem des Deutschen Wetterdienstes angeschlossen werden. Die Bev\u00f6lkerung sollte au\u00dferdem kontinuierlich \u00fcber die Intensit\u00e4t klimabedingter Belastungsfaktoren wie Hitze oder erh\u00f6hte Ozonwerte informiert werden.  Der \u00c4rztetag bef\u00fcrwortet zudem das Ziel des B\u00c4K-Vorstandes, die Gesch\u00e4ftsstelle inklusive der Gremiensitzungen sowie das Verwaltungshandeln der Bundes\u00e4rztekammer bis zum Jahr 2030 klimaneutral auszugestalten.  Pressekontakt:  Bundes\u00e4rztekammer Stabsbereich Politik und Kommunikation Herbert-Lewin-Platz 1 10623 Berlin  Tel.: 030-400456700 Fax: 030-400456707 E-Mail: presse@baek.de www.baek.de  Original-Content von: Bundes\u00e4rztekammer, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/9062\/5062730\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Berlin &#8211; Deutschland braucht eine nationale Strategie f\u00fcr eine klimafreundliche Gesundheitsversorgung. 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