{"id":412447,"date":"2021-11-18T11:57:01","date_gmt":"2021-11-18T11:57:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/wildfisch-als-futter-fuer-zuchtfische-groesste-einzelhaendler-europas-tragen-weiter-zur-ueberfischung-der-meere-bei\/"},"modified":"2021-11-18T11:57:01","modified_gmt":"2021-11-18T11:57:01","slug":"wildfisch-als-futter-fuer-zuchtfische-groesste-einzelhaendler-europas-tragen-weiter-zur-ueberfischung-der-meere-bei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wildfisch-als-futter-fuer-zuchtfische-groesste-einzelhaendler-europas-tragen-weiter-zur-ueberfischung-der-meere-bei\/","title":{"rendered":"Wildfisch als Futter f\u00fcr Zuchtfische: Gr\u00f6\u00dfte Einzelh\u00e4ndler Europas tragen weiter zur \u00dcberfischung der Meere bei"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211;    &#8211;  Neuer Bericht deckt auf: Keiner der 33 gr\u00f6\u00dften Lebensmittelh\u00e4ndler in Europa ergreift konkrete Ma\u00dfnahmen, um Wildfisch als Futtermittel in Aquakultur auszuschlie\u00dfen  &#8211;  Aldi, Lidl, Edeka und Co: Gro\u00df- und Einzelh\u00e4ndler auch in Deutschland betroffen  &#8211;  Deutsche Umwelthilfe fordert schrittweisen Verzicht von Wildfisch in Futtermitteln bis sp\u00e4testens 2025, um Fischerei <!--more-->und Aquakultur zu entkoppeln   Die gro\u00dfen europ\u00e4ischen Lebensmittelh\u00e4ndler tragen auch mit ihrem Angebot vermeintlich \u00f6kologischerer Zuchtfische weiter zur \u00dcberfischung der Meere bei. Das ist das Ergebnis eines neuen Berichts der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zusammen mit Changing Markets. Die H\u00e4ndler und ihre Zulieferer pr\u00e4sentieren Fische aus sogenannten Aquakulturen als L\u00f6sung, wie Fisch angeboten werden k\u00f6nne ohne die Meere zu \u00fcberlasten. In den Aquakulturen werden die Fische speziell f\u00fcr den Verzehr gez\u00fcchtet, wichtige Best\u00e4nde im Meer k\u00f6nnten dadurch geschont werden. Doch das System hat einen gewaltigen Fehler: Das Futter f\u00fcr die Zucht besteht wiederum zu einem erheblichen Teil aus Wildfischen. Jedes Jahr werden circa 20 Millionen Tonnen Wildfisch zu Fischmehl und -\u00f6l verarbeitet &#8211; das sind fast 20 Prozent des weltweiten Fischfangs. Aktuell landet jeder sechste weltweit gefangene Wildfisch als Futter in den M\u00e4gen von Zuchtfischen. Zwar w\u00e4re es m\u00f6glich, die Verf\u00fctterung von Wildfisch in Aquakulturen zu stoppen. Doch keiner der gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Lebensmitteleinzelh\u00e4ndler ergreift ausreichende Ma\u00dfnahmen daf\u00fcr, deckt der Bericht auf. Das gilt auch f\u00fcr Gro\u00df- und Einzelh\u00e4ndler in Deutschland wie Aldi, Lidl und Edeka.   &#8222;Aquakultur ist keine umweltschonendere Alternative zur Fischerei, solange die Zuchtfische mit Wildfisch gef\u00fcttert werden. Die Gro\u00df- und Einzelh\u00e4ndler inklusive der bekannten Supermarktketten m\u00fcssen deshalb ihrer Verantwortung gerecht werden. Sie d\u00fcrfen keinen Fisch aus Aquakultur mehr verkaufen, der mit Wildfisch gef\u00fcttert wurde. Um das zu gew\u00e4hrleisten, m\u00fcssen die Unternehmen ihre Lieferketten transparent und nachhaltig gestalten. Es gibt bereits nachhaltige Alternativen wie pflanzliche Futtermittel f\u00fcr Zuchtfische, die die Meere nicht zus\u00e4tzlich belasten. Sie m\u00fcssen jetzt genutzt werden, verbindlich und \u00fcberpr\u00fcfbar&#8220;, so Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DUH.   Keiner der untersuchten Einzelh\u00e4ndler hat ein konkretes Ziel f\u00fcr die Verringerung und letztendlich vollst\u00e4ndige Vermeidung von Wildf\u00e4ngen in Futtermitteln. Deshalb kann keines der Unternehmen ausschlie\u00dfen und somit verhindern, dass seine Aquakultur-Lieferkette die marinen \u00d6kosysteme und die Lebensgrundlagen der Menschen sch\u00e4digt.   &#8222;Europas Lebensmittelh\u00e4ndler machen es Verbraucherinnen und Verbrauchern fast unm\u00f6glich, auf einem Produkt aus Fischzucht zu erkennen, ob Wildfisch im Futtermittel enthalten war. Die Produkte m\u00fcssen endlich eindeutig gekennzeichnet sein. Zus\u00e4tzlich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auch ihren Konsum \u00fcberdenken, Fisch bewusst genie\u00dfen und auf umweltfreundlichere Fischarten ausweichen &#8211; es gibt unz\u00e4hlige leckere Karpfen- und Muschelrezepte&#8220;, erg\u00e4nzt Katharina Fietz, Referentin f\u00fcr Meeresnaturschutz bei der DUH.   Hintergrund:  Die Ergebnisse basieren auf einer vergleichenden Untersuchung von 33 f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Lebensmitteleinzelh\u00e4ndlern, die Changing Markets und Partnerorganisationen zwischen M\u00e4rz 2020 und Mai 2021 durchgef\u00fchrt haben. Der gemeinsame Bericht bietet einen \u00dcberblick, wie die gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Supermarktketten mit der Beschaffung von Zuchtfisch umgehen.   Links:   &#8211;  Den Bericht &#8222;Floundering Around: Europas gr\u00f6\u00dfte Einzelh\u00e4ndler zwischen ersten Erfolgen und Scheitern an \u00f6kologischen und sozialen Herausforderungen der Fischzucht&#8220; finden Sie hier: http:\/\/l.duh.de\/p211118b &#8211;  Mehr Information zur Problematik Aquakultur: https:\/\/www.duh.de\/futter-bei-die-fische\/  Pressekontakt:  Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de  Dr. Katharina Fietz, Referentin Meeresnaturschutz 030 2400867-880, fietz@duh.de  DUH-Newsroom:  030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe, www.instagram.com\/umwelthilfe, www.linkedin.com\/company\/umwelthilfe  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/5076481\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8211; Neuer Bericht deckt auf: Keiner der 33 gr\u00f6\u00dften Lebensmittelh\u00e4ndler in Europa ergreift konkrete Ma\u00dfnahmen, um Wildfisch<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-412447","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/412447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=412447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/412447\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=412447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=412447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=412447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}